Tipps zum richtigen Verhalten beim Spaziergang
Kleiner Hunde-Knigge

Tina Pätzold mit Australian-Shepherd Hündin Nele und Chihuahua Mia.
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  • Tina Pätzold mit Australian-Shepherd Hündin Nele und Chihuahua Mia.
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.Der beste Freund des Menschen ist ja bekanntlich der Hund. Damit das auch so bleibt, gilt es vor allem im Umgang mit anderen Vierbeinern und Menschen einige wichtige Regeln zu beachten. Hundetrainerin und Verhaltensberaterin Tina Pätzold gibt Tipps, wie es mit dem Umgang klappt.
"Vermehrt wird mir seit einiger Zeit von Freunden und Bekannten zugetragen, dass es auf den vermeintlichen Hundewiesen in Velbert und Heiligenhaus öfters zu Beißvorfällen kommt durch freilaufende Hunde", erzählt die 53-Jährige. "Allgemein gilt ja die Leinenpflicht, das sollte jedem Hundehalter bekannt sein. Trotzdem passiert es selbst mir als Hundetrainerin, dass wir von freilaufenden Hunden bedrängt werden. Das ist so nicht hinzunehmen." Sie appelliert gerade jetzt an mehr Rücksichtnahme und Empathie sowohl gegenüber den Mitmenschen als auch -tieren und gibt ein paar Tipps, wie man sich draußen mit dem Hund richtig verhält.
"Das Problem sind in den meisten Fällen die Halter, nicht die Hunde", erzählt Tina Pätzold, die seit fünf Jahren als mobile Hundetrainerin in der Umgebung unterwegs ist. "Die schätzen oftmals Situationen oder auch ihr Tier nicht richtig ein, was zu Problemen mit anderen Spaziergängern führen kann. Es ist sicher kein Ding, wenn der Hund beim Spaziergang an bestimmten Stellen nicht die ganze Zeit angeleint ist. Das geht aber nur dann, wenn er die Basissignale wie ,Sitz', ,Platz' und ,Bleib' beherrscht und auf Rückrufe reagiert." Denn natürlich gebe es auch immer Menschen oder andere Hunde, die Angst haben. Auf die gelte es besondere Rücksicht zu nehmen, ein simples "Mein Hund tut nichts" reiche da nicht aus.
"Man sollte immer auch im Auge behalten, dass es Gründe geben kann, warum andere Hunde angeleint sind. Vielleicht sind sie krank oder läufig und sollen so von ihren Artgenossen separiert werden. Auch dafür sollten Hundebesitzer Verständnis aufbringen." Beziehungsarbeit, um den eigenen Hund einschätzen und lesen zu können, gehöre zum A und O. "Das können Suchspiele oder das Laufen über Baumstämme sein, Möglichkeiten gibt es viele", erklärt Tina Pätzold weiter. "Zuerst werden die Übungen zu Hause und dann auch vor der Tür absolviert. So entsteht gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Wenn ich mich dann später auch beim Spaziergang mit meinem Hund beschäftige, ist er voll auf mich fokussiert und interessiert sich gar nicht erst für andere Spaziergänger. Das Problem ist, dass viele Menschen oftmals aber mit ihrem Handy oder anderen Dingen beschäftigt sind. Da holt sich der Hund seine Aufmerksamkeit eben woanders und das kann dann auch mal beim Kräftemessen mit anderen Fellnasen sein." Für grundlegend hält Tina Pätzold auch die positive Bestärkung, die ein Vierbeiner beim Rückruf erhalten sollte: Das können Leckerchen oder auch Spielzeuge sein. "Der Hund sollte die Rückkehr zum Halter mit Freude verbinden, dann hört er viel besser als wenn er angeschrien wird." Denn ähnlich wie Kinder spiegeln Hunde aggressives Verhalten und geben das dann auch an ihre Umwelt weiter. Tipps für Mensch und Hund, die Opfer eines solchen Verhaltens werden, hat Tina Pätzold ebenfalls.
"Gut ist es, wenn man sich groß und breit macht und den Hund wegschickt. Man kann sich auch zwischen die Tiere stellen, damit es gar nicht erst zu gewalttätigen Attacken kommen kann und vielleicht ein paar Leckerchen in die entgegengesetzte Richtung werfen. Natürlich ist es ganz wichtig, auch die Halter direkt anzusprechen und aufzufordern aktiv zu werden. Falls es dann doch mal zu einem Angriff kommt, sollte man sich immer Namen und Adresse des Gegenübers geben lassen, falls ein Tierarztbesuch notwendig wird. Und wenn alles nichts nutzt, auf jeden Fall Polizei und Ordnungsamt informieren. Die wissen auch, ob Hund und Halter vielleicht schon einmal auffällig geworden und weitere Schritte angebracht sind." Damit es gar nicht erst so weit kommt, appelliert Tina Pätzold aber nochmal an gegenseitigen Respekt und freundliches Miteinander. "So klappt es mit dem Hund und auch den Menschen gleich viel besser."

Tina Pätzold mit Australian-Shepherd Hündin Nele und Chihuahua Mia.
Beziehungsarbeit ist im Umgang mit den Vierbeinern besonders wichtig. Fotos: Pätzold
Autor:

Janina aus dem Siepen aus Hattingen

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