Akkordeon. Klang. Wunder. - Konzertnachmittag in der Kapelle Höntroper Straße

Am Sonntag, 17. September, ist Andrea Knefelkamp-West zu Gast in der Kapelle Höntroper Straße. Mit ihrem Akkordeon interpretiert sie die Werke verschiedenster Komponisten aus den letzten Jahrhunderten auf interessante Art und Weise.
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  • Am Sonntag, 17. September, ist Andrea Knefelkamp-West zu Gast in der Kapelle Höntroper Straße. Mit ihrem Akkordeon interpretiert sie die Werke verschiedenster Komponisten aus den letzten Jahrhunderten auf interessante Art und Weise.
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Wenn man an einen Solo-Konzertnachmittag denkt, denkt man nicht unbedingt als Erstes an das Akkordeon, doch die Musikerin Andrea Knefelkamp-West hat genau solch einen Nachmittag, mit dem Akkordeon als Soloinstrument, in ihrem Programm (Akkordeon. Klang. Wunder.) umgesetzt und das Ergebnis überzeugt im höchsten Maß.

Schauplatz für das außergewöhnliche Konzert am Sonntag, 17. September, ist die Wattenscheider Kapelle, Höntroper Straße 35. Ab 17 Uhr geht es los. Der Ort ist dabei kein Zufall, Kirchen bieten einzigartige Raumakustiken und so natürlich auch die besagte Kapelle: „Man kann sich natürlich auch auf einen Raum einstellen, aber es ist natürlich besonders wunderbar, wenn die Akustik von Anfang an mitspielt... Eine ehemalige Schülerin von mir heiratete hier und erzählte von der exzellenten Klangkulisse und dass in der Kapelle auch häufiger Musik zu hören ist und so kam der Kontakt mit Pfarrer Gerstenkorn zustande, der mir nun hier diese Bühne bietet.“

Eine Doppelrolle

Bei ihrem Konzert übernimmt Andrea Knefelkamp-West aber nicht nur den musikalischen Anteil, sondern führt auch durch das spannende Programm: „Ich gebe zwischen den Stücken auch immer mal kleine Informationen zu den Komponisten, zur Spielweise des Akkordeons und erzähle kleine Anekdoten, damit man von dem Erlebten auch mehr mit nach Hause nehmen kann. Das Programm geht dabei anderthalb Stunden und die Reaktionen waren stets positiv hinsichtlich der Unterhaltung und Kurzweil.“
Erfahrung hat Andrea Knefelkamp-West dabei, auch was Moderation angeht, reichlich. So kümmerte sie sich schon über Jahre für die Dortmunder Philharmoniker um die Konzerteinführungen: „Ich merke einfach immer wieder, dass Vermittlung hilft, auch ungewöhnliche Musik, ungewöhnliche Programmatiken den Menschen näher zu bringen. Ob es nun das Akkordeon ist oder z.B. auch die Oper.“

Mehr als Seemannslieder

Das namensgebende Handzuginstrument der Veranstaltung bietet dabei weit mehr, als das alte Schifferklavier erwarten lässt: „Mit dem Register lassen sich analog zur Orgel verschiedenste Klänge produzieren.“ Das Register bezeichnet die verschiedenen Knöpfe am Akkordeon, die es ermöglichen, einen gespielten Ton klanglich zu modifizieren, und somit dem Musizierenden eine große Bandbreite an musikalischer Verwirklichung bietet: „Es ist immer schön zu sehen, wenn das Publikum positiv überrascht ist, mal was anderes als Seemannslieder auf dem Akkordeon zu hören.“

Bewährt und originell

Komponisten wie Bach oder Ibert, deren Solostücke man für gewöhnlich von Streichern, Flötisten oder Pianisten umgesetzt hört, interpretiert Andrea Knefelkamp-West auf ihrem Akkordeon in fast orgelgleichen Klängen, die auf ganzer Linie überzeugen und trotz des ungewöhnlichen Instruments den erstklassigen Vorlagen treu bleiben: „Mein Repertoire für das Akkordeon besteht nicht nur aus Originalkompositionen, die gibt es natürlich auch wie die Hommage à Paganini, zum anderen spiele ich auch alte Stücke, die nicht für das Akkordeon komponiert wurden, und schreibe diese um. Aber ich versuche meistens, solche Werke auszuwählen, die ich original spielen kann, sei es für das Klavier, für das Cembalo oder auch die Orgel und insofern erstreckt sich mein Repertoire vom Barock bis in die Neuzeit.“
Alles in allem also ein vielseitiges Programm, auf das man gespannt sein kann. Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber trotzdem willkommen.

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