Der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst des Caritasverbandes Dinslaken – Wesel wird 20

Im Foyer des Voerder Rathauses befindet sich noch bis Freitag, 12. Oktober die Ausstellung "Ein Teil von mir". Auf dem Foto von links Wilfried Limke, erster Beigeordneter und Technischer Dezernent der Stadt Voerde; Annette Durchleuchter und Beate Herdina, beide hauptamtliche Koordinatorinnen des Ambulanten Palliativ- und Hospizdienstes
  • Im Foyer des Voerder Rathauses befindet sich noch bis Freitag, 12. Oktober die Ausstellung "Ein Teil von mir". Auf dem Foto von links Wilfried Limke, erster Beigeordneter und Technischer Dezernent der Stadt Voerde; Annette Durchleuchter und Beate Herdina, beide hauptamtliche Koordinatorinnen des Ambulanten Palliativ- und Hospizdienstes
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Ausstellung im Foyer des Voerder Rathauses noch bis Freitag



1998 wurde der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst des Caritasverbandes gegründet. Entstanden war die Idee dazu aus einem Trauerchat, in dem Hinterbliebene von Verstorbenen sich austauschen konnten und von ehrenamtlichen Helfern dabei betreut wurden. Aus dieser Onlinebetreuung wurde eine, welche Menschen ambulant auf ihrem letzten Weg begleitet, aber auch Angehörigen von Verstorbenen hilft, den erlittenen Verlust zu überwinden. Ferner gehört zu den Aufgaben des Dienstes die Beratung im Bezug auf Patientenverfügungen und andere Formalien, die mit dem Lebensende eines Menschen im Zusammenhang stehen. „Sterbebegleitung“, so Beate Herdina, zusammen mit Annette Durchleuchter, hauptberufliche Koordinatorin des ansonsten ehrenamtlichen Dienstes, „führen wir da durch, wo sich der Kranke befindet. Das kann bei ihm zu Hause sein, aber auch im Krankenhaus oder in der Pflegeeinrichtung“. „Tatsächlich“, sind sich die beiden Kolleginnen einig, „erfolgen immer mehr Anfragen durch stationäre Pflegeeinrichtungen.“
Sie sehen dies unter anderem als Ergebnis der Unterbesetzung solcher Institutionen. Zudem haben die Menschen eine stetig wachsende Lebenserwartung, die natürlich das Risiko von Demenz und anderen altersbedingten Erkrankungen erhöht. In diesem Jahr wurden bereits etwa 70 Sterbebegleitungen durchgeführt, momentan sind es 25 parallel laufende. Insgesamt teilen sich mehr als 50 ehrenamtliche Kräfte die Aufgaben. Alle sind besonders geschult, um den Anforderungen, welche diese Tätigkeit physisch und psychisch mit sich bringt, gewachsen zu sein. „Der Tod ist für viele ein unangenehmes Thema und wird deshalb oft tabuisiert“, weiß Annette Durchleuchter zu berichten und fährt fort, „Die Gesellschaft versteht es immer weniger, mit seelischem Schmerz umzugehen“. Angst und Unsicherheit gegenüber dem Unbekannten werden hier mit Sicherheit eine große Rolle spielen.
Lebte der Mensch früher innerhalb seiner Großfamilie, in der sich jeder um den anderen kümmerte, sind es nun mehr und mehr Institutionen, die sich dieser Aufgabe annehmen. Da der Tod nicht nur alte, sondern auch junge Menschen treffen kann, wurde auch die Wanderausstellung des Hospizbüros Bedburg- Bergheim, welche sich noch bis Freitag im Foyer des Rathauses befindet, durch jüngere Menschen gestaltet. Sie konnten in Form von Zeichnungen, Fotografien und anderen kreativen Werken unter dem Motto „Ein Teil von mir“ ihren Beitrag zu dem Thema leisten.
Den Trauerchat gibt es übrigens immer noch im Internet. Auch dafür, wie für den gesamten Hospizdienst der Caritas, werden noch ehrenamtliche Betreuer gesucht. Der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst richtet sich nur an Erwachsene, denn Hospizdienst für Kinder bedarf wieder vollkommen anderer Qualifikationen. Geöffnet ist der Trauerchatroom immer Montags zwischen 20 und 22 Uhr unter der Internetadresse „doch-etwas-bleibt.de“.

Randolf Vastmans

Autor:

Randolf Vastmans aus Xanten

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