Über das Pilgern: gestern und heute - Manfred Görke zeigt seinen neuen Film im Höntroper MagMa

Manfred Görke vor dem Kloster Montserrat, das in den spanischen Pyrenäen liegt.
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  • Manfred Görke vor dem Kloster Montserrat, das in den spanischen Pyrenäen liegt.
  • Foto: Brigitte Görke
  • hochgeladen von Wolf-Dedo Goldacker

Kulturfilmer Manfred Görke hat sich wieder einmal dem Thema Pilgern gewidmet. „Pilgern: gestern und heute“ heißt sein neuer einstündiger Streifen, den er am Dienstag, 15. Januar, ab 19 Uhr im Höntroper Gemeindezentrum „MagMa“ (Vinzenzstr.) zeigt. Veranstalter ist die Kolpingsfamilie Höntrop.

Wie bekannt, wandelte der Wattenscheider Globetrotter auf Hape Kerkelings Spuren und hatte schon zweimal den berühmten Jakobsweg aus verschiedenen Richtungen per Video portraitiert.
Auch in seinem neuen Film nimmt der Jakobsweg eine zentrale Rolle ein.
Görke widmet sich der Kathedrale von Santiago de Compostela mit dem Grab des Apostels Jakobus, Ziel unzähliger Pilger aus ganz Europa. Auch führt Görkes Weg wieder in die Pyrenäen. Die 430 Kilometer lange Gebirgskette trennt die Iberische Halbinsel im Norden vom restlichen Europa. Für Jakobspilger sind die Pyrenäen eine große Herausforderung.
Aber der Film zeigt in herlichen Farben weitere europäische Pilgerziele. In San Marie de la Meer befindet sich die bedeutenste Wallfahrtskirche Südfrankreichs. Hier wird die „schwarze Sara“ von Zigeunern aus ganz Europa verehrt. Auch Marie Salome, die Mutter des Heiligen Jakobus europaweite Verehrung . In einer Prozession wird ein Schrein symbolisch ins Meer getragen.
Ein weiteres Pilgerziel, allerdings weltlicher Natur, ist der Berg Mon Ventoux in Südfrankreich. Hier starb 1967 der legendäre Radprofi Tom Simpson während einer Tour de France (hatte Dopingmittel und Alkohl zu sich genommen). Kurz vor seinem Tod soll der ehemalige Weltmeister noch gesagt haben: „Setzt mich wieder auf mein Rad!“ Seine Verehrer errichteten ihm oben auf dem Mont Ventoux ein Denkmal.
Görke besuchte mit der Kamera auch Pilgerorte in Italien: Nach San Giovanni Rotondo in Apulien pilgern Gläubige aus der ganzen Welt, um Padre Pio (galt als Heiler mit prophetischer Gabe) zu huldigen. Assisi ist das Ziel von Pilgern, weil aus diesem Ort Franz von Assisi stammt, der Gründer des Franziskanerordens, der heilig gesprochen wurde.
Doch warum nur in die Ferne schweifen? Der Rheinisch-Westfälische Jakobsweg führt von Paderborn über den Wattenscheider Hellweg Richtung Köln/Aachen. Am Ende des Films erlebt der Zuschauer, welch großen Zuspruch die Bartholomäus-Kapelle als Pilgerstation hat. Einige bekannte Wattenscheider Persönlichkeiten schlüpften in kleine Rollen, um den früheren Pilgeralltag am Hellweg zu demonstrieren.

Manfred Görke vor dem Kloster Montserrat, das in den spanischen Pyrenäen liegt.
Manfred Görke auf dem Somport-Pass, Teil des Jakobsweges in den spanischen Pyrenäen. Auf dem Schild steht das Pilgersymbol: die Jakobsmuschel.
Autor:

Wolf-Dedo Goldacker aus Wattenscheid

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