Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr Velbert fand im Bürgerhaus statt

Im Historischen Bürgerhaus kam die Feuerwehr Velbert zur Jahresversammlung zusammen.
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  • Foto: Ulrich Bangert
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Kein Anlass zur Sorge: Dass am vergangenen Freitagabend zahlreiche Feuerwehrautos vor dem Historischen Bürgerhaus in Langenberg vorfuhren, war nicht etwa einem Einsatz geschuldet. Vielmehr traf sich die Freiwillige Feuerwehr Velbert zur Jahreshauptversammlung im Kulturzentrum der Senderstadt. Nach dem Rückblick auf ein arbeitsreiches Jahr 2017 nahmen dieses Mal Aufnahmen, Ernennungen und Beförderungen einen besonders breiten Raum ein. Musikalisch aufgelockert wurde der Abend durch den Musikzug der Feuerwehr.

Neben Vertretern der Politik war auch die Verwaltungsspitze prominent vertreten. So konnte der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Tobias Flentje-Meier, Bürgermeister Dirk Lukrafka, den Beigeordneten Gerno Böll - zugleich neuer Feuerwehrdezernent - sowie Jürgen Wosimski begrüßen, der seit Ende 2017 als neuer Leiter des Fachbereichs 4 "Bürgerdienste" für die Belange der Feuerwehr zuständig ist. Der Bürgermeister dankte in seinem Grußwort der Feuerwehr für die geleistete Arbeit und unterstrich die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den Brandschutz der Stadt.

26 Kinder gehören der Kinderfeuerwehr an

Mit Rücksicht auf das Alter der Neumitglieder wurde danach die erste Gruppe der Neuaufnahmen auf die Bühne gebeten und feierlich in den Reihen der Feuerwehr begrüßt: 26 Kinder gehören der im September gegründeten Kinderfeuerwehr an. Kinderfeuerwehrwart Daniel Soltysiak erläuterte kurz Zweck und Inhalt der neuen Nachwuchsorganisation. Lag bisher das Einstiegsalter mit zwölf Jahren bei der Jugendfeuerwehr, besteht für den Nachwuchs nun schon mit sechs Jahren die Möglichkeit, die Feuerwehr kennenzulernen, um später bei den "Großen" mitzumachen.

Der stellvertretende Wehrleiter Frank Kapuczinski gab anschließend mit einem Bildervortrag einen auszugsweisen Rückblick auf das Einsatzgeschehen in 2017. Einige Großeinsätze ragten heraus: Ein Gefahrstoff im Industriegebiet Röbbeck Anfang Mai, die Verpuffung, die am 25. Oktober das Umfeld einer metallverarbeitenden Firma an der Teichstraße erschütterte, sowie das Feuer in einem Wohnhaus an der Nevigeser Straße nur eine Woche später. Insgesamt zählte die Feuerwehr 181 Brandeinsätze und 699 Hilfeleistungen, bei den 80 Personen gerettet wurden. Im Rettungsdienst registrierte die Feuerwehr 12.140 Einsätze, darunter 5.864 Notfalleinsätze.

Umstellung auf Digitalfunk


Ein weiteres bedeutsames Ereignis gab es im Oktober: Nach 90 Jahren endete eine Ära, als der Notruf 112, der bislang in der Einsatzzentrale der Hauptfeuerwache einlief, auf die Kreisleitstelle in Mettmann aufgeschaltet wurde. Dieser obliegt seither auch allein die Alarmierung der Velberter Einheiten. Den Startschuss für die eigenständige Alarmierung der Velberter Einsatzkräfte hatte am 11. Juli 1927 die Einweihung der ersten Feuermeldeanlage der Schlossstadt gesetzt. Die Melder waren damals im Stadtgebiet und bei verschiedenen Firmen installiert. Mit der nun erfolgten Aufschaltung einher ging die Umstellung auf Digitalfunk, zunächst im Rettungsdienst, danach sukzessive bei den übrigen Einsatzfahrzeugen. Die Funkalarmierung der Einsatzkräfte war bereits vor rund zwei Jahren von Analog- auf Digitalfunk umgestellt worden. Ein besonderer Dank galt dem Projektteam um Torsten Groenewold, das die Aufschaltung, die ein Jahr Vorbereitungszeit erforderte, praktisch reibungslos bewerkstelligen konnte.

Auf- und Übernahmen, Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen

Für die noch anstehenden 33 Auf- und Übernahmen, über 70 Beförderungen, zwölf Ernennungen und 42 Ehrungen bekamen Tobias Flentje-Meier und Frank Kapuczinski Unterstützung durch die Einsatzbereichsführer Velbert-Mitte, Lars Dalbeck, und Langenberg, Jens Berker. So zählt die Feuerwehr mit Stichtag 31. Dezember 2017 insgesamt 669 Mitglieder, angefangen bei haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften über Kinder- und Jugendfeuerwehr, Unterstützungsabteilung, Musikzug und Ehrenabteilung.

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