Kanal-TÜV (Dichtheitsprüfung) für alle kommt jetzt doch! Wahlversprechen gebrochen!

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Vor der Wahl ist nicht nach der Wahl

Mit der "trügerischen Ruhe" an Rhein und Ruhr ist es nun endgültig vorbei!
siehe: http://www.derwesten.de/politik/nrw-regierung-plant-nun-doch-kanal-tuev-fuer-alle-id7100919.html !

Für viele Bürger in NRW war das Thema Dichtheitsprüfung (DHP) bereits entschieden und anscheinend auch schon abgeschafft. Nun kommt es genauso wie vor der Wahl von den Bürgerinitiativen prognostiziert: Es gibt nur eine Verlängerung der Fristen – alle müssen prüfen – nichts bleibt mehr übrig von dem Wahlkampfversprechen von Hannelore Kraft, dass nach Ansicht der SPD Ein- und Zweifamilienhäuser von der Prüfpflicht ausgenommen werden sollen.
Die Kanallobby hat sich bei diesem Milliardenschweren künstlichen Konjunkturprogramm durchgesetzt, obwohl es auch bis heute keine wissenschaftlich belegbaren Beweise gibt, dass „undichte“ private Abwasserleitungen eine Gefahr für das Trinkwasser darstellen.
NRW bleibt mit der geplanten Regelung weiterhin das einzige Flächenbundesland, was ihren Bürgern diese Prüfung zumutet - vom Gleichheitsprinzip also keine Spur.
Im Koalitionsvertrag von SPD und Grünen steht allerdings auch, dass eine Bundeseinheitliche Regelung angestrebt wird. Diese Forderung wurde von den ca. 70 BI`s, die sich bis heute in NRW formiert haben, von Anfang angemahnt und scheint nun ebenfalls zur „Luftnummer“ zu mutieren.
Auch wenn es so klingt, dass nun die Hauseigentümer bis 2026 nichts machen müssen, ist dem nicht so. Es wird sehr viele Ausnahmeregelungen geben: Wasserschutzgebiete sollen früher geprüft werden, auch sogenannte Fremdwassersanierungsgebiete werden nicht solange warten können. Durch die aktuellen Förderrichtlinien, werden immer mehr Kommunen versuchen sich dieser Töpfe (kostenloses Darlehen der Kommunen zur Sanierung der öffentlichen Rohre) zu bedienen.
Worum geht es eigentlich: Eine Kanalprüfung gibt es je nach Länge der Rohre zwischen 300,- bis 1000,- €! In ländlichen Gebieten mit oftmals sehr langen Systemen deutlich teurer. Allein durch die vor der Prüfung stattfindende Hochdruckreinigung entstehen oftmals erst die eigentlichen Schäden! Die darauf folgende Sanierung wird von mehreren Tausend € bis in den fünfstelligen Bereich zu Buche schlagen. Es sind bereits Fälle von mehr als 20 TSD € bekannt. Für junge Familien sowie Witwen und Rentner oftmals ein wirtschaftliche Totalschaden, der in eine Privatinsolvenz enden kann!
Beispiel Voerde: Die Stadt hat bereits 2010 für ca. 3000 Grundstücke, ein nach Meinung der BI „MFP“, künstliches Fremdwassersanierungsgebiet aufgestellt. Hierbei dringt angeblich zu viel Grund- und Oberflächenwasser in die Kanalisation ein, die eine Mehrbelastung der Kläranlage auslösen soll, obwohl es noch nie Probleme gab. Laut Aussagen des ersten Beigeordneten Herrn Wilfried Limke sind bis heute ca. 25% geprüft worden. Dabei sind 65 % als undicht erklärt worden. Durchschnittliche Investitionskosten pro Eigentümer von ca. 6500,- € plus Kosten für die Prüfung. Dies macht allein bei diesen 3000 Grundstücken 15 Mil. € Privatvermögen aus, bei dem dann das Land ca. 30% der Sanierungskosten dazu steuert. Man kann also tatsächlich von einem zweistelligen Milliardenbetrag allein für NRW ausgehen.
Die Bürgerinitiativen in ganz NRW werden sich weiterhin fachlich und sachlich gegen die Dichtheitsprüfung einsetzen, dies wurde auch während eines gemeinsamen Treffens bei der Landeszentrale der CDU, welches in der letzten Woche stattgefunden hat, nochmals deutlich gemacht.

Weitere Information finden Interessiert unter http://alles-dicht-in-nrw.de/ und auf den Seiten der örtlichen BI`s
z.B. MFP http://www.webdesign-bergmann.de/MFP/html/aktuell_landtagswahl.html

Auf dem unteren Foto ist ein Fernsehteam des WDR zu sehen, dass uns am 17.09.2012 ganz spontan besucht hat! Beiträge vom gleichen Tage siehe Mediathek unter "WDR aktuell", "Aktuelle Stunde" und den "Lokalzeiten"!

Autor:

Hans- Peter Bergmann aus Voerde (Niederrhein)

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