Velberter Autorin Farina Graßmann
Aus dem Leben der Frösche

Warten und Beobachten sind die Disziplinen bei der Naturfotografie, die diese Velbertin beherrscht.
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  • Warten und Beobachten sind die Disziplinen bei der Naturfotografie, die diese Velbertin beherrscht.
  • Foto: Farina Graßmann
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Velberter Autorin Farina Graßmann legt zweites Buch mit Amphibien-Porträts vor.

In ihrem ersten Buch "Wunderwelt Totholz" aus dem pala-verlag erzählte Farina Graßmann Geschichten aus einer verborgenen Welt aus Totholz. Nun widmet sich die Velberter Autorin und Naturfotografin dem Thema Amphibien.

"Wunderwelt heimische Amphibien"

"Wunderwelt heimische Amphibien" lautet der Titel ihres neuen Werkes, für das sich die 26-Jährige teilweise auf weite Reisen durch Deutschland begeben hat. Alle 20 in Deutschland natürlicherweise heimischen Amphibienarten stellt sie vor und gibt Anregungen für ihren Schutz, ob auf der Straße, im Garten oder in der Landschaft.
Denn der Naturschutz ist der Fotografin genauso wichtig, seitdem sie nach ihrem Abitur damit begonnen hatte, sich mit der Amphibienwelt "vor unserer Haustür" zu beschäftigen. "Wir beuten die Natur sehr intensiv aus", erklärt sie. Damit hätten auch die Amphibien zu kämpfen, zu wenig Flora, zu viele Gifte, und große landwirtschafztliche Maschinen stellen eine Gefahr für sie dar.
Unken, Kröten, Salamander - wie schaffte sie es, diese Amphibienporträts mit teils faszinierenden Fotos zusammen zu stellen?

Alpensalamander und Geburtshelferkröte

"Wir haben hier schon einen reichhaltigen Schatz im Bergischen Land", sagt Graßmann, "aber für einige Arten musste ich in die Ferne reisen und hatte dadurch die Möglichkeit, auch die verschiedenen Lebensräume der Amphibien kennenzulernen."

Der Alpensalamander lebt, wie der Name schon sagt, eher in den Bergen - für diesen ist sie in die bayrischen Alpen gereist. Doch da man ihn nicht einfach so antrifft, brauchte die Naturfotografin mehrere Anläufe, um diesen auch fotografieren zu können. "Der Alpensalamander zeigt sich nur bei Regenschauern", erklärt sie, "denn Amphibien brauchen Feuchtigkeit und nehmen diese nicht über die Nahrung, sondern über die Haut auf." Auch für die Bildung eines bestimmten Sekrets sei die Feuchtigkeit wichtig. Eine weitere Reise führte sie in die Döbritzer Heide vor Berlin. "Teilweise war ich Woche für Woche unterwegs, um die einzelnen Arten zu fotografieren", erzählt die Autorin. Und auch vor der Haustür war sie Nacht für Nacht auf der Lauer, um endlich einmal die hier heimische Geburtshelferkröte vor die Linse zu bekommen. Letztlich dauerte die intensive Arbeit fürs Buch rund zwei Jahre.
Warten und beobachten sind somit wichtige Voraussetzungen für Graßmanns Bucherfolg. Aber ihr sind auch die Geschichten, die mit den Arten verbunden sind, wichtig, "um die Menschen zum Staunen zu bringen", sagt sie.
Wer sich also für Unken mit herzförmigen Augen, Kröten mit Fesselkünsten und für Frösche, die ihre Farbe wechseln, interessiert, der ist mit diesem Buch sicher gut beraten.

Graßmanns zweites Buch handelt von teilweise heimischen Amphibien. Foto: privat
  • Graßmanns zweites Buch handelt von teilweise heimischen Amphibien. Foto: privat
  • Foto: Farina Graßmann
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Übrigens dürfte die Autorin einigen Velbertern durchaus bekannt sein, denn sie wird oft auch als Referentin für Naturschutzthemen oder für Waldwanderungen gebucht.
Das Buch kostet 19,90 Euro und ist zu bestellen unter www.farinas-fotokunst.de.

Autor:

Harald Landgraf aus Dinslaken

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