Musik, Tiere und leuchtende Laternen

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Am Sonntagnachmittag wurde es richtig eng auf den Bürgersteigen der Hauptstraße. Der elfte Martinsmarkt zog so viele Menschen an wie noch nie.
„Als wir morgens die Stände aufbauten, dachte ich, das wird nichts“, so Annelie Heinisch, die Sprecherin im Arbeitskreis Handel im Stadtmarketing. Doch als am Mittag alles stand und die Läden öffneten, verzog sich das trübe Novemberwetter, die Sonne kam zeitweise heraus und lockte die Besucher scharenweise in die Stadt. Sie bekamen richtig was geboten, alle Geschäfte, die offen hatten, lockten mit Aktionen und Sonderangeboten. Eine Band spielte an verschiedenen Stellen der Stadt und sorgte für gute Laune.
Auf dem Rathausplatz zeigten in drei kleinen Buden Schüler der Gesamtschule ihre Lichtobjekte, die sie aus gestiftetem Material des Stadtmarketings gebastelt hatten, die besten Arbeiten wurden prämiert. Neben Essen und Trinken gab es vor dem Rathaus einen kleinen Streichelzoo mit Schafen und – wie passend zum Martinsfest – Gänsen. Ganz Mutige hatten sogar die seltene Chance den Uhu „Bobu“ zu streicheln, den der Diplom-Biologe Wolfgang Kassemeck vorstellte. Wesentlich kleiner war der Turmfalke „Frodo“. Falkner Ingo Straßmann bot den Besuchern an, den Falken mal selbst auf die Hand zu nehmen, Schutz vor den spitzen Krallen bot ein dicker Lederhandschuh.
„Der ist ja gar nicht schwer“, stellte Siegfried Stoof fest, der staunte, dass so ein Greifvogel nur 200 Gramm wiegt. Zwischendurch sorgten andere Vögel für Aufmerksamkeit: In mehreren Schwärmen zogen hunderte Kraniche über Heiligenhaus hinweg ins Winterquartier nach Süden, zahlreiche Köpfe legten sich in den Nacken, um das kurze Naturschauspiel am Himmel zu verfolgen.
Und es gab auch ganz große Tiere, die begeisterten: Ludwig und Prinz. Die beiden Noriker-Wallache zogen unentwegt einen Berliner Pferdebus zum neueröffneten OBI-Markt in Hetterscheidt. Scheinbar mühelos trabten die Kaltblüter mit der Kutsche und bis zu 25 Fahrgästen durch die Stadt.
„Für den steilen Aufstieg haben wir allerdings einen Trick“, verriet Kutscher Erwin Borkenhagen. „Ein Geländewagen kommt vor die Kutsche, sonst wäre es doch zuviel für Pferde. Aber das Laufen in der Ebene macht denen nichts aus, das mögen die.“ Futter brauchten die beiden Apfelschimmel zwischendurch nicht.
„Die haben erst heute Abend im Stall richtig Appetit“, weiß der Züchter, der bereits vor Jahren bei einem Frühlingsfest mit den Pferden in Heiligenhaus war. „Die konnten sich tatsächlich noch an die Stadt erinnern“, stellte der Westfale aus Büren fest. „Die wussten genau, dass sie am Kirchplatz nach links müssen, und an der Wülfrather Straße wollten sich auch abbiegen, aber diesmal ging es ja geradeaus, da musste ich ein bisschen gegensteuern.“
Handelssprecherin Annelie Heinisch stellte zufrieden fest, dass zum Martinsmarkt unheimlich viel los war und die Umsätze gestimmt haben. Allerdings hätte sie sich gewünscht, dass mehr Besucher zu dem ökumenischen Gottesdienst gekommen wären. „Ich glaube, der Zeitpunkt war ein bisschen spät. Die Stände wurden schon abgebaut, da hatten viele keine Lust, noch länger zu bleiben.“
Für die Kinder war bereits der Freitag der Höhepunkt des Martinsmarktes. Die beiden Innenstadt-Grundschulen zogen über die Hauptstraße, auf dem Parkplatz an der Linderfeldstraße wurde ein Martinsfeuer abgebrannt.

Autor:

Janina aus dem Siepen aus Schwelm

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