Siegerentwurf für die Außenanlage in Neviges verknüpft den Bestand mit neuen Elementen
Viele Angebote im zukünftigen Schlosspark

Der Siegerentwurf sieht unter anderem viel Platz für Veranstaltungen vor dem Herrenhaus vor.
  • Der Siegerentwurf sieht unter anderem viel Platz für Veranstaltungen vor dem Herrenhaus vor.
  • Foto: wbp Landschaftsarchitekten GmbH
  • hochgeladen von Maren Menke

Die Neugestaltung der Außenanlage des Hardenberger Schlosses ist für viele Landschaftsarchitekten eine reizvolle Aufgabe. Über 30 Büros nahmen an dem planerischen Wettbewerb teil, nach zehnstündiger Sitzung kam die Jury aus Kommunalpolitkern, Verwaltungsmitarbeitern und Architekten zu einem Ergebnis.

Gewonnen hat der Entwurf der wbp Landschaftsarchitekten Bochum. „Wir möchten den Bestand mit neuen Elementen verknüpfen, der Plan wird den Ansprüchen der Naturlandschaft gerecht, der Platz vor dem Schloss sollte sehr offen sein, ein Rundweg zur Innenstadt war uns sehr wichtig“, so Geschäftsführerin Christine Wolf, die dem vierköpfigen Team aus ihren Büro zu dem Erfolg gratuliert.

Einklang mit
der Historie

„Uns hat überzeugt, wie das Thema Natur und Umwelt in Einklang mit der Historie gebracht wurde“, begründet Stadtplanerin Heike Möller die Entscheidung. „Der Schlosspark hat viele Nutzungsangebote, darunter Kinderspiele, das war uns sehr wichtig und gleichzeitig wurden die Veranstaltungen der KVBV berücksichtigt. Der Minigolfplatz kann weitermachen und zwar mit einem neuen Ansatz. Der Parkplatz verändert sich, da wird man prüfen müssen, wie man damit umgeht. Die Flutung des Wassergrabens ist bautechnisch nicht möglich und man wird sehen, was mit der Fläche zwischen Schloss und Vorburg passiert.“

Bezug zum
Naturerlebniszentrum

In der Öffentlichkeitsbeteiligung, die wegen der Pandemie digital durchgeführt wurde und an der 160 Bürger teilnahmen, gab es Anerkennung: „Die naturnahe Gestaltung mit dem Bezug zum Naturerlebniszentrum im Herrenhaus, die Angebote für alle Altersgruppen und der Rundweg wurden gelobt“, berichtet Katrin Neumann, die das Verfahren durchgeführt hatte. „Allerdings wurden die Alpakas für Erkundungstouren als zu pflegeaufwändig verworfen“, ergänzt sie. „Ach, das war ein Einfall, den ich hatte, als ich eine Wanderung machte und die Tiere zwischen Neviges und Tönisheide entdeckte“, entschuldigt sich Christine Wolf.

Radikale Lösungen

Den zweiten Platz belegt das Büro Pola Landschaftsarchitekten aus Berlin, für das die Inszenierung des Blickes ausschlaggebend war: „Wir möchten eine Bühne für den Hauptdarsteller – das Schloss – schaffen“, beschreibt Inhaber Jörg Michel seinen poetischen Ansatz. Platz drei ging an Querfeldeins – Landschaft, Städtebau, Architektur aus Dresden, mit radikalen Lösungen: So wurde die Entnahme der großen Bäume vorgeschlagen, ebenso wie eine Wildblumenfläche zwischen Vorburg und Schloss.

Längere Zeit
mit Baustellen

Heike Möller kündigt an, dass man nun in Verhandlungen mit dem ersten Preisträger zur Realisierung treten wird. „Die Planungen für den Umbau des Domparkplatzes wurden wegen des Wettbewerbs ausgesetzt, sie können nun mit den TBV fortgeführt werden. Wir müssen gucken, ob es dafür nicht Fördermittel aus Düsseldorf oder Berlin gibt.“ Die Planungsamtschefin rechnet damit, dass im kommenden Jahr die Bauarbeiten am Herrenhaus und Mühlengebäude beginnen. „Es wird längere Zeit Baustellen auf dem Gelände geben, aber die Vorburg wird immer erreichbar sein.“

Dirk Lukrafka:
"Gutes Zeichen
für Neviges"

Bürgermeister Dirk Lukrafka, für den die Jury-Sitzung ein schönes Erlebnis war, bezeichnet das Ergebnis als gutes Zeichen für Neviges. Er hofft, dass 2027 zur Internationalen Gartenbauausstellung Rhein-Ruhr alles fertig ist: „Da nehmen wir zwar nicht dran teil, aber vielleicht kommt doch der eine oder andere Besucher aus dem Ruhrgebiet zu uns.“

Die ersten drei Entwürfe werden auf der Homepage der Stadt Velbert vorgestellt: www.velbert.de

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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