Besondere Auszeichnung für Bönener Kampfrichter in Rio

"Best referee 2016" Polizeihauptkommissar Uwe Manz von der Kreispolizeibehörde Unna gilt seit den Olypischen Sommerspielen in Rio als einer der drei besten Kampfrichter im Ringen der Welt.                         Foto: Jörg Prochnow
  • "Best referee 2016" Polizeihauptkommissar Uwe Manz von der Kreispolizeibehörde Unna gilt seit den Olypischen Sommerspielen in Rio als einer der drei besten Kampfrichter im Ringen der Welt. Foto: Jörg Prochnow
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Um sich für den täglichen Dienst fit zu halten, betreiben viele Polizeibeamte in ihrer Freizeit regelmäßig Sport. So auch Uwe Manz aus Bönen.

Doch im Gegensatz zu den populären Sportarten wie Fußball, Radfahren oder Schwimmen wählte der heute 52-jährige Hauptkommissar mit siebzehn Jahren den Ringsport für sich aus, den er damals zwei Jahre beim TuS Bönen aktiv betrieb. Bereits mit achtzehn Jahren sah Manz seine Zukunft eher in der Kampfrichterei und erwarb recht früh die Landeslizenz dafür. Die Bundelizenz folgte dann bereits nur drei Jahre später. Die nächste Stufe, die internationale Lizenz, schließlich mit achtundzwanzig Jahren. Danach erfolgten allerdings noch zahlreiche Qualifikationen bis zur höchsten Kategorie in dieser Sparte, die sich Manz im laufe der Jahre Stück für Stück hart erarbeitete. Der Lohn für die Mühe war schließlich die Zulassung als Kampfrichter bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio. Aus 80 nominierten Kampfrichtern wählte der in der Schweiz ansässige Weltringerverband UWW (United World Wrestling) 50 Bewerber aus, die nach Rio reisen durften. Uwe Manz war unter ihnen. Bei rund fünfzig Kämpfen war er als Kampfrichter oder Mattenpräsident anwesend. Deutsche Ringer durfte er verständlicherweise nicht richten. Auch nicht ausländische Athleten, gegen die ein Deutscher verloren hat. Entgegen vieler Kritikpunkte hinsichtlich der Organisation hat Manz die Unterbringung in einem Hotel und die Freundlichkeit der Menschen dort als sehr angenehm empfunden. Gewöhnungsbedürftig waren für ihn allerdings die hygienischen Bräuche: Das gebrauchte Toilettenpapier landete dort in einem Eimer, ebenso musste er sich an andere Dinge gewöhnen.
Doch nicht nur die Athleten bekamen in Rio Gold verliehen. Uwe Manz erhielt dort vom UWW die Auszeichnung als einer der drei besten Kampfrichter der Welt in Form einer goldenen Pfeife.
Normalerweise steht für jeden dann erst einmal Ausruhen auf dem Plan – nicht so für den umtriebigen Sportler aus Bönen. Bereits drei Tage nach seiner Rückkehr ging es zu einem Sichtungslehrgang nach Göppingen. Dort wurden Teilnehmer für die Polizeieuropameisterschaft in Bratislava ausgewählt. Manz ist sich natürlich darüber klar, dass so etwas nur möglich ist, wenn die Familie dahinter steht. Apropos Familie: Auch der zwanzig jährige Sohn Marvin ist mittlerweile Bundesrichter im Ringen.

Autor:

Jörg Prochnow aus Kamen

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