"Gegen das Vergessen"

Inhalt der Fahrt war die Auseinandersetzung mit der Geschichte des sogenannten „Stammlagers“, ein Erinnern an die Opfer, und ein Versuch zu verstehen.^ Foto: Schule
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„Dass Auschwitz sich nicht wiederhole“. - Voerder Schüler verarbeiten in einem anspruchsvollen Programm ihre Eindrücke aus dem Konzentrationslagern Auschwitz I und II.
Am Montag, 6. Juni, 19 Uhr, findet in der Aula des Gymnasiums Voerde die Präsentation des diesjährigen Projektkurses „Gegen das Vergessen“ statt.
Eine Woche in Auschwitz leben? Dem Ort, namensgleich mit dem ehemaligen Vernichtungslager, in dem hunderttausende Menschen getötet wurden. Ist das möglich, kann man das ertragen?
Der Projektkurs „Gegen das Vergessen“ am Gymnasium Voerde hat die Gedenkstätte Auschwitz als Ziel gewählt, um sich mit der Erinnerung an die Vergangenheit auseinander zu setzen.
22 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von drei Lehrern haben eine Woche in der Jugendbegegnungsstät-te in Oswiecim /Auschwitz verbracht. Inhalt der Fahrt war die Auseinandersetz-ung mit der Geschichte des sogenannten „Stammlagers“, ein Erinnern an die Opfer, und ein Versuch zu verstehen. Schwer vorstellbar, aber die Stadt Auschwitz grenzt tatsächlich unmittelbar an das ehemalige KZ, das heute ein vielbesuchtes Museum ist.
Das Programm der Schülergruppe bestand aus Besuchen der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Museums-Ausstellungen, die die Geschichte der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung, den Alltag und die Vernichtungsmaschinerie dokumentieren, verdeutlichen das Leiden der unzähligen Opfer und die Brutalität der Verfolgung.
Viele Fotos vertieften die Eindrücke, zeigen Menschen, die nicht überleben konnten. Dokumente sowie die persönlichen Gegenstände, die bei dem Eintreffen im Lager abgegeben werden mussten, geben den Opfern ein Gesicht. Sie ermöglichen ein Einfühlen in das Leiden der Verfolgten.
Beeindruckt von der Weitläufigkeit des Lagers Birkenau, zusammen mit den noch wenigen Aufenthaltsbaracken, die im damaligen Zustand restauriert wurden, wurde Geschichte lebendig. Die Erinnerung an diese Vergangenheit wach zu halten, war nach diesem Besuch ein Anliegen aller Schüler.
Aufmerksame Zuhörer hatte das Zeitzeugengespräch mit Vaclav Dlugoborski, einem der Überlebenden von Auschwitz, das, so die Schüler, eine besonders
bedeutsame Erfahrung für sie war.
Auschwitz hat für jeden der Teilnehmer „ein Gesicht“ bekommen. Mit dem Wunsch, das Erlebte weiter zu geben, kehrten die Schüler zurück. Die Eindrücke, die die Schüler in Auschwitz gesammelt haben, präsentieren Sie nun der Öffentlichkeit.

Autor:

Günter Hucks aus Dinslaken

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