Christopher Milch ist Jugendleiter in der Ev. Kirchengemeinde Voerde-Götterswickerhamm
Guter Draht zur Jugend

Partizipation ist ein großer Teil seiner Arbeit. Jugendliche können mitgestalten und mitentscheiden.
Daher erscheint Christopher Milch auch gemeinsam mit Maike Weber (l.) und Frederike Klein (r.) zum Termin im Gemeindehaus. | Foto: Dunja Vogel
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    Daher erscheint Christopher Milch auch gemeinsam mit Maike Weber (l.) und Frederike Klein (r.) zum Termin im Gemeindehaus.
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Christopher Manfred Milch ist Jugendleiter in der Ev. Kirchengemeinde Voerde-Götterswickerhamm. Mit Leidenschaft und viel Einfühlungsvermögen übt er seinen Job aus. Der 34-Jährige ist Ansprechpartner und Vertrauensmann für Kinder und Jugendliche im Katharina-von-Bora-Gemeindezentrum an der Rönskenstraße 77. Dabei kann er auf ein starkes Team von 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen zurückgreifen.
Partizipation ist ein großer Teil seiner Arbeit. Jugendliche können mitgestalten und mitentscheiden.
Daher erscheint Christopher Milch auch gemeinsam mit Maike Weber und Frederike Klein zum Termin im Gemeindehaus. „Ich mach das ja alles hier nicht allein“, sagt er. Die beiden Studentinnen sind, wie die meisten Ehrenamtlichen, nach ihrer Konfirmation ins Team nachgerückt und geblieben.
Was seine Arbeit und das Team ausmache, beantwortet er prompt: „Wir begegnen uns immer auf Augenhöhe sowohl den Kindern und Jugendlichen als auch den Mitarbeitern gegenüber. Wir sind alle gleichwertig.“ Egal, ob man als Mitarbeiter einen Tag oder zehn Jahre dabei sei. Und: „Wir möchten die Kinder an dem Punkt abholen, wo sie in ihrer Entwicklung gerade stehen.“ Das sei ihnen besonders wichtig und wurde „auch so in die Konzeption der Jugendarbeit aufgenommen“, die der Sozialpädagoge gemeinsam mit den Jugendlichen verfasst hat.

Zeit vor Ort ist nicht ersetzbar

Die jungen Mitarbeiter bekommen von Beginn an Verantwortung übertragen.
"Gemeinsam mit den Jugendlichen entstehen wirklich großartige Ideen“, sagt Milch. Es werden Projekte, die Kinder- und Jugendgruppen, Ferienfreizeiten und der Konfirmandenunterricht organisiert. „Jeder bringt sich so ein, wie es zeitlich machbar ist“, sagt Frederike Klein, die im ersten Semester Gemeinde Pädagogik studiert und seit 2014 zum Team gehört. Auf das Jahr verteilt gäbe es mehr oder weniger zu tun. „Bis hin zum Halbtagsjob“, sagt sie. Das sei ihr „die Sache Wert“, auch an den Wochenenden. „Andere gehen zum Sport, wir sind halt hier“, ergänzt Maike Weber. Sie studiert Soziale Arbeit und weiß, dass sie in vielerlei Hinsicht von ihrem Engagement profitiert.
Dass die Kinderferientage im Sommer wieder stattgefunden haben, hat das Team besonders gefreut. „Endlich mal wieder was mit den Kindern zu machen, war so schön. Das hat uns allen viel Energie gegeben“, erzählt der Sozialpädagoge enthusiastisch. Die Zeit mit den Kindern vor Ort „ist nicht ersetzbar“, weiß er, auch nicht durch ein Zoom-Meeting.
Um den Kontakt während Corona zu halten, lief der Konfirmandenunterricht „online“. „Wir haben in den Zoom-Meetings viele lustige Sachen gemacht, die uns und den Jugendlichen den Tag erhellt haben“, erzählt Milch. Man habe allerdings auch traurige und emotionale Momente erlebt. Einigen sei es in dieser Zeit sehr schlecht gegangen. „Es war schon schlimm, mit anzusehen, als Tränen geflossen sind“ , erzählt er sichtlich berührt.

Kinder auf ihrem Weg begleiten

Als Jugendleiter möchte er viel für Kinder und Jugendliche da sein und sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten. „Das Schönste an meiner Arbeit ist, dass sie wertgeschätzt wird und ich ganz viel zurückbekomme", weiß Christopher Milch, der von den Ehrenamtlichen liebevoll „Manni“ genannt wird.
Schon als Schüler hat er sich in der Jugendarbeit in seinem Heimatort Duisburg-Walsum engagiert. Seine Begeisterung für den Sozialbereich hat er beim Zivildienst in einem Altenheim entdeckt. Danach ist er "in dem Bereich einfach hängen geblieben" und hat an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum Sozialpädagogik studiert. Sein Fokus hatte er zunächst auf die Arbeit mit Erwachsenen gerichtet. Auf die Ausschreibung seiner jetzigen Stelle ist er vor acht Jahren durch Zufall gestoßen. Wegen der abgelaufenen Bewerbungsfrist, eigentlich schon zu spät. Drei Tage später bekam er die Zusage. Darüber ist er offensichtlich sehr froh: "Seitdem bin ich wirklich sehr gerne hier", sagt Milch zufrieden.
Mit jungen Menschen Zeit zu verbringen, macht ihm Spaß. Genervt wird der 34-Jährige von ihnen nie - nicht einmal dann, wenn in seiner Freizeit das Telefon klingelt. „Wenn was Wichtiges ist, kann man den ‚Manni‘ immer anrufen. Da ist sich jeder bei uns im Team sicher“, betont Maike Weber. Er sei viel erreichbar, sagt er, aber „es gibt auch Momente, da mache ich das Diensthandy einfach mal aus.“

Partizipation ist ein großer Teil seiner Arbeit. Jugendliche können mitgestalten und mitentscheiden.
Daher erscheint Christopher Milch auch gemeinsam mit Maike Weber (l.) und Frederike Klein (r.) zum Termin im Gemeindehaus. | Foto: Dunja Vogel
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Autor:

Dunja Vogel aus Voerde (Niederrhein)

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