Aktion im Kreis Mettmann
Gutes Raumklima auch bei Regenwetter

Einfache Thermo-Hygrometer geben Aufschluss über das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.
  • Einfache Thermo-Hygrometer geben Aufschluss über das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.
  • Foto: Foto: Kreis Mettmann
  • hochgeladen von Claudia Jung

Wer richtig lüftet, spart nicht nur Energie, sondern lebt auch gesünder. Schon mit ein paar einfachen Tricks lässt sich ein gutes Raumklima schaffen sowie die Bildung von Schimmel verhindern.

Kurzes Lüften im Winter

„Dauerhaft gekippte Fenster bei geöffneten Thermostatventilen sind die denkbar schlechteste Form des Lüftens“, sagt Peter Wobbe-von Twickel vom Kreis Mettmann. „Sinnvoller ist immer eine intensive Stoßlüftung bei geschlossenen Thermostaten, um den Energieverbrauch nicht drastisch in die Höhe zu treiben.“ Wobbe-von Twickel empfiehlt in der Heizperiode unterschiedliche Lüftungszeiten: "Im tiefen Winter reichen mehrmals täglich vier bis sechs Minuten. Der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen ist in dieser Jahreszeit so hoch, dass durch die daraus resultierende Thermik die Raumluft sehr zügig ausgetauscht wird. Außerdem hat die kalte Außenluft nur wenig Feuchtigkeit.“
Unterstützend wirke immer eine Querlüftung, also die Öffnung von gegenüberliegenden Fenstern. Vor und nach der klirrenden Kälte des Winters, wenn die Außentemperaturen zwar noch die Heizung forderten, der Temperaturunterschied zwischen Innen und Außen aber nicht mehr ganz so groß ist, seien zwölf bis 15 Minuten Fensteröffnen optimal.

Lüften bei Regenwetter

„Besonders über das Lüften bei Regenwetter gibt es sehr widersprüchliche Aussagen", so Wobbe-von Twickel. "Sicher ist jedoch, dass Luft, je wärmer sie ist, mehr Wasser aufnehmen kann – die Angabe der Luftfeuchtigkeit ist also relativ zur Temperatur. Wird bei Regen das Fenster geöffnet, kommt feuchte, aber eben auch kalte Außenluft in die Wohnung. Im Raum wird sie erwärmt, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit rapide abfällt und die Luft somit trockener wird. Daher trägt selbst Regenluft zur Reduzierung der Raumfeuchtigkeit bei."

Kostenlose Raumklimakarten anfordern

Aufschluss über das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung geben im Handel erhältliche einfache Thermo-Hygrometer oder die kostenlosen Raumklimakarten des Kreises Mettmann (im Scheckkartenformat zur überschlägigen Bestimmung des Raumklimas). Interessierte können die Karte kostenfrei beim Amt für technischen Umweltschutz des Kreises Mettmann, Goethestraße 23 in 40822 Mettmann, anfordern oder per E-Mail an altbauneu@kreis-mettmann.de. Weitere Infos finden sich auch auf der Homepage des Kreises Mettmann.

Autor:

Claudia Jung aus Velbert

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