Mann stößt Frau "aus reiner Mordlust" in Voerde vor Zug - 34-Jährige verstirbt vor Ort - Haftbefehl gegen 28-Jährigen erlassen - Beileidsbekundungen und Spendenaktion auf Facebook
Stadt Voerde: "Für uns alle ist unbegreiflich, wie ein Mensch hierzu im Stande sein kann."

„Täter und Opfer kannten sich vor der Tat nicht; es gab auch keine Kommunikation und keinen Streit zwischen den beiden“, so die Polizei Duisburg in einer Mitteilung.
  • „Täter und Opfer kannten sich vor der Tat nicht; es gab auch keine Kommunikation und keinen Streit zwischen den beiden“, so die Polizei Duisburg in einer Mitteilung.
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"Für uns alle ist unbegreiflich, wie ein Mensch hierzu im Stande sein kann." - Rat und Verwaltung der Stadt Voerde sprechen den Angehörigen des Opfers ihr tiefes Mitgefühl aus und bedanken sich bei allen Voerder Bürgern für ihre Solidaritäts- und Beileidsbekundungen.

Am Samstagmorgen hatte der 28-Jährige Jackson B. die 34 Jahre alte Anja N. vom Bahngleis am Bahnhof in Voerde vor den einfahrenden Regionalexpress RE19 Richtung Düsseldorfer Hauptbahnhof gestoßen. Alle Versuche, die Frau zu reanimieren, schlugen fehl. Sie starb noch am Unfallort. Anja N. hinterlässt ihren Ehemann, den sie erst im Vorjahr geheiratet hatte, und eine 13 Jahre alte Tochter. „Meine Frau wurde heute ermordet. Sie wurde vor einen Zug geschubst, von einem Fremden ohne Grund“, wird der Ehemann auf bild.de zitiert.

Weil mehrere Fahrgäste, allen voran ein 31-jähriger Iraker, den Täter festhielten, konnte er noch vor Ort festgenommen und später dem Haftrichter vorgeführt werden. Am Sonntag dann wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft, so schreibt es Focus online, soll der in Deutschland geborene Serbe aus Hamminkeln "heimtückisch und aus Mordlust" gehandelt haben.

Schnell stellte sich heraus: Der Mann, laut Rheinischer Post verheiratet und Vater von zwei Kindern, ist kein unbeschriebenes Blatt - im Gegenteil. Er war nicht nur der Polizei bekannt, sondern versetzte auch die Nachbarn und Bewohner im Hamminkelner Stadtteil Brünen immer wieder in Angst und Schrecken. Mehrfach war er Thema in sozialen Netzwerken. Zur Tat geäußert habe sich der 28-Jährige bisher nicht. Die Beweislast sei jedoch erdrückend.

Schnell hatte sich die Nachricht dieser unfassbaren Tat auch in den sozialen Netzwerken herumgesprochen und bekunden nicht wenige auch heute noch ihr herzlichstes Beileid. Userin BeaMell Reinhardt hat zudem die "Spendenaktion für die Hinterbliebenen einer langjährigen Freundin" ins Leben gerufen. Innerhalb von zwei Tagen haben bisher 130 Menschen insgesamt 3.950Euro gespendet. Mit dem Geld sollen die Tochter und der Rest der Familie unterstützt werden.

Gleichzeitig kam die Idee auf, einen Trauermarsch für die Verstorbene zu organisieren. Noch ist aber nichts Konkretes bekannt.

Autor:

Lisa Peltzer aus Dinslaken

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