Im Forschungslabor

Von rechts: Diplom-Ingenieur Christian Marré und Besucher.
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  • hochgeladen von Maren Menke

Das Institut für Sicherungssysteme (ISS), 2009 als Forschungsinstitut der Uni Wuppertal an der Velberter Talstraße gestartet, kümmert sich um Grundlagenforschung in der Sicherungstechnik. Für viele Unternehmen der Region Velbert/Heiligenhaus hat dies eine hohe Bedeutung: Themen wie Energieeffizienz, Vernetzung und mechatronische Systeme rücken in der Schlossindustrie immer stärker in den Blickpunkt.
Das Netzwerktreffen der Schlüsselregion bot für die Mitglieder des Vereins nun die Möglichkeit, sich über die Arbeit des Instituts zu informieren. Institutsleiter Prof. Dr. Kai-Dietrich Wolf stellte den 70 Besuchern die Forschungsfelder des ISS vor, zeigte die Laborräume und informierte über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Universität und Unternehmen, damit Forschungsergebnisse zu Innovationen führen. So forscht das Institut beispielsweise an elektronischen Schließsystemen, die bislang ihre Energie aus einer Batterie beziehen. „Was wäre, wenn wir eines Tages ohne die Batterien auskommen würden?“, fragte Wolf. Das Institut forsche daran, ob die erforderliche Energie auch mit dem Drücken der Türklinke erzeugt werden kann.
Im zweiten Teil des Treffens ging es um die Frage, wie sich Unternehmen vor Wirtschaftsspionage schützen können. Spionage-Experte Wilfried Karden vom Innenministerium des Landes NRW appellierte eindringlich an die Unternehmen der Schlüsselregion, die Gefahren von Wirtschaftsspionage nicht zu unterschätzen. „Umfragen zeigen, dass über ein Drittel der Unternehmen in NRW bereits von ungeklärten Verdachtsfällen betroffen waren“, so Karden. Beim Verlust von Betriebsgeheimnissen in sensiblen Bereichen könne das schnell existenzgefährdend werden.
„Die Methoden sind sehr unterschiedlich“, erläuterte Karden. Klassische Gefahrenquellen sind unzureichend geschützte IT-Systeme, die über das Internet oder durch Manipulationen vor Ort angegriffen werden. Hundertprozentiger Schutz gegen solche Angriffe sei fast unmöglich, so Karden. Wichtig sei, das sensible Wissen im Unternehmen zu identifizieren und mit einer Mischung aus technischen Mitteln, Organisationsmaßnahmen und Wachsamkeit so gut wie möglich zu schützen, war daher seine Empfehlung.

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