Untersuchung: Damit es nicht mehr kracht - Kommission nahm Unfallschwerpunkte im Kreis Mettmann ins Visier

Foto: Archiv/Polizei

Die Unfallkommission des Kreises Mettmann hat Örtlichkeiten, an denen es vermehrt zu Verkehrsunfällen kam, näher ins Visier genommen.

Ziel dieser Unfalluntersuchung ist die Verhinderung von Straßenverkehrsunfällen und damit die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Mit den Auswertungen sollen Unfallhäufungsstellen im Straßennetz frühzeitig erkannt und Zusammenhänge zwischen dem Unfallgeschehen und baulichen und/oder verkehrlichen Gegebenheiten des Unfallortes einschließlich seiner Umgebung festgestellt werden.

Folgende Schwerpunkte wurden für die Stadt Velbert herausgearbeitet.

Schlossstraße/Schwanenstraße: In den vergangenen drei Jahren ereigneten sich hier 21 Unfälle. Es kam zu Zusammenstößen von Fahrzeugen aus der bevorrechtigten Schwanenstraße mit querendem Verkehr aus beiden Richtungen der Schlossstraße. Die Fahrbahnfläche der abknickenden Vorfahrt erschien der Unfallkommission zu weiträumig. Der Verkehr soll enger und besser sichtbar geführt werden. Daher ist die Mittelmarkierung der abknickenden Vorfahrt Richtung Norden zu versetzen und parallel die Kurve mit einer Sperrfläche einzuengen. Zudem sollen die Verkehrszeichen „Gefahrenstelle“ mit dem Zusatzzeichen „Unfallgefahr“ aufgestellt werden. Aus der nördlichen Schwanenstraße heraus ist das Stoppzeichen zu erneuern.
Auf der Werdener Straße ereigneten sich in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt zehn Unfälle. Dabei waren vier schwerverletzte und zwei leichtverletzte Personen zu beklagen. Nässe, Dunkelheit, Fahruntüchtigkeit, aber auch nicht angepasste Fahrweise spielten dabei eine Rolle. Bei einer Prüfung der Fahrbahndecke wurde festgestellt, dass die Griffigkeit der Straßenoberfläche im Grenzbereich lag. Da sich dies auf die Fahrsicherheit und Haftung auswirkt, wurde die Fahrbahndecke durch den Landesbetrieb Straßen.NRW bereits erneuert.

Auf der beampelten Kreuzung Heiligenhauser Straße/Ernst-Moritz-Arndt-Straße/Zur Sonnenblume kam es im Jahr 2011 zu 15 Unfällen. Die schwer- und leichtverletzten Personen waren das Ergebnis aus Unfällen mit Fußgängern und Radfahrern, die mit einem Auto zusammenstießen. Die Stadt Velbert hat aktuell die Erneuerung der dortigen Ampeln geplant. Dies sollte zu einer besseren Erkennbarkeit der Signale führen. Einhergehend sind die Markierungen im Kreuzungsbereich nun aufzufrischen.

An der Kreuzung Langenberger Straße/Sontumer Straße ereigneten sich im Jahr 2011 insgesamt vier Unfälle mit erheblichem Sachschaden. Hier kam es zu Zusammenstößen von auf der Langenberger Straße geradeaus Richtung Oststraße fahrenden Fahrzeugen mit Linksabbiegern in die Sontumer Straße, da für die Linksabbieger keine separate Linksabbiegespur aufmarkiert ist. Die Unfallkommission beschloss, die markierungstechnische Neugestaltung des Straßenraums zwischen Ost- und Sontumer Straße mit entsprechender Linksabbiegespur für den Kfz-Verkehr in die Sontumer Straße.

Im Jahr 2011 ereigneten sich an der Kreuzung Haberstraße/Industriestraße/Siemensstraße insgesamt fünf Unfälle mit zwei schwerverletzten und vier leichtverletzten Personen. Aus der Haber- und Industriestraße herausfahrend werden Linksabbieger und Geradeausverkehr auf zwei Spuren parallel geführt. Dies führt zu Sichteinschränkungen. Die Stadt Velbert prüft sowohl die jeweilige Einziehung der Linksabbiegespur als auch die dortige Aufmarkierung einer Querungshilfe. Ebenfalls ist auf wucherndes Grün im Kreuzungsbereich zu achten und dieses gegebenenfalls zurückzuschneiden.

Dürerstraße/Poststraße: An der beampelten Kreuzung ereigneten sich drei Unfälle mit zwei schwerverletzten und einer leichtverletzten Person. Dabei handelt es sich um Fußgänger, welche die Dürerstraße queren und dabei von Linksabbiegern aus der Poststraße übersehen werden. Die Unfallkommission beschloss hier die Installation eines gelben Zusatzblinkers für Fußgänger.
Sechs Unfälle ereigneten sich an der Kreuzung Von-Humboldt-Straße/Einsteinstraße/Grünheide. Die Unfallkommission beschloss, sämtliche Fahrbahnmarkierungen im Kreuzungsbereich zu erneuern. Zudem soll es aus der Einsteinstraße ausfahrend keine Spuraufteilung mehr geben.

Langenberger Straße/Metallstraße/Eickheisterstraße: Hier gab es im Jahr 2011 zehn Unfälle. Die Unfälle verteilten sich über die gesamte beampelte Kreuzung. Es sollen daher die verblassten Markierungen im Kreuzungsbereich ausgebessert werden.

An der Kreuzung Siebeneicker Straße/Goethestraße gab es im Jahr 2011 vier Unfälle mit zwei leichtverletzten Personen. Linkseinbieger aus der Goethestraße kollidierten mit dem von Westen kommenden Verkehr auf der Siebeneicker Straße. Die Blockmarkierung auf der Goethestraße ist kaum noch erkennbar, sie ist zu erneuern.
Einige der Unfallhäufungspunkte wurden bereits entschärft und das Unfallrisiko konnte hier gesenkt werden.

Autor:

Lokalkompass Niederberg aus Velbert

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