Rappelzappelkiste betreut Kinder im Heiligenhauser Club

Jedes vierte Kind unter drei Jahren wird in NRW außerhalb des Elternhauses betreut. Entweder in einer Kita, bei einer Tagesmutter oder in einer Großtagespflegestelle.

Seit Januar 2011 gibt es die „Rappelzappelkiste“ im Heiligenhauser Club. Die beiden Sozialpädagoginnen Andrea Schneider und Helga Stellmann haben sich zu Tagesmüttern qualifizieren lassen und bieten die Betreuung von bis zu neun Kindern in familiärer Atmosphäre an. „Unser jüngstes Kind war fünf Monate alt. In der Regel bleiben die Kinder bei uns, bis sie in die Kita überwechseln“, sagt Schneider.
Die 48-Jährige ist selbst Mutter von drei Kindern. Als das dritte auf die Welt kam, suchte sie eine Alternative zu ihrem alten Beruf und kam auf die Idee, als Tagesmutter zu arbeiten. Eine Großtagespflegestelle findet sie klasse, weil sie nicht alleine, sondern im Team arbeitet. Und das seit August 2013 mit Helga Stellmann. „Wir ergänzen uns gut“, haben die beiden Frauen festgestellt - und das nicht nur in puncto Kindererziehung.
Beiden ist wichtig, dass sie viel Zeit mit den Kindern an der frischen Luft verbringen. Und so wird jeden Morgen gegen 10 Uhr die ganze Bande angezogen und es geht in die nähere Umgebung rund um den Club, auf den Spielplatz, manchmal stehen auch Ausflüge zum Abtskücher Teich oder in den Herminghauspark auf dem Programm.
In der Rappelzappelkiste stehen drei Räume zur Verfügung. Neben einem kombinierten Schlaf- und Bewegungsraum gibt es einen Ess- und Aufenthaltsraum mit jeder Menge Spielzeug. Von der Küche bis zum Kaufmannsladen ist hier alles zu finden. Der dritte Raum dient als Wickelraum. Die Räume wurden mit Fördermitteln des Landes NRW und Unterstützung der Stadt Heiligenhaus kleinkindgerecht und liebevoll gestaltet.
„Wir bieten Betreuung in den Kernzeiten von 8 bis 16 Uhr, gehen aber flexibel auf den Bedarf der Eltern ein“, sagt Stellmann. Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es an die frische Luft. Pünktlich um 12 Uhr steht das Mittagessen auf dem Tisch, das in den meisten Fällen von der Schulmensa der gegenüberliegenden Gesamtschule kommt. „Die Eltern schließen eigenhändig einen Vertrag mit der Mensa ab“, erklärt Schneider.
Nach dem Mittagessen steht Schlafen auf dem Programm, danach wird gespielt, gebastelt und getobt.
Sieben Kinder werden im Moment in der Großtagespflegestelle betreut, darunter auch Geschwisterkinder. „Eine gute Alternative für junge Kinder, denn sie haben ausreichend Spielkameraden und soziale Kontakte, und sind dabei in familiärer Atmosphäre gut aufgehoben“, sagt Schneider.
Die buchbare Stundenanzahl richtet sich nach dem tatsächlichen Bedarf der Eltern und wird, wie bei allen Tagesmüttern in Heiligenhaus, von der Stadt in Fünf-Stunden-Schritten abgerechnet. Die beiden Tagesmütter sind in der Interessengemeinschaft „Tagesmütter Heiligenhaus“ organisiert, vernetzt, arbeiten selbständig und unterstehen der Aufsicht des Jugendamtes.uKontakt: Andrea Schneider, Tel. 0157/53467359

Autor:

Miriam Dabitsch aus Velbert

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