Krimi-Opfer aus dem Sachsenring

"Seelenamt" heißt der neue Roman des Wattenscheider Autorenduos Christiane Bogenstahl/Reinhard Junge, der am Montag in den Buchhandel kommt. Foto: Peter Mohr
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Ein Jahr intensive Schreibarbeit liegt hinter dem Autorenduo Christiane Bogenstahl und Reinhard Junge aus dem Wattenscheider Sachsenring. Das eindrucksvolle Ergebnis, der neue Krimi "Seelenamt", ist ab Montag im Buchhandel erhältlich.

Die ursprüngliche Fassung des Romanmanuskripts war noch um stolze 150 Seiten länger. Das Lektorat hat dann den Rotstift angesetzt und Kürzungen vorgenommen. "Ja, die Gefahr ist groß, dass man ausufert, zu sehr ins Detail geht und liebgewonnene Figuren bis in den letzten Charakterwinkel ausleuchtet", räumt Reinhard Junge ein. "Meistens sind die Einwände berechtigt, da die Spannung leidet, wenn man beginnt, langatmig zu schreiben", so Junge weiter.
Der langjährige Lehrer des Hellweg-Gymnasiums weiß, wovon er spricht. Seit Mitte der 1980er Jahre hat er quasi nebenbei erfolgreiche Romane geschrieben - darunter die schon legendäre Trilogie um das "Ekel von Datteln", gemeinsam mit Jürgen Pomorin alias Leo P. Ard.
Mit dem Duo-Schreiben hat Junge also schon reichlich Erfahrung. Nach "Datengrab" (2016) ist der neue Roman die zweite gemeinsame Arbeit mit seiner Lebensgefährtin Christiane Bogenstahl.
"Mit vier Leichen liegen wir knapp über dem Durchschnitt des deutschen Krimis", verrät Christiane Bogenstahl mit einem Augenzwinkern. Eines der Opfer stammt aus dem Wattenscheider Sachsenring. Die heimische Umgebung spielt wieder eine große Rolle im mörderischen Treiben. Der Leser kennt viele Handlungsschauplätze aus dem eigenen Alltag - den Wattenscheider Hellweg, wo Kalle Mager ein mehr schlecht als recht florierendes Detektivbüro betreibt, oder den Phönixsee im Dortmunder Stadtteil Hörde, der Schauplatz eines Flugzeugabsturzes wird.
Das Pegasus-Team, das sich zumeist um unspektakuläre Nachbarschaftsstreitigkeiten kümmert (wie kommt der Hundekot vor meine Haustür?), erhält dann doch einen spannenderen Auftrag.
Lea Bennsdorf, Vergewaltigungsopfer aus dem letzten Roman "Datengrab", fühlt sich bedroht und verfolgt, erleidet Panikattacken - und niemand scheint ihre Ängste ernst zu nehmen. Ihr ehemaliger Chef, Professor Paul Kehlmann, der vier Jahre in Haft war, steht im Fokus ihrer Ängste. Kalle Mager und sein "Pegasus"-Team werden als Bodyguards für Lea engagiert.
Zwei langjährige Kehlmann-Vertraute kommen zu Tode, doch der "Hauptverdächtige" präsentiert wasserdichte Alibis. Da ist jede Menge Spannung garantiert. Und man kann es als Versprechen für eine Fortsetzung der "Pegasus"-Krimis lesen, wenn Senior Mager am Ende des Buches stolz verkündet: "Ich sag doch, Söhnchen: Pegasus lebt!"

Weltreise geplant 

Doch vor dem nächsten "Pegasus"-Roman hat sich das Wattenscheider Autoren-Duo erst einmal ein anderes Projekt vorgenommen. Am 19. März geht es mit "kleinem Gepäck" auf eine siebenmonatige Weltreise. Nur die ersten beiden Stationen sind geplant: Amman und Teheran. Danach wird spontan entschieden, wie es weitergeht.
Unkonventionell und ein wenig abenteuerlich - das ist sicher. "Vielleicht wird auch ein Buch daraus, mal schauen", erklärt Reinhard Junge, der wenige Tage vor seinem 72. Geburtstag immer noch voller Elan ist.
Verfolgen kann man das Abenteuer künftig "live" im Internet. Die Seite www.www.rucksackundrentner.de ist bereits eingerichtet.
"28 Jahre trennen uns. Verrückte Ideen einen uns", heißt es dort auf der Startseite.

Christiane Bogenstahl/Reinhard Junge: Seelenamt. Roman. Grafit Verlag, Dortmund 2018, 411 Seiten

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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