Rollsportclub Neviges (RSC)
50 aufregende Jahre

Zuletzt verzauberte der RSC 2019 mit "Alice – märchenhafte Zauberwelt" das Publikum in der Sporthalle Birth.
Foto: Ulrich Bangert
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Rollsportclub Neviges (RSC) gilt heute als sportliches Aushängeschild der Stadt Velbert. In diesen Tagen blickt der Rollsportclub Neviges (RSC) auf eine bewegte, fünfzigjährige Geschichte zurück. Neben den sportlichen Erfolgen prägen seit fast drei Jahrzehnten vor allem die großen Schaulaufveranstaltungen wie „Tabaluga und Lilli“ das Image des RSC.

Von Reinhard Lüdeke

Die Annalen berichten, dass „mutige Rollsportfreunde“ den Club im März 1972 aus dem „Rad-Roll- und Motorsportverein Tönisheide 04“ gründeten. Zur Geburtsstunde in der Tönisheider Schankstätte „Zum Bahnhof“ zählte die Vereinsliste 28 Mitglieder; im dortigen Saal wurde zunächst trainiert, nachdem zuvor Tische und Stühle aus dem Weg zu räumen waren. Wochen später durfte der RSC erstmals in der Halle An der Maikammer die Rollen heißfahren. Der Verein wuchs schnell, auf 72 Mitglieder allein in den ersten Monaten – davon 34 aktive Läufer, die zum Trainieren auf Hallen bis nach Wuppertal-Heckinghausen oder Essen auswichen. Entlastung – zumindest bei trockenem Wetter – brachte die 1987 nach jahrelangem Hin und Her gebaute Freiluft-Rollschuhbahn auf dem Regenrückhaltebecken am Schloß Hardenberg, deren Bau erstmals 1961 beantragt und 1975 vom RSC erneut vorgeschlagen wurde.

Bahn am Schloss ist Geschichte

Die Bahn am Schloss ist längst Geschichte, die Maikammer aber bis heute, neben dem Sportzentrum Röbbeck und den Hallen in Birth und an der Fontanestraße, einer von vier Trainings-Standorten in Velbert. Letztere kann, weil Flüchtlingsunterkunft, derzeit allerdings nicht genutzt werden. „Trainiert wird in verschiedenen Kategorien“, erläutert Jessica Liehr. Das reicht von den Erstlingen, die noch ohne figürliche Elemente durch die Halle rollen, über die Anfänger, die schon auf eine eigene Musik laufen, Frei-, Figuren- und Kunstläufer bis zum Nachwuchs: „Wir haben rund 30 Wettkämpferinnen am Start“, berichtet die 19-Jährige. Sie bildet, neben Norbert Lemiesz als „altem Hasen“, mit sieben jungen Kolleginnen, die zumeist auch noch aktiv sind, den Trainerstab und holte jetzt beim „Recki-Pokal“ in Recklinghausen selbst mit Carolin Baust und Juli Lungwitz die ersten Plätze in ihren Kategorien: „Laura Vossgätter hat mit Michelle Loreen Bauer und Katja Köhler bei den Figurenläuferinnen sogar die ersten drei Plätze abgeräumt“, freut sich die junge Velberterin, „und das beim zweiten Turnier nach zwei Jahren Pause!“

Schaulaufen - "Tabaluga und Lilli"

Eine weitere Sparte ist das Schaulaufen, das seit der Premiere von „Tabaluga und Lilli“ im Dezember 1995 ein fester Bestandteil im Jahresprogramm ist: „Der nächste Termin steht schon fest“, sagt Teresa Sieper, in fast 40 Jahren Läuferin, Trainerin und nun vornehmlich Organisatorin. Nachdem die Veranstaltung 2020 ganz ausfiel und 2021 nur im kleinen Kreis für die Eltern stattfand, ist eine Neuauflage von „Alice – märchenhafte Zauberwelt“ nun am ersten Novemberwochenende in der Birther Halle geplant – an zwei Tagen mit jeweils weniger Zuschauern, angepasst an die aktuelle Corona-Lage. Dabei werden auch die „Gruftis“ in die Halle rollen, verrät Diana Ruhland: „Bei uns ist zwischen vier Jahren und Ende 50 jedes Alter vertreten“, fügt die Vorsitzende des RSC hinzu. Sie konnte sich in letzter Zeit über einige Neuzugänge freuen: „Vor Corona waren es 120 Mitglieder, jetzt sind es wieder 86. Wir waren aber schon bei 70.“ Jungs sind allerdings weiterhin nicht vertreten. „Wir hatten früher einige in unseren Reihen. Heute laufen bei uns nur noch die Mädchen“, bedauert die Wülfratherin.
Am Samstag versammelt sich der Verein zur Jahreshauptversammlung in der Sporthalle Birth: „Danach wird gefeiert“, kündigt Diana Ruhland an, mit einer Überraschung für die Nachwuchssportler.

Wer beim RSC Neviges mitmachen möchte, kann sich bei Diana Ruhland melden: Telefon 0172/8991503.

Autor:

Harald Landgraf aus Dinslaken

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