Neues aus der Regenbogenschule in Neviges
Awo kümmert sich um die Mittags- und OGS-Angebote

Annika Brölsch, Gruppenleiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS), mit Kindern der dritten und vierten Klasse der Regenbogenschule in Neviges, die nach der letzten Schulstunde noch weiter betreut werden.
  • Annika Brölsch, Gruppenleiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS), mit Kindern der dritten und vierten Klasse der Regenbogenschule in Neviges, die nach der letzten Schulstunde noch weiter betreut werden.
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Durch eine Vergaberechtsänderung musste die Stadt Velbert für das neu angelaufene Schuljahr 2019/2020 die Trägerschaften für die Mittags-Betreuung und Offene Ganztagsschule (OGS) neu vergeben.

Während sich in den meisten Grundschulen dieselben Träger und Mitarbeiter wie zuvor um die Jungen und Mädchen kümmern, gibt es drei Einrichtungen, bei denen ein Wechsel stattfand. Die Regenbogenschule in Neviges ist eine davon. "Die Aufgaben, für die vorher die Bergische Diakonie zuständig war, werden nun von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) übernommen", informiert Arnfried Szymanski, Schulleiter.

Insgesamt 53 Jungen und Mädchen der ersten bis vierten Klasse sind hier aktuell für die OGS angemeldet, bleiben also bis 16 Uhr in der Einrichtung. 21 weitere Kinder nehmen die Mittags-Betreuung in Anspruch, bleiben somit bis 14 Uhr. "Wir konnten den Bedarf decken, haben sogar noch eine Hand voll Plätze frei", sagt der Rektor.

Trägerwechsel in drei Schulen

Ob Hausaufgabenbetreuung, kreative Angebote oder freies Spielen - die Zeit mit den sechs Mitarbeiterinnen rund um Gruppenleiterin Annika Brölsch wird abwechslungsreich gestaltet. "Wir haben neben Gesellschaftsspielen, einer großen Auswahl an Playmobil und Bauklötzen unter anderem auch Material fürs Kleben, Malen und Basteln mit an die Schule gebracht", informiert Brölsch, die mit dem Großteil ihrer Kolleginnen zuvor an der Grundschule Sontumer Straße für die OGS verantwortlich war. "Dort ist nun der SKFM zuständig", weiß Szymanski. "An dieser Schule war der Trägerwechsel notwendig, da sie zum kommenden Schuljahr mit der Albert-Schweitzer-Grundschule und der Ludgerusschule an den neuen Standort an der Kastanienallee zusammengelegt wird." Schon zu diesem Schuljahr habe man natürlich bewusst dafür gesorgt, dass alle den gleichen Träger haben. "Wie an allen Schulen, wurde auch hier ein Vertrag für fünf Jahre geschlossen." Die dritte Schule, bei der es zu einem Wechsel kam, ist die Evangelische Grundschule in Neviges.

Eltern waren zuvor skeptisch

"Vor den Sommerferien waren einige Eltern besorgt und wussten nicht so Recht, was sie von den Änderungen halten sollen", sagt der Schulleiter, der selber erstmal Absprachen mit dem Awo-Team treffen musste, um einen guten Ablauf gewährleisten zu können. "Wir haben gemeinsame Regeln festgelegt, ein gemeinsames Konzept erarbeitet und stehen natürlich im engen Austausch." Für die Schüler sei es unproblematisch gewesen, dass mittags nun neue Ansprechpartner vor Ort sind. "Neben uns sechs Fachkräften werden wir außerdem durch eine Küchenfee unterstützt", erzählt Annika Brölsch. "Sie wird von den Kindern sehr gemocht. Und so ist es nicht unüblich, dass die Schüler gerne bei Vorbereitungen für das Mittagessen helfen wollen." Dass die Tische im Anschluss gemeinsam abgeräumt und sauber gemacht werden, ist sowieso eine Selbstverständlichkeit.
Das warme Essen wird vom Unternehmen "Pro Gourmet" aus Düsseldorf geliefert. "Es gibt eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung", so Brölsch. "Freitags ist oft etwas mit Fisch dabei und regelmäßig können wir uns über leckere vegetarische Gerichte freuen." Mit Obst, Salaten und Nachtisch wird das kulinarische Angebot abgerundet. "Einige Schüler der Mittags-Betreuung haben kein Essen dazu gebucht, sie bekommen aber jeden Tag gesunde Snacks."

Änderungen bei den Beiträgen

Die neue Vergaberechtsänderung hat für Eltern zum Teil auch finanzielle Veränderungen mit sich gebracht. "Für Eltern mit niedrigem oder keinem Einkommen ist es günstiger beziehungsweise kostenlos geworden", erläutert Arnfried Szymanski. "Besserverdiener müssen etwas mehr zahlen als vorher. Und die Mittelschicht hat ähnliche Beiträge wie in den vergangenen Schuljahren." Für ihn ist es natürlich wichtig, dass sich die Kinder wohl fühlen und dass sie auch nach Schulschluss gefördert werden. "Wir achten darauf, dass die Jungen und Mädchen gewissenhaft ihre Hausaufgaben machen und erkennen, wenn es Probleme gibt", sagt die Mitarbeiterin der Awo. "Ist das der Fall, sprechen wir natürlich mit den Lehrern und überlegen, welche Unterstützung für den jeweiligen Schüler angebracht ist."

Vier Räume im Untergeschoss sowie eine Mensa und eine Bücherei im Erdgeschoss werden montags bis freitags nach Schulschluss und bis 16 Uhr für die Offene Ganztagsschule und die Mittags-Betreuung in Anspruch genommen. Bunt sind nicht nur die Räumlichkeiten, sondern auch das Inventar und das Spielzeug. "Das Feedback der Eltern ist positiv", freut sich Annika Brölsch.

Frühstücks-Gruppe ab 7 Uhr

Daneben gibt es an der Regenbogenschule in Neviges außerdem eine weitere Besonderheit: Die Frühstücks-Gruppe. "Dabei handelt es sich um eine vorschulische Betreuung ab 7 Uhr", informiert der Rektor. Rund 20 Kinder kommen jeden Morgen, um gemeinsam zu frühstücken und sich ein Pausenbrot zu schmieren. "Initiiert wurde das vor rund sieben Jahren, durch eine Kollegin." Diese sei zwar inzwischen im Ruhestand, doch eine andere Kollegin sowie engagierte ehrenamtliche Helfer - zum großen Teil Mütter ehemaliger Schüler - würden es aufrecht halten. "Wir sind die einzige Grundschule in der Region, die das anbietet und wurden dafür sogar schon ausgezeichnet."

Mehr zu dem Thema:https://www.lokalkompass.de/velbert/c-politik/neue-traeger-fuer-den-offenen-ganztag-in-velbert-stehen-fest_a1020822

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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