Teilnahme an „72-Stunden-Aktion“
172 Handys werden benötigt: Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) von St. Peter Spellen hat Wette am Laufen mit Kolpingsfamilie Voerde

Auch die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) von St. Peter Spellen beteiligt sich an der „72-Stunden-Aktion“, die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern, bis Sonntag überall in Deutschland ausgerichtet wird.
  • Auch die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) von St. Peter Spellen beteiligt sich an der „72-Stunden-Aktion“, die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern, bis Sonntag überall in Deutschland ausgerichtet wird.
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Auch die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) von St. Peter Spellen beteiligt sich an der „72-Stunden-Aktion“, die vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000 Mitgliedern, bis Sonntag überall in Deutschland ausgerichtet wird. Aus diesem Anlass haben die Pfadfinder mit der Kolpingsfamilie Voerde gewettet, dass sie es schaffen, innerhalb der 72 Stunden mindestens 172 ausgediente Handys für einen guten Zweck zu sammeln.

Die gesammelten Handys kommen einer Spendenaktion des internationalen katholischen Missionswerks „misso“ zugute. Aus dem Erlös des Recyclings und der Wiederverwertung erhält missio einen Betrag, mit dem das Hilfswerk weltweit Familien in Not durch die Aktion „Schutzengel“ unterstützt. Im Mittelpunkt stehen dabei Familien in der Demokratischen Republik Kongo, denn dort sind Millionen Menschen durch den Bürgerkrieg zu Flüchtlingen in der eigenen Heimat geworden.

Am Weltflüchtlingstag des letzten Jahres, dem 20. Juni 2018, starteten das Kolpingwerk Deutschland und missio gemeinsam eine Kooperation zum Handyrecycling in Lippstadt. „Mit dieser Kooperation können wir gemeinsam auf die schlimmsten Menschenrechtsverletzungen im Kongo aufmerksam machen, die viel mit unseren Handys zu tun haben”, erklärt Ulrich Vollmer, Bundessekretär des Kolpingwerks in einer im Internet veröffentlichten Verlautbarung.

„Natürlich hoffen wir, dass wir die Wette verlieren werden."

Die Kolpingsfamilie Voerde nahm diese Kooperation zum Anlass, mit den Spellener Pfadfindern anlässlich der 72-Stunden-Aktion zu wetten, dass sie es nicht schaffen, innerhalb dieser Zeit 172 alte Handys für die Spendenaktion zu sammeln. Der Wetteinsatz der Kolpingsfamilie Voerde: Exakt 123,84 Euro, nämlich 72 Cent pro gesammeltes Handy. „Natürlich hoffen wir, dass wir die Wette verlieren werden. Und wenn ich mir das Engagement der Pfadfinder anschaue, bin ich auch davon überzeugt zu verlieren“, gibt Martin Kuster, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, augenzwinkernd zu.

Die Wette soll jedoch ein zusätzlicher Ansporn für die Pfadfinder sein - und sie dient einem weiteren guten Zweck: Der Spellener Stamm der DPSG hat nämlich bereits beschlossenen, bei gewonnener Wette den Wettbetrag dem gemeinnützigen Voerder Verein „Gänseblümchen“ zu spenden. „Wenn wir die Wette gewinnen, können wir somit notbedürftigen Kindern in ärmeren Ländern und gleichzeitig krebskranken Kindern in unserer Umgebung helfen“, freut sich Julia Albustin, Stammesvorsitzende der Spellener Pfadfinder.

Der Stammesvorsitzende Daniel Zielinski betont außerdem den Umwelt- und Klimaschutzgedanken der Sammelaktion: „Weil dadurch die seltenen Rohstoffe wie Gold in den Handys recycelt werden, muss weniger Material umweltschädigend abgebaut werden. Nicht recycelbare Stoffe werden dabei fachgerecht entsorgt und können somit nicht mehr die Umwelt belasten.“

Rund 2,4 Tonnen Gold befinden sich in diesen Mobiltelefonen, die ungenutzt in den Schubladen verstauben.

Auf seiner Internetseite informiert missio, dass über 100 Millionen ausgediente Handys ungenutzt in deutschen Schubladen liegen. Rund 2,4 Tonnen Gold befinden sich in diesen Mobiltelefonen, die ungenutzt in den Schubladen verstauben. Daniela Garden-Schubert, Jugendbeauftragte der noch jungen Voerder Kolpingsfamilie, freut sich, dass die Wette zustande gekommen ist: „Ein wichtiges Ziel für unsere Kolpingsfamilie ist es, das ehrenamtliche Engagement von Jugendlichen vor Ort zu fördern. Diese Wette ist ein erster Schritt dahin.“

Sammeln werden die Pfadfinder die alten Handys innerhalb der 72 Stunden insbesondere bei Familienangehörigen, im Freundes- und Bekanntenkreis sowie auf Geburtstags- und Nachbarschaftsfeiern. Zusätzlich geben die Pfadfinder auch allen Voerder Bürgern die Möglichkeit, ihre ausgedienten Handys für einen guten Zweck loszuwerden: Sie werden mit einem Sammelbehälter am kommenden Freitag von 15 bis 17 Uhr auf dem Spellener Bauernmarkt sowie am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr auf dem Friedrichsfelder Marktplatz stehen. Außerdem besteht auf dem Pfarrfest von St. Elisabeth in Friedrichsfeld am kommenden Sonntag die Möglichkeit, ausgediente Handys bei den Pfadfindern abzugeben.

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