In vier Jahren zieht das Klinikum Niederberg um
Helios stellte die Neubaupläne vor

Sie betrachten mit Vorfreude die Visualisierungen zum Neubau für das Helios Klinikum Niederberg: Klinik-Geschäftführer Niklas Cruse (von links), Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, der Ärztliche Direktor Markus Bruckner und Heiligenhaus' Bürgermeister Michael Beck.
  • Sie betrachten mit Vorfreude die Visualisierungen zum Neubau für das Helios Klinikum Niederberg: Klinik-Geschäftführer Niklas Cruse (von links), Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka, der Ärztliche Direktor Markus Bruckner und Heiligenhaus' Bürgermeister Michael Beck.
  • Foto: Ulrich Bangert
  • hochgeladen von Maren Menke

Ende April wird der Bauantrag gestellt, in vier Jahren wird das Helios Klinikum Niederberg in einen Neubau ziehen.

Bei der Vorstellung der Neubaupläne erinnerte Velberts Bürgermeister Dirk Lukrafka daran, dass die beiden Trägerstädte Velbert und Heiligenhaus die Investition in einen Neubau nicht hätten stemmen können, weshalb 2015 der Verkauf des Klinikums beschlossen wurde. „Helios hatte damals das überzeugendste Paket geliefert, wir haben es bis jetzt begleitet und freuen uns, wenn das so realisiert wird.“

Drittgrößte Verkauf eines Krankenhauses

Der Deal war keine Kleinigkeit: „Das ist der drittgrößte Verkauf eines Krankenhauses in Deutschland gewesen“, berichtete der Heiligenhauser Bürgermeister Michael Beck. „Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir als größtes Krankenhaus im Kreis Mettmann haben“, versicherte daher Klinikums-Geschäftsführer Dr. Niklas Cruse und kündigte an: „Wir werden 100 Millionen Euro in Stein und modernste Technik investieren. Das wird ein Gemeinschaftswerk von Helios und Vamed, beides Töchter von Fresenius.“

Umzug erfolgt 2024

Weil die beiden Unternehmen des Gesundheitskonzern bereits mehrfach gezeigt haben, dass sie so etwas können, ist Cruse sehr zuversichtlich, dass man im Kosten- und Zeitplan bleibt: „Ende 2023 ist der Neubau fertig, der Umzug erfolgt 2024 en bloc.“ Der Neubau wird also auf der großen Wiese hinter dem Bestandsgebäude entstehen, die Baumaßnahmen werden so abgestimmt, dass der Krankenhausbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird. So werden die Baufahrzeuge über den Wirtschaftshof mit der Energiezentrale anfahren. „Die bliebt erhalten“, informiert Thilo Semisch von der Vamed-Projektsteuerung. Ebenso wird die Küche weitergenutzt: „Die wurde 2008 auf Vordermann gebracht.“ Die Cafeteria, die jetzt im Untergeschoss ein Schattendasein pflegt, wird ans Tageslicht geholt.

Kurze Wege und enge Verzahnung der Bereiche

Trotz des Neubaus mit seinen offenen Raumstrukturen und viel einfallendem Licht, sollen viele Grünflächen erhalten bleiben. Kurze Wege und eine enge Verzahnung der einzelnen Bereiche sichern demnächst eine optimale Patientenversorgung ab und werden die interdisziplinäre Zusammenarbeit stärken. „Das Erdgeschoss wird sich in zwei Hälften teilen: Links ist die Notfallambulanz, auf der rechten Seite vom Haupteingang kommt das komplette Elektiv-Geschäft, wo einbestellte Patienten zu den Sprechstunden kommen oder aufgenommen werden können." Im ersten Obergeschoss finden sechs Operationssäle Platz, dazu zwei Eingriffsräume für die Urologie. „Das sind im Prinzip voll ausgestattete OPs“, merkte Dr. Markus Bruckner an. „Angrenzend sind die Herzkatheterlabore sowie Intensivstation und Überwachungsräume“, ergänzte der Ärztliche Direktor.
Im zweiten Obergeschoss kündigt Niklas Cruse die „perfekte Versorgung für Mutter und Kind“ mit vier Kreißsälen und der pädiatrisch-neonatologischen Abteilung an. Die Psychiatrie wird sich auf rechten Gebäudeseite über drei Etagen erstrecken, die mit einem eigenen Treppenhaus verbunden werden, mit direktem Zugang zum Therapiegarten.Die dritte und vierte Etage werden reine Betten-Stationen, auch Komfortzimmer und eine Privatstation wird es geben.

„Gesundheitscampus Niederberg“

Niklas Cruse schwärmte vom künftigen „Gesundheitscampus Niederberg“, er verwies auf die Partner in der Nachbarschaft: „Professor Koch hat sein Gebäude mit Fachärzten erweitert, das sind unsere Kooperationspartner, jetzt sogar mit einer Apotheke.“
Der Neubau bietet eine Bruttogrundfläche von 32.700 Quadratmetern. Die Gesamt-Bettenzahl gegenüber heute bleibt nahezu gleich: von den 475 Betten sind 355 für körperliche und 120 für psychiatrische Krankheiten vorgesehen.

Autor:

Maren Menke aus Velbert

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