Trauriger Tod in der Gülle-Grube

Zur Personensuche entwickelte sich gestern abend ein Tier-Notfall, zu dem die Feuerwehr um 20.12 Uhr alarmiert worden war. Auf einem Hof an der Nierenhofer Straße war aus bislang ungeklärter Ursache ein Pferd in die über zwei Meter tiefe Güllegrube hinter dem Wohnhaus gestürzt.

Die Einsatzkräfte, die Minuten nach der Alarmierung bei dem verunglückten Tier eintrafen, konnten jedoch nichts mehr für das völlig regungslose Pferd tun, das sich wohl schon längere Zeit mit dem Kopf unter der Jaucheoberfläche befand. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass der 75-jährige Hofbesitzer nicht auffindbar war. Angehörige berichteten besorgt, dass er nach Entdecken des Pferdes sehr aufgeregt und dann verschwunden war. Sie hatten vermutet, daß er möglicherweise Gurte holen wollte, um selber zu versuchen, das Tier aus der Grube zu befreien. Ihre Suche nach dem Velberter in Haus, Stallungen und Hof blieb jedoch erfolglos.

Da aufgrund der vorgefundenen Lage nicht auszuschließen war, dass der Vermisste ebenfalls in die Güllegrube gestürzt war und sich nun möglicherweise unter dem toten Pferd befand, wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um die mehrere Dutzend Kubikmeter fassende Anlage leerzupumpen. Neben einem Landwirt aus der näheren Umgebung, der mit einem Güllefaß anrückte, und dem Saugwagen eines Entsorgungsunternehmens wurde auch ein Winterdienst-Fahrzeug der Technischen Betriebe (TBV) angefordert, das die abschüssige Zufahrt zu der Güllegrube räumen und streuen sollte. Parallel dazu schwärmten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in die nähere Umgebung aus, um nach dem Senior zu suchen.

Just als die angeforderten Spezialfahrzeuge gerade eingetroffen waren, konnte eine der Streifenwagenbesatzungen der Polizei Entwarnung geben: Sie hatte den Velberter, der wohl bei einem weiter entfernten Nachbarn Hilfe holen wollte, in einiger Entfernung des Hofes wohlbehalten auf einem Feld entdeckt. Die Pumpaktion war damit zum Glück überflüssig geworden. Nach Absprache mit dem Inhaber sollte das tote Pferd am heutigen Freitagmorgen, 18. Januar, durch einen Abdecker geborgen werden. Nachdem sie die Grube gesichert hatten, konnte die Feuerwehr den Einsatz daher nach drei Stunden beenden.

Autor:

Lokalkompass Niederberg aus Velbert

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