Die netten Langenberger

Blick von oberhalb der Treppe auf den Bahnhof Langenberg
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Neulich zog es mich mal wieder nach Langenberg, schließlich bin ich dort mal zur Schule gegangen, als das Gymnasium noch in der Wiemerstr. war.
Diesmal wollte ich mir den Langenberger Sender ansehen, im Rahmen einer Veranstaltung der VHS Hattingen.

Leider musste ich feststellen, dass der Bahnhof immer noch in einem desolaten Zustand ist.
Zwar hatte mir die Stadt bereits im September 2010 (!) geschrieben: „Wir rechnen damit, dass der Eigentümer noch vor dem kommenden Winter mit den ersten Maßnahmen beginnen kann, bei der Bezirksregierung Düsseldorf ist ein entsprechender Antrag gestellt worden. Die Arbeiten werden dann seitens der Unteren Denkmalbehörde Velbert begleitet.“
Doch seitdem hat sich leider nichts getan.

Die lange Treppe gegenüber dem Bahnhof kannte ich noch aus meiner Schulzeit. Sie ist vor nicht allzulanger Zeit renoviert worden.
Diese Treppe nahm ich in Angriff und war froh, dass in der Mitte eine Bank steht.
Und oben befindet sich auch eine Bank. Gut für mich, da ich zur Zeit außer Form bin.

Leute die vorbeikamen, grüßten freundlich. Da war ich doch angenehm überrascht.
Weiter ging es Richtung Sender, zu meinem Leidwesen immer stramm bergauf.
Ein junger Mann, den ich nach dem Weg fragte, gab freundlich Auskunft (obwohl es dazu kurz seinen Knopf aus dem Ohr nehmen musste).

Als ich auf einer Treppe pausierte, fuhr ein Auto vorbei, hielt an, setzte zurück. Eine junge Frau drehte die Scheibe herunter und fragte, ob alles in Ordnung sei, sie hätte mich schon vorher auf einer Mauer sitzen sehen.
Es war alles in Ordnung, bis auf meine schlechte Kondition. „Bis zum Sender schaffen Sie es“, meinte sie ganz zuversichtlich.

Weiter ging es bergauf, durch den Wald.

Dann traf ich auf eine andere junge Frau (Name ist mir entfallen), die mit Kind Moritz und Hund Shayla unterwegs war, und die beschlossen, mich zu begleiten, ungeachtet meiner häufigen Pausen (im Nachhinein ist mir klar, dass mein Blutdruck im Keller war, daher meine Mühe bergauf zu laufen).

Jedenfalls haben wir uns gut über alles mögliche unterhalten, die Frau verstand es, mich zu motivieren. „Gleich haben wir es geschafft“, versprach sie mehrmals. Aber es ging weiter nach oben, wollte partout nicht enden.

Schließlich waren wir oben angekommen, doch die Besichtigung des Senders hatte ich verpasst, ich war zu spät, hatte ja auch nicht ahnen können, dass es so eine „Tortur“ werden würde.
Also ging es zum Bismarckturm, und von da per Auto zurück zum Bahnhof.

Insgesamt war es ein angenehmes Erlebnis, dank der netten Langenberger, denen ich begegnete.

Den Sender sehe ich mir ein anderes Mal an, und die Treppe nutze ich nun des öfteren für Fitnesstraining - rauf, runter, rauf, runter; mit besser eingestelltem Blutdruck.
Rocky Balboa lässt grüßen.

Immer wieder schön in Langenberg.

Blick von oberhalb der Treppe auf den Bahnhof Langenberg
Wandertag (Schule) in den 60er Jahren in Langenberg
Autor:

Ulrich Jean Marré, M.A. aus Essen-Ruhr

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