Blotschenball: So viele Besucher kamen noch nie

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Einen furiosen Start legte der 207. Blotschenball hin: Mehrere hundert Menschen drängten sich in und um das Festzelt.

Am Laupendahler Weg kam gefühlt halb Heiligenhaus und halb Kettwig zusammen. Lag es daran, dass die Kultrockband „Claymore“ im wahrsten Sinne des Wortes ein Heimspiel hatte oder lag es am Wetter, das Isenbügel mit einem spätsommerlich mildem Abend verwöhnte? Auf jeden Fall ist der Freitagabend zu einem beliebten Treffpunkt geworden. „Hier sieht man Leute, von denen man lange nichts gehört hat“, stellten viele fest. Das war auch der Grund, warum Isabell Kastner, die seit Jahren in Bangkok wohnt, einen Italienaufenthalt nutzte, um einen Abstecher zu den Eltern zu machen. Die ehemalige Blotschentanzkönigin genoss das Treffen mit alten Bekannten.
Im Zelt begeisterte „Claymore“. „Die sind diesmal viel besser drauf als beim Heiligehauser Stadtfest“, stellten die Fans fest, die keine Mühe hatten, den Keltenrockern etliche Zugaben abzugewinnen. Nach einer kurzen Verschnaufpause sorgte „Thunder and Lightning“ für Party bis nach Mitternacht.

Die Besucher
feierten bis halb vier

„Die letzten gingen um halb vier“, stellte Franz-Josef Artz fest, Vorsitzender des ausrichtenden Bürgervereins. „Da tut es schon gut, dass es am Samstag ruhiger zuging.“ Da waren vor allem die Kinder der Adolf-Clarenbach-Schule gefragt, die zu Gunsten der Erhaltung der Dorfkirche Runde und Runde beim Sponsorenlauf zurücklegten.
Der Sonntag begann traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst, gestaltet von der Pfarrerin Kerstin Düsterhöft und Rektor Stefan Ottersbach von der Kettwiger Begegnungstätte Sankt Altried.
Eng wurde es in dem Zelt, als die Kinder von Grundschule und Kindergarten einzogen. Natürlich wurde der „Isenbügeler Blotschentanz“ aufgeführt, selbstverständlich hatten die Kinder dabei Holzschuhe an den Füßen.
Daneben wurde Altbekanntes in neuer Form präsentiert: „Der Herr von Ribbeck zu Ribbeck im Havelland“ wurde gerappt, während die Großelterngeneration das Gedicht leise mitsprach - gelernt ist gelernt.

Die Schlossstadtsänger waren sehr gut drauf

Nach den Kindern wurden die Schlossstadtsänger empfangen. Die kamen nicht direkt aus der Nachbarstadt, sondern von einer Sängertour an der Ahr, entsprechend gut waren die Jungs auch drauf.
Anschließend spielten Werner Heinrichs und Uschi Forsyth zum Blotschentanz auf. „Wir möchten die Erwachsenen wieder mit Blotschen auf die Tanzfläche kriegen, deshalb verzichten wir auf Rheinländer und Polka und den Preistanz“, so Franz-Josef Artz.
Seine Erwartung erfüllte sich. „Der Bann ist gebrochen: Es trauten sich wieder einige Paare mit Blotschen zu tanzen. Es gibt sogar schon Zusagen für das nächste Jahr.“
Einen großen Dank richtet der Bürgervereinsvorsitzende an die Isenbügeler Handwerker: Die sponserten nicht nur die Bands am Freitag, sie versorgten an allen Tagen die Besucher mit Getränken. Nach den Tänzen am Sonntag hatten die Handwerker ein großes Kinderfest auf die Beine gestellt. An selbst gebauten Spielständen hatten die Jüngsten viel Spaß, während die Großen den Blotschenball bei Kaffee und Kuchen ausklingen ließen. Mit der Verteilung der Tombolapreise fand das gelungene Fest langsam sein Ende.

Autor:

Miriam Dabitsch aus Velbert

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