Zwei Großbrände forderten Feuerwehr im Kreis Mettmann
Unklarer Feuerschein in einem Waldgebiet

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Im Kreis Mettmann wurde die Feuerwehr gestern Abend gleich zweimal bei Großbränden gefordert, einer davon in Velbert.

Zunächst kam es gegen 21.30 Uhr zu einem ausgedehnten Kellerbrand in einer Kunststoffgalvanik an der Karl-Benz-Straße in Langenfeld. Neben der gesamten Feuerwehr Langenfeld waren Kräfte aus Hilden und Erkrath zur Unterstützung vor Ort. Spezialfahrzeuge nahmen Luftproben um eine Gefahr für die Bevölkerung ausschließen zu können. Da zu diesem Einsatz Stadtalarm gegeben wurde, lösten im gesamten Stadtgebiet die Sirenen aus. Auch in den Nachbarstädten waren diese deutlich zu hören. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Das Industriegebiet blieb für den Verkehr vollkommen gesperrt.

Bereits zehn Minuten später wurde die Feuerwehr Velbert zu einem unklaren Feuerschein in einem Waldgebiet an der Kupferdreher Straße gerufen. Aufgrund der Vielzahl von Notrufen sowie der Rückmeldung des ersten Löschfahrzeuges wurde auch für diese Einsatzstelle Sirenenalarm gegeben, um alle verfügbaren Einsatzkräfte nachzufordern. Die Anfahrt gestaltete sich schwierig, da das hölzerne Einfamilienhaus mitten in einem Waldgebiet stand.

Die verletzte Bewohnerin konnte ihre drei Katzen aus dem Haus lassen und wurde anschließend vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär verblieb. Da es keine ausreichende Wasserversorgung gab wurde zunächst nur die Ausbreitung auf umliegende Grünflächen verhindert und parallel eine "Lange Wegestrecke" über etwa drei Kilometer aufgebaut. Ortsansässige Bauern sorgten währenddessen für eine Wassserversorgung, indem Güllehänger zum Löschwassertransport genutzt wurden.

Gebäude war massiv einsturzgefährdet

Da sich beim Eintreffen der Feuerwehr keine Personen mehr im Gebäude aufhielten, konnten sich die Einsatzkräfte auf die Brandbekämpfung konzentrieren. Da das Gebäude allerdings massiv einsturzgefährdet war, konnten die Feuerwehrleute nur noch von außen löschen, berichtet Marcel Gramer als Einsatzleiter der Feuerwehr.
Auch an dieser Einsatzstelle wurde überörtliche Hilfe angefordert: Die Feuerwehr Essen stellte einen Rettungswagen zur Verfügung, die Feuerwehr Ratingen setzte einen Abrollbehälter Atemschutz ein. Eine private Firma wurde angefordert, welche noch in der Nacht das Gebäude einreißen sollte, um das Ablöschen zu ermöglichen. Aufgrund der Wasserförderung kam es im Kreuzungsbereich Nierenhofer Straße / Kupferdreher Straße zu einer einseitigen Straßensperrung.

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