Es darf wieder gelacht werden!

Es wird fleißig geprobt: Im Februar und März steht die Theatergruppe FreiRaum wieder auf der Bühne.
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Amateurtheater vom Feinsten: TheaterFreiraum will sein Publikum zum Lachen bringen

So sicher, wie auf Silvester Neujahr folgt, so sicher ist es, dass die Amateurtheatergruppe FreiRaum auch in diesem Jahr für die Monate Februar und März Auftritte auf den Bühnen unserer Stadt geplant hat. Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums inklusive. Hinter verschlossenen Türen wird bereits seit vergangenem Sommer für die Krimi-Komödie „(St)Erben ist tödlich“ von Christiane Steinwasser, geprobt. Die Vorfreude der Fangemeinde wächst stetig – einziger Wermutstropfen: Für das Premierenwochenende im Bürgerhaus Langenberg sind die Karten bereits ausverkauft. „Doch an zwei Terminen in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Velbert sind noch Tickets erhältlich“, freut sich Regisseur Jesus Lopez.

Der Eine oder Andere wird es noch kennen und sich in das Wohnzimmer seiner Großmutter zurückversetzt fühlen. Die Rede ist vom guten alten „Gelsenkirchner Barock“. Massive Eichenmöbel, plüschige Stehlampen, der gute „echte Perser“ und sogar ein original Telefontischchen haben den Weg nach Velbert in die Proben-Wohnung der Theatergruppe FreiRaum gefunden. Dort „Am Berg“ geht es an diesem Samstagmorgen hoch her. Wir befinden uns im Wohnzimmer von Erbtante Josefa Bichlmeier. Ihre ganze Mischpoke ist angereist, darunter ihre drei Nichten Tanja, Tatjana und Tamara und ihr Neffe Tobias. Es wird laut gesprochen, sehr laut, denn die 80-jährige Tante Josefa ist schwerhörig. Und so unterschiedlich die Charaktere der Geschwister sind, so unterschiedlich ist ihr Kleidungsstil. Ein Angriff auf die Lachmuskulatur ist hier vorprogrammiert. Doch hinter dem „liebevollen“ Besuch der Verwandtschaft steckt mehr. Man will sich Klarheit über das Testament der alten, reichen, aber auch tüddeligen Tante verschaffen. Wirklich "grün" sind sich die potenziellen Erben untereinander nicht und das Verhältnis wird auch nicht besser, als Tante Josefa verkündet, wer ihr Erbe einmal erhalten soll. So ist der Friede mehr Schein als Sein und hält auch nicht lange an: Schon früh gibt es ein erstes Opfer zu beklagen – und es bleibt nicht das Einzige. Die hinzugerufene Kriminalkommissarin sieht in den Mordfällen nur Arbeit und Kosten und sucht daher nach so manch’ ungewöhnlicher, alternativer Erklärung für die Todesfälle. Die Frage: „Waren es Morde oder Unfälle?“, stellt sich dem Zuschauer während der humorvollen Inszenierung daher ständig. Wie schon in den Vorjahren sind es die Mädels der Tanzgruppe „Shuffled“, die das Publikum auf ihre ganz besondere Art anheizen und diesmal mit Songs, wie „Material Girl“ von Madonna, für die richtige Stimmung sorgen. „Insgesamt zwölf Schauspieler gruppieren sich in dem neuen Bühnenstück um die Erbtante Josefa, gespielt von Ilona Nähr. Die Hobbyschauspielerin ist bereits von Anfang an mit dabei, genau wie viele ihrer Schauspielerkollegen. „Für mich ist es immer wieder eine Herausforderung in eine neue Rolle zu schlüpfen. Und natürlich steigt die Nervosität vor dem großen Auftritt von Tag zu Tag.“ Doch der Spaß am Experimentieren, Improvisieren, Lachen und vor allem an der Gemeinschaft sind für die Hobbyschauspieler immer wieder Ansporn und Motivation.


"Freiraum" entstand aus Mitarbeitern der Sparkasse

„Unser erstes Treffen fand 2012 statt. Angefangen hat "Freiraum" als motivierte Arbeitsgruppe der Sparkasse HRV. Seitdem haben wir uns stetig weiterentwickelt. Mittlerweile besteht unsere Theatertruppe aus einem bunt zusammengewürfelten Haufen kreativer, offener Menschen“, so Jesus Lopez der neben der Regie auch für die Organisation verantwortlich ist. „Inzwischen ist es unser siebtes Stück, das wir gemeinsam auf die Bühne bringen. Unser Anspruch an unser schauspielerisches Können steigt stetig. Wir konzentrieren uns mehr und mehr auf das Schauspielerische und feilen immer wieder an den Rollen. Unser Ziel ist es, irgendwann mal einen Klassiker zu spielen.“ Doch bis dahin möchten die ambitionierten Laienschauspieler weiterhin mit viel Herz bei der Sache sein und das Publikum gut unterhalten. Vor allem der Beifall und die tolle Resonanz der Zuschauer seien immer wieder Motivation, so Lopez. „Unser besonderer Dank gilt allen helfenden Händen, vor und hinter der Bühne. Und natürlich unseren  Familien, Partnern und Freunden, die mit uns so manchen Text lernen, uns so manches Wochenende entbehren und die so manches Lampenfieber kühlen müssen.“

Info:

Samstag, 29. Februar, 19 Uhr, Sonntag, 01. März, 17 Uhr, Historisches Bürgerhaus Langenberg, Hauptstraße. 64 (ausverkauft)

Samstag, 14. März, 19 Uhr und Sonntag, 15. März, 17 Uhr, Aula Geschwister-Scholl-Gymnasium Velbert, Von-Humboldt-Straße 54-58
Weitere Infos und Ticketvorverkauf (Ticketshop) unter www.theater-freiraum.org

Autor:

Astrid von Lauff aus Velbert-Langenberg

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