Bei der Übergabe der Spenden wurde das Ende begründet
Es gibt keine Velberter Operngala mehr

Heinz Schemken (links), Schirmherr der Velberter Operngala, und die Organisatoren Karl-Heinz Nacke (dritter von rechts) sowie Horst-Günter Ostholt (zweiter von rechts), konnten die Spenden der letzten Veranstaltung an Clemens Bender (zweiter von links), Claudia Freund (dritte von links) und an Andrea Kupatz überreichen.
  • Heinz Schemken (links), Schirmherr der Velberter Operngala, und die Organisatoren Karl-Heinz Nacke (dritter von rechts) sowie Horst-Günter Ostholt (zweiter von rechts), konnten die Spenden der letzten Veranstaltung an Clemens Bender (zweiter von links), Claudia Freund (dritte von links) und an Andrea Kupatz überreichen.
  • Foto: Ulrich Bangert
  • hochgeladen von Maren Menke

Bittere Nachricht für alle Freunde der anspruchsvollen Musik: Die sechste Operngala war zugleich die letzte ihrer Art.

Die Vorstellung im Mai zog nur 400 Besucher in die Apostelkirche, im Jahr zuvor waren es 550.
Organisator Karl-Heinz Nacke machte mehrere Gründe für diese bedauerliche Entwicklung verantwortlich. „Uns war nicht aufgefallen, dass Konfirmationen waren, der Konzert-Termin musste verschoben werden, wir kamen erst später in die Kirche, um die Tribünen aufzubauen und wir hatten andere zusätzliche Kosten.“ Diese widrigen Umstände taten der Qualität des Konzertes keinen Abbruch. „Diese sechste Gala war eine Granate, das war nicht mehr zu toppen“, schwärmte Mitorganisator Horst-Günter Ostholt.

Mit dabei war der Kinderchor von der Musik- und Kunstschule Velbert unter der Leitung von Rebecca Schäfer. „Es trieb mir die Tränen in die Augen“, erinnerte sich Karl-Heinz Nacke an die Aufführung, die den „Young Voices“ einen großen Zulauf bescherte. Die Männerchorgemeinschaft Velbert wurde bei den beiden Konzerten in der Apostelkirche durch den Männerchor Hochdahl unterstützt. Das war eine Doppelveranstaltung, denn einen Tag zuvor traten die beiden Chöre in Mettmann auf.
Der Hauptsponsor nahm immer eine bestimmte Menge Karten ab. Nun hat der sich anders orientiert - auch ein Grund, warum es die Velberter Operngala nicht mehr geben wird.

Durch Unicef-Konzerte inspiriert

Inspiriert zu diesem Musikereignis wurde Karl-Heinz Nacke durch die Unicef-Konzerte in der Historischen Stadthalle Elberfeld. Darüber kam er mit Heinz Schemken ins Gespräch. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete und Bürgermeister von Velbert hat immer die Kultur seiner Heimatstadt im Auge und meinte, dass es so was auch in Velbert geben müsste. Nacke nahm Kontakt mit den Verantwortlichen von Unicef auf und konnte erreichen, dass die Hälfte des Erlöses an Projekte in Velbert verteilt werden konnte, was zunächst für ein Konzert in der Christuskirche genehmigt wurde. Horst-Günter Ostholt übernahm den chorischen Teil, die Velberter Männerchorgemeinschaft trat mit dem Wülfrather Männerchor und internationalen Solisten auf.
„Trotz eines Champions League-Spiels kamen knapp 400 Zuhörer“, staunte Karl-Heinz Nacke. „Das war 2013. Im nächsten Jahr konnten wir Unicef den Erlös wieder 50 zu 50 Prozent abtrotzen, es kamen an die 600 Leute. Beim dritten Konzert mit den beiden großen Velberter Männerchören blieb kein Platz mehr frei. Es war ein geniales Konzert.“ Dann kam die neue Bauordnung, die besagte, dass die größte protestantische Kirche in Velbert nicht mehr für weltliche Veranstaltungen genutzt werden darf. Durch die Verbindungen von Pastorin Andrea Kupatz war es möglich, die Operngala von da an in der Apostelkirche durchzuführen.

Spendenübergabe in Velbert

Nackes Dank geht vor allem an Stephen Harrison von der Deutschen Oper am Rhein, der Solisten nach Velbert holte, an die sonst die Veranstalter vor Ort nicht gekommen wären.
Auch wenn die Enttäuschung über das Aus der Operngala groß ist, freuten sich die Empfänger der Spenden aus der letzten Veranstaltung. Mit je 350 Euro wird die kindermusikalische Arbeit der Gemeinde Dalbecksbaum und die Jugendarbeit des CVJM an der Apostelkirche unterstützt. Claudia Freund, Geschäftsführerin des Nevigeser Turnvereins, kann mit dem Geld das Mutter-und-Kind-Turnen fördern. Clemens Bender, der Vorsitzende des Allgemeinen Sportvereins Tönisheide, kann nun die Badmintion-Jugend neu aufstellen, die jetzt den Turnierbetrieb aufgenommen hat. Weitere Unterstützung erhalten darüber hinaus die „Young Voices“ der Musik- und Kunstschule.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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