Über den Tellerrand schauen: Aktion der Realschule Waltrop in der Innenstadt

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Eigentlich sind ihre Aktionen kaum noch zu toppen. Schon oft überraschten Schülerinnen und Schüler der Realschule Waltrop mit ihren Aufsehen erregenden Aktionen die Öffentlichkeit. Doch jetzt luden die 11- bis 17-jährigen Schüler Waltroper Bürger an 150 Meter langen Tisch quer durch die Waltroper City, um mit ihnen gemeinsam „über den Tellerrand zu schauen“.

Begleitet von ihren Projektleiterinnen Ursula Nauen und Claudia Polzin erarbeiten sie über Monate verschiedene Themen, die ihnen persönlich unter den Nägeln brennen. Auf Papptellern und Plakaten nahmen sie schriftlich und künstlerisch Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Problemen. Ihre Zielsetzung: „Wir wollen offen sein für Neues, Ungewohntes, weltoffen sein, neue Eindrücke bekommen, sehen wie andere Menschen leben, einen weiten Horizont haben - und diese Eindrücke und Erfahrungen mit anderen Menschen teilen.“
So erzählte Denise (15) die Geschichte ihres Opas, der aus dem Sudetenland stammt, im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiter von den Amerikanern interniert und später abgeschoben wurde.
Klassenkameradin Miriam widmete sich einem völlig anderen Thema. Als Selbstbetroffene, die gerne Psychologie studieren möchte, war es ihr Anliegen, anderen die Augen über psychische Erkrankungen zu öffnen und Vorurteile abbauen. Die Magersucht einer Freundin animierte die 15-jährige Vanessa, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Jessica, ebenfalls 15, beschrieb, wie ihr Großvater 1960 als Gastarbeiter nach Deutschland kam. Damals stand an vielen Türen: „Kein Zutritt für Italiener“. Denn Gastarbeiter wurden damals wie heute nur selten als Gäste gesehen. Menschenrechtsverletzungen anderer Art nahm sich Manuel (17) an. Er beleuchtete die jüngsten Vorkommnisse in der Ukraine. Die elfjährigen Schüler (Klasse 5d) Jannes, Max, Leon, Bastian und Robin hingegen prangerten Kinderarbeit und Kinderarmut in aller Welt an.
Eine faszinierende Aktion, die viele Waltroper zum Nachdenken anregte.

Autor:

Petra Pospiech aus Recklinghausen

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