„Spielwiese für kleine Wesen!“
Grundschule Max & Moritz in Nierenhof nimmt ein großes Projekt in Angriff

Pflanzarbeiten: Lena, Amelie und Loreley sind mit Eifer bei der Sache.
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  • Pflanzarbeiten: Lena, Amelie und Loreley sind mit Eifer bei der Sache.
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Spielen erlaubt. Und das nicht nur für die Schüler der Grundschule Max & Moritz in Nierenhof. Auf Initiative des Fördervereins der Schule und mit viel „gärtnerischer Power“ haben sich Lehrer, Schüler, Förderverein und der Bürgerverein Velbert-Nierenhof (BVN), mit Unterstützung der Technischen Betriebe Velbert (TBV), ein Ziel gesetzt: Das grüne Außengelände der Schule soll ‚aufgepimpt' werden. Aber nicht nur für die Schüler der Schule, auch alle anderen Kinder sind eingeladen hier ihre Freizeit zu verbringen.

von Astrid von Lauff

Ein Unterrichtsmorgen an der Grundschule Max & Moritz in Nierenhof. Doch die Schüler der 3b sitzen nicht in ihrem Klassenzimmer, sie tummeln sich bei schönstem Frühlingswetter auf der Wiese vor ihrer Schule. Mit viel Elan wird gegraben, gepflanzt und gewässert. Unterstützt werden sie hierbei von engagierten Eltern und ihrer Klassenlehrerin Petra Schroeder. Sie freut sich über die große Motivation ihrer Schützlinge. „Alle Schüler sind begeistert bei der Sache. Zu sehen, wie mit ihrer Hilfe eine neue Spielfläche für die Allgemeinheit entsteht, macht ihnen nicht nur Spaß, es macht sie auch ein bisschen stolz.“

„Deilbachstrolche“

Rückblickend habe die grüne Außenfläche rund um die Schule und den angrenzenden Kindergarten „Deilbachstrolche“ schon einige Entwicklungen erlebt. „Als vor Jahren die U3-Betreuung in der Kita eingeführt wurde, musste das teilweise gemeinsam genutzte Außengelände neu strukturiert werden. Spielbereiche mussten zum Schutz der Kleinsten neu eingeteilt werden, Zäune entstanden – das machte das Gelände nicht attraktiver.“

Max und Lennart zeigen vollen Einsatz Foto: von Lauff
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Mit den Jahren seien natürlich auch die Spielgeräte in die Jahre gekommen. „Spielwiese für kleine Wesen“ nannte die Lehrerin die umfangreiche Projektmappe, mit der sich die Schule an die Stadt Velbert wandte. Mit großzügiger Unterstützung der Stadt habe sich das Bild und die Attraktivität des gesamten Geländes seither grundlegend geändert. Die Technischen Betriebe legten Pflanzrinnen an, pflanzten große Bäume und die vom Förderverein gesponserten Spielgeräte wurden fachmännisch angebracht. Blumenbeete, Staudengewächse, Wege, eine Tischtennisplatte, ein Reck, Sitzgruppen und vieles mehr, machen das Außengelände der Schule inzwischen zu einem „Wohlfühlort“, der für alle Altersklassen und Spielbedürfnisse etwas parat hat. „Renaturierung“ sei ein wesentlicher Bestandteil des Projekts, so Schroeder.

Auch Insekten und Vögel sollen sich wohlfühlen

„Schließlich sollen sich ja alle ‚kleinen Wesen‘, also Kinder, Insekten und Vögel hier wohlfühlen. Die große gepflegte Rasenfläche ist natürlich toll, dazu viele blühende Pflanzen und Kräuter. Alle Sinne werden angesprochen. Die zahlreichen Bäume dienen als Schattenspender und ein Weiden-Tunnel wurde angelegt. Der Spielfantasie ist keine Grenze gesetzt.“ Alle Schulklassen seien an dem Projekt beteiligt und auch die Garten-AG, unter fachmännischer Leitung von Mechthild Köhncke, trage einen wichtigen Teil zum Gelingen bei. Max und Lennart heben mit dem Spaten gerade eine weitere Grube für eine Staude aus, während Lena, Amelie und Loreley, bunte Blumen und Sträucher pflanzen. „Das macht Spaß und man merkt gar nicht, dass wir in der Schule sind, so Amelie, die auch zu Hause gerne im Garten hilft. Doch „Schule“ ist es schon, was die Schüler hier machen. „Bei diesem Projekt geht es viel um Teamwork. Wir erstellen gemeinsam einen Arbeitsplan nach dem Motto: ‚Wer macht mit wem was?‘. Auch, wenn es nach Spaß aussieht, über ökologische Zusammenhänge, Pflanzenarten und deren Pflege erfahren die Schüler viel Wissenswertes. Außerdem geht es um Verantwortung, denn wer mit Spaten, Harke und Spitzhacke manövriert, muss wissen, wie er damit umgeht“, so die Lehrerin. Im Unterricht werde das Ganze natürlich auch noch einmal aufgearbeitet. Das Zusammenspiel der zahlreichen Akteure, an dessen Ende ein sichtbares Ergebnis stehe, sei für die Schüler darüber hinaus sehr lehrreich.

„Eine tolle Initiative vor unserer Haustüre, die wir natürlich sehr gerne unterstützen, schließlich haben alle Kinder des Ortes etwas davon“, so Anna Michalski, Vorstandsmitglied des BVN.

Schüler, Lehrer, Eltern der Grundschule Max & Moritz: Viele Akteure unterstützen das Projekt "Spielwiese für kleine Wesen". Foto: von Lauff
  • Schüler, Lehrer, Eltern der Grundschule Max & Moritz: Viele Akteure unterstützen das Projekt "Spielwiese für kleine Wesen". Foto: von Lauff
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Ermöglicht wurde die üppige Bepflanzung beispielsweise durch die Unterstützung des Raifeisenmarktes Langenberg und der Bommerholzer Baumschule. Lehrer, Schüler, Förderverein, Bürgerverein und die Unterstützung der Stadt, haben die Umsetzung des Projekts letztendlich ermöglicht. „Eine tolle Initiative vor unserer Haustüre, die wir natürlich sehr gerne unterstützen, schließlich haben alle Kinder des Ortes etwas davon“, so Anna Michalski, Vorstandsmitglied des BVN. Bis zum Herbst, hoffen alle Beteiligten, sei die „Spielwiese für kleine Wesen“ fertiggestellt. Bis dahin sei dann auch das von Gelsenwasser gesponserte „Grüne Klassenzimmer“ nutzbar und einer Unterrichtsstunde im Freien stehe nichts mehr im Wege. Positives Fazit für die Schüler ist sicherlich: Wenn etwas Spaß macht, lernt es sich am besten.

Autor:

Harald Landgraf aus Dinslaken

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