Neubau an der Hauptstraße in Heiligenhaus
Neue Pläne fürs Alte Pastorat

Das "Alte Pastorat" an der Hauptstraße 185 in Heiligenhaus gehört für viele Bürger zu den markantesten Gebäuden in der Stadt. Obwohl es nicht denkmalgeschützt ist, ist es vielen Heiligenhausern ein großes Anliegen, es möglichst zu erhalten. Nun gibt es Pläne für einen Neubau, der im Herbst/Winter 2020 bezogen werden kann. Die alte Fassade soll dabei erhalten bleiben. Alice Thormählen fühlte sich - nachdem sie die alte Kiekert-Hauptverwaltung saniert hat - veranlasst, sich dieser Sache anzunehmen.
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  • Das "Alte Pastorat" an der Hauptstraße 185 in Heiligenhaus gehört für viele Bürger zu den markantesten Gebäuden in der Stadt. Obwohl es nicht denkmalgeschützt ist, ist es vielen Heiligenhausern ein großes Anliegen, es möglichst zu erhalten. Nun gibt es Pläne für einen Neubau, der im Herbst/Winter 2020 bezogen werden kann. Die alte Fassade soll dabei erhalten bleiben. Alice Thormählen fühlte sich - nachdem sie die alte Kiekert-Hauptverwaltung saniert hat - veranlasst, sich dieser Sache anzunehmen.
  • hochgeladen von Maren Menke

Nach langen Verhandlungen mit der Stadtentwicklungsgesellschaft - vertreten durch Bürgermeister Michael Beck und Siegfried Peterburs, Technischer Dezernent - hat Alice Thormählen das Grundstück zwischen Hauptstraße und Basildonplatz erworben.

 An dieser Stelle, an der derzeit das "Alte Pastorat" steht, soll bis Herbst 2020 ein Neubau mit Tiefgarage errichtet werden. Geplant ist ein viergeschossiges Bürogebäude mit Hotel- und Gastronomiebetrieb. "Ein Hauptmieter wurde auch schon gefunden", verkündete Michael Beck in der gestrigen Pressekonferenz. Dabei handelt es sich um "Pro Mobil - Verein für Menschen mit Behinderung". Ein langfristiger Mietvertrag zwischen Bauherrin Alice Thormählen, die in solchen Angelegenheiten von Gregor Todesco von der SIRO Treuhand GmbH vertreten wird, und Margit Benemann als Geschäftsführerin von "Pro Mobil" wurde bereits geschlossen.
Der seit rund 50 Jahren bestehende Verein, der seinen Hauptsitz an der Günther-Weisenborn-Straße 3 in Velbert hat, möchte nicht nur Büro- und Seminarräume in dem Neubau einrichten, sondern darüber hinaus einen Hotelbetrieb integrieren. "Wir möchten gezielt Quartiersarbeit für Menschen mit und ohne Behinderung betreiben", so Benemann. "Dafür haben wir lange nach geeigneten Räumlichkeiten gesucht." Mit Alice Thormählen und der Stadt Heiligenhaus habe man nun passende Partner gefunden.
"In dem neuen Gebäude werden alle Sozialen Dienste von ,Pro Mobil' zusammengeführt und Dienstleistungen auf kurzem Weg aus einer Hand gebündelt", so die Geschäftsführerin weiter. "Die Konzeptentwicklung des Hauses ist nicht starr, sondern soll in einem ständigen Entwicklungsprozess bleiben und sich ändernden Bedingungen und Strukturen flexibel anpassen können." Ein kleines inklusives und individuelles Hotel mit barrierefreien Unterkünften soll Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung schaffen. "So etwas gibt es im Nordkreis bisher nicht. Diese Lücke möchten wir schließen."
Auch die Hauptverwaltung des Vereins zieht mit um nach Heiligenhaus. Die Räumlichkeiten der bisherigen Hauptverwaltung in Velbert werden aber künftig weiter von "Pro Mobil" genutzt. Der Neubau in Heiligenhaus stellt eine Erweiterung des Vereins und seiner Angebote dar. 

Baubeginn ist im Frühjahr 2019

Mit dem Bau begonnen werden soll im Frühjahr 2019, im Herbst/Winter 2020 soll er bezugsfertig sein. "Der Bauantrag wird noch in diesem Jahr eingereicht", so Raimund Hölscher vom Architekturbüro "Schönborn + Hölscher". "Geplant ist ein viergeschossiges Gebäude mit einer Tiefgarage, die vom Basildonplatz aus ebenerdig befahren werden kann", erklärt der Architekt. "Was besonders entscheidend ist: Die Süd-Fassade des ,Alten Pastorats' werden wir erhalten." Das gesamte Gebäude zu erhalten sei wegen der heruntergekommenen Bausubstanz wirtschaftlich nicht möglich. "Auch der alte Giebel wird zunächst entfernt, schließlich aber originalgetreu wieder aufgebaut", informiert Hölscher.

Gebäude wird rollstuhlgerecht sein

Es wird ein in Gänze rollstuhlgerechtes Gebäude, versichert der Architekt, auch die Stufen, die aktuell überwunden werden müssen, um in das "Alte Pastorat" zu gelangen, wird es dann nicht mehr geben. "Die Fenster werden tiefer gezogen und es wird ein ebenerdiger Zugang ermöglicht. An dieser Stelle ist - zusätzlich zu den Mietflächen von "Pro Mobil", ein Gastronomiebetrieb geplant. "Die Außenterrasse wird also direkt vor der erhaltenen Süd-Fassade liegen", sagt Raimund Hölscher. Einen konkreten Mieter gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Die große Kastanie, die links vor dem Gebäude steht, wird ebenfalls erhalten, habe sie doch einen prägenden Charakter. Die Hotelzimmer werden in den Obergeschossen liegen, natürlich ist Barrierefreiheit hier ebenfalls gewährleistet.
"Wir können uns als Stadt sehr glücklich schätzen, eine Bürgerin wie Alice Thormählen zu haben, der das Wohl und das Stadtbild von Heiligenhaus am Herzen liegen", sagt der Bürgermeister, der in dem Projekt einen großen Gewinn sieht.

Zu Pro Mobil:
- Gegründet aus einer Elterninitiative heraus ist "Pro Mobil" heute ein großer und kompetenter Dienstleister im Kreis Mettmann und darüber hinaus.
- Inklusive Kindertagesstätten, teilstationäre Wohngemeinschaften, ein ambulanter Pflegedienst, Jugend- und Familienhilfe - all dies zählt zur breitgefächerten Angebotspalette.
- Auch politisch setzt sich "Pro Mobil" für Inklusion ein und fordert die Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

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