Nachbarschaftsprojekt "Am Berg" geht weiter: Treffen am 8. Mai

Zum zweiten Nachbarschaftstreffen laden ein (von links): Ehrenamtlerin Monika Ostholt, Pfarrer Yury Babych, Elisabeth Selter-Chow von der Bergischen Diakonie, Presbyterin Gisela Papenheim, Melanie Reschke vom SKFM und Andrea Kupatz, Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Dalbecksbaum.
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  • Zum zweiten Nachbarschaftstreffen laden ein (von links): Ehrenamtlerin Monika Ostholt, Pfarrer Yury Babych, Elisabeth Selter-Chow von der Bergischen Diakonie, Presbyterin Gisela Papenheim, Melanie Reschke vom SKFM und Andrea Kupatz, Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Dalbecksbaum.
  • hochgeladen von Annette Schröder

Themen des Projekts: Straßenfeste, Tauschbörse, gemeinsam etwas unternehmen

Das Nachbarschaftsprojekt "Am Berg" geht weiter: Am Dienstag, 8. Mai, findet um 18.30 Uhr ein zweites Treffen in der Apostelkirche statt. Hier sollen Ideen konkretisiert werden wie eine Tauschbörse, Straßenfeste oder eine Kreativwerkstatt.

Im großen Saal der Apostelkirche an der Jahn-/Ecke Wichernstraße werden Tische gedeckt und Kisten mit Gemüse und anderen Lebensmitteln hereingetragen – die ehrenamtlichen Helfer bereiten sich auf den wöchentlichen Tafel-Termin vor. Doch beim Gespräch im Pavillon geht es nicht um Wohltätigkeit oder Gemeindearbeit, sondern um die neue "Nachbarschaftswerkstatt".

Ideen austauschen und Kontakte knüpfen

Braucht man so etwas? Offensichtlich ja, denn schon beim ersten Treffen im Februar kamen 50 Interessierte, um Ideen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. "Manche kennen ihre Nachbarn gar nicht oder kaum", sagt Elisabeth Selter-Chow von der Bergischen Diakonie. "Man lebt heute nicht mehr so ortsgebunden, sondern in größerer Mobilität." Aber alle wünschen sich auch Sicherheit im eigenen Wohnquartier und eine möglichst hohe Lebensqualität.
Deshalb hat die evangelische Gemeinde Velbert-Dalbecksbaum unter dem Motto "Gute Nachbarschaft fällt nicht vom Himmel" das Projekt ins Leben gerufen. Um möglichst viele Menschen zu erreichen wurden auch die Stadtteilzentren mit ins Boot geholt. "Wir unterstützen das Projekt und können zum Beispiel helfen, die tatsächlichen Bedarfe zu klären. Wer braucht was: jemanden zum Wäsche bügeln oder zum Babysitten?", sagt Melanie Reschke, Sozialarbeiterin beim SKFM, die unter anderem im Stadtteilzentum West und im BiLo arbeitet.
Es gab schon viele Ideen, jetzt soll es konkreter werden. Vor allem geht es vielen darum, gemeinsame Aktivitäten zu organisieren, eben etwas zusammen zu unternehmen: Spaziergänge oder kleine Ausflüge machen, zusammen feiern und Freizeitinteressen teilen. Eine Tauschbörse soll ins Leben gerufen werden. Hier geht es jedoch nicht um das Tauschen von Dingen, sondern von Dienstleistungen im weitesten Sinne: Hilfe beim Wäsche bügeln, Fenster putzen, Hunde ausführen, Hausaufgaben betreuen und so weiter.
Desweiteren sollen Kontakttreffen organisiert werden wie ein Café, ein Klön-Treff oder Diskussionsrunden. Und eine Kreativwerkstatt könnte entstehen, in der gemeinsam gebastelt, gestrickt, gemalt oder repariert wird.
"Viele sind auch an der Sicherheit im Stadtteil interessiert. Wir wollen keine dunklen Ecken hier", sagt Selter-Chow. Deswegen ist auch zum Beispiel ein Treffen mit einem Bezirksbeamten geplant.

In der Nachbarschaft etwas zusammen machen

"Wir möchten aber vor allen Dingen, dass die Menschen, die hier leben, Spaß daran entdecken, in der Nachbarschaft etwas zusammen zu machen", betont Andrea Kupatz, Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Dalbecksbaum. "Wir als Gemeinde möchten die Türen öffnen für nachbarschaftliche Projekte und unterschiedliche Leute zusammenbringen."
Pfarrer im Probedienst Yury Babych sieht die Nachbarschaftswerkstatt auch als eine Art sozialer Vorsorge. Viele leben mittlerweile alleine, nicht nur die Alten. "Hier können sich Menschen begegnen und etwas gegen die zunehmende Vereinsamung tun."

 Das zweite Treffen der Nachbarschaftswerkstatt "Am Berg" findet am Dienstag, 8. Mai, von 18.30 bis 20 Uhr im Saal der Apostelkirche, Wichernstraße 1, statt.
 Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Niederberg. 

Zum zweiten Nachbarschaftstreffen laden ein (von links): Ehrenamtlerin Monika Ostholt, Pfarrer Yury Babych, Elisabeth Selter-Chow von der Bergischen Diakonie, Presbyterin Gisela Papenheim, Melanie Reschke vom SKFM und Andrea Kupatz, Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Dalbecksbaum.
Pfarrerin Andrea Kupatz: "Wir möchten als Kirchengemeinde die Türen öffnen für nachbarschaftliche Projekte und unterschiedliche Leute zusammenbringen."
Autor:

Annette Schröder aus Bochum

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