Freiwillige Helfer gesucht
Kreis will für den Krisenfall besser gerüstet sein

Wer gesund ist und sich engagieren möchte, kann sich jetzt über ein Formular auf der Internetseite des Ennepe-Ruhr-Kreises melden und seine Hilfe anbieten.
  • Wer gesund ist und sich engagieren möchte, kann sich jetzt über ein Formular auf der Internetseite des Ennepe-Ruhr-Kreises melden und seine Hilfe anbieten.
  • Foto: Hank Williams auf Pixabay
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Alle Hände voll zu tun haben in der Corona-Pandemie besonders medizinische und pflegerische Einrichtungen. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die gerne helfen wollen, vor allem dann, wenn sie nicht zu einer Risikogruppe gehören und vielleicht gerade nur teilweise oder gar nicht in ihrem Beruf arbeiten können.

Wer gesund ist und sich engagieren möchte, kann sich jetzt über ein Formular auf der Internetseite des Ennepe-Ruhr-Kreises melden. Von besonderer Bedeutung ist hier die Unterstützung durch Helfer mit medizinischen und pflegerischen Fachkenntnissen.

"Der Kreis hat diese zentrale Anlaufstelle für freiwillige Helfer eingerichtet, um aktiv personellen Engpässen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten entgegen zu wirken", erklärt Astrid Hinterthür, Fachbereichsleiterin Soziales und Gesundheit sowie Krisenstabsleiterin des Kreises. Freiwillige können sich jetzt über ein Kontaktformular auf der Internetseite des Kreises melden.

Hilfe in vielen Formen

Hier wird zunächst detailliert abgefragt, welche Ausbildungen und Vorkenntnisse bestehen und wie die zeitlichen Möglichkeiten aussehen. Denkbar ist auch der Einsatz an nur einem bestimmten Wochentag, in einer festgelegten Stadt oder einem bevorzugten Einsatzgebiet. Auf die Registrierung über das Kontaktformular erfolgt keine unmittelbare Antwort. Im Bedarfsfall meldet sich der Kreis bei den gemeldeten freiwilligen Helfern. Diese können dann in verschiedener Weise eingesetzt werden. Hilfe wird in erster Linie in Kliniken und Krankenhäusern sowie stationären und ambulanten Pflegediensten gebraucht. Aber auch beim Patiententransfer oder im Sicherheitsdienst sind Fachkräfte gefragt. Nicht melden sollten sich hingegen Mitglieder der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks oder andere Hilfsorganisationen, weil der dortige Einsatz zurzeit vorrangig ist.

Bereit auch im Krisenfall

In einem nächsten Schritt plant der Kreis eine Abfrage der konkreten Bedarfe der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten. Wenn erste Rückmeldungen sowohl von Freiwilligen als auch von Einrichtungen mit Personalbedarf eintreffen, ist der Kreis in der Lage passgenau und orientiert an den Qualifikationen beide Seiten zusammen zu bringen. "Unser Ziel ist es, auch im Krisenfall die Gesundheitsversorgung der Bürger aufrecht zu erhalten und eine funktionierende Bündelung von bestehenden Bedarfen auf der einen Seite und Unterstützungsangeboten auf der anderen Seite umzusetzen", so Hinterthür.

Autor:

Hanna Assiep aus Essen-Süd

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