Bilder zeigen Wärmelecks

Evelyn Hillebrand (links) und Susanne Berger (rechts) von der Verbraucherzentrale lassen sich mit der Fachbereichsleiterin Kerstin Plambeck mit einer Thermografiekamera ablichten. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Bilder.
  • Evelyn Hillebrand (links) und Susanne Berger (rechts) von der Verbraucherzentrale lassen sich mit der Fachbereichsleiterin Kerstin Plambeck mit einer Thermografiekamera ablichten. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Bilder.
  • Foto: Ulrich Bangert
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Ungewöhnliche Erinnerungsfotos wurden im Heiligenhauser Bürgerbüro aufgenommen. Von den aufgenommenen Personen waren nur die Umrisse des Kopfes zu erkennen, dafür gab es große farbige Flächen. Die roten Stellen zeigten, wo der Körper besonders warm ist.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale führte mit einer Wärmebildkamera eindrucksvoll vor, wie Thermografie funktioniert. Mit ähnlichen Kameras, die allerdings wesentlich leistungsfähiger sind und deshalb so viel wie ein gut ausgestatteter Mittelklassewagen kosten, lassen sich Wärmelecks am Haus aufspüren.
„Viele Hausbesitzer klagen über zu hohe Heizkosten, fragen sich aber nicht, woher das kommt“, weiß Susanne Berger, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale. „Heizenergie geht verloren, das kann zahlreiche Ursachen haben. So beispielsweise an der Heizkörpernische, weil dort das Mauerwerk dünner ist, das kann an den Geschossdecken geschehen, weil dort unterschiedliche Materialien zusammenkommen oder auch an Rolladenkästen.“ Mit einer professionellen Thermografie kann man diesen Schwachstellen auf die Spur kommen.
„Der Thermograf kommt in der Nacht nach vorheriger Absprache vorbei und macht Aufnahmen von allen Seiten des Hauses“, beschreibt Susanne Berger. „Das funktioniert nur nachts, denn die Außentemperatur darf höchstens bei fünf Grad liegen, die Innentemperatur muss mindestens 20 Grad sein, wir brauchen also eine Differenz von 15 Grad“, erklärt Evelyn Hillebrand von der Verbraucherzentrale. „Deshalb läuft die Aktion auch nur bis Ende März.“ Das Angebot richtet sich an private Hausbesitzer und wird im Rahmen des Projektes Energiewende von der Europäischen Union, dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Kreis Mettmann und der Stadt Ratingen gefördert.

Für 165 Euro erhält der Hauseigentümer die bunten Fotos mit einer entsprechenden Beratung. „Die Fotos sind nicht selbsterklärend“, warnt Susanne Berger, weshalb ein Fachmann mit den Hauseigentümern die Ergebnisse überprüft und aufzeigt, wie sich Wohnung und Haus energetisch optimieren lassen und welche Sanierungsmaßnahmen sich gegebenenfalls rechnen.
Übrigens: „Auch einem Schimmelproblem kann man durch Thermografie auf die Spur kommen“, ergänzt Evelyn Hillebrand.

Autor:

Lokalkompass Niederberg aus Velbert

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