„Wenn der Teddy mal erkrankt ist“ - Teddyklinik in Wattenscheid

Projektpartner: Tanja Knopp (Gertrudisschule), Thortsen Junker (DRK) und Svenja Heim (MLK)
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  • Projektpartner: Tanja Knopp (Gertrudisschule), Thortsen Junker (DRK) und Svenja Heim (MLK)
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„Ich glaub mein Kuschelhund hat ein gebrochenes Bein!“ - Wenn eine solche Einschätzung aus dem Mund eines Kindes kommt, treten die Mitarbeiter der Teddyklinik auf den Plan. Sie „untersuchen und verarzten“ im Rahmen der Wattenscheider Gesundheitswochen den Plüschtierpatienten, um das Leiden zu lindern. Wenn die Teddyklinik vom 16. bis 18. Mai ihre Pforten zum ersten Mal in der Sporthalle der Gertrudisschule öffnet, sind Kinder aufgerufen, ihre „kranken“ Kuscheltiere mitzubringen. Auf spielerische Weise verarzten die Teddydoktoren die mitgebrachten Lieblingskuscheltiere in der Teddyklinik.

Von 10.00 bis 16.00 Uhr findet die Sprechstunde für die zuvor angemeldeten Plüschtiere von Kindergartengruppen und Grundschulkindern statt. Dort werden Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Martin-Luther-Krankenhauses unterstützt durch die Gertrudisschule alle möglichen Kuscheltiere untersuchen und „behandeln“. Aufgefahren werden dazu Verbandmaterial, echte Röntgenbilder, Apotheke und vor allem ein Krankentransportwagen, der als Blickfang auf dem Schulhof stehen wird. Diesen können die Kinder zusammen mit den Sanitätern erkunden.

Projektteam aus DRK, MLK und Gertrudisschule will Ängste bei den Kindern abbauen

„Bei unserer Teddyklinik können Kinder Untersuchungs- und Behandlungs-methoden beobachten, ohne selbst betroffen zu sein. Sie können unter Anleitung ihre plüschigen Gefährten selbst untersuchen und verarzten, und dabei gleichzeitig so viel wie möglich lernen. Im Idealfall verlieren sie auf diese Art und Weise Ängste und Hemmungen vor einem Arzt- oder Klinikbesuch“, hofft Svenja Heim von der Gesundheits- und Krankenpflegeschule des Martin-Luther-Krankenhauses. „Wir werden unsere Auszubildenden hier in die Teddy-Behandlungen integrieren und freuen uns schon auf die hoffentlich vielen jungen und plüschigen Besucher.“

Die Kuscheltiere selbst werden natürlich mit neuster Technologie gründlich untersucht und nach den modernsten medizinischen Methoden verarztet und verbunden, damit sie schnell wieder gesund werden. Die Teddydoktoren versorgen in der Teddyklinik die unterschiedlichsten Erkrankungen. Aus dem Bett gefallene oder vom Rad gestürzte Stofftiere behandeln sie genauso wie Teddys mit Bauchschmerzen. Die kleinen Begleiter aus Plüsch werden beispielsweise mit dem Stethoskop abgehört oder geröntgt.

Kuscheltherapie wird besonders gerne verschrieben

Das Angebot ist toll für beide Seiten: „Unsere Mitarbeiter können den Umgang mit den kleinen Patienten lernen und die Kinder können langsam an den Arztbesuch herangeführt werden“, erklärt DRK-Präsident Thorsten Junker. „Hier müssen die Sanitäter sich auf unsere kleinen Besucher einstellen und ihre Ansprache dabei sicherlich umstellen. Das kann man nicht in einem theoretischen Lehrgang erlernen, sondern muss den Umgang mit den Kindern nun in der Praxis leben.“ Nach der Behandlung geht es gemeinsam in die Teddyapotheke. Dort werden Rezepte eingelöst für Pflastermäppchen, Süßigkeiten oder Pfefferminztee. Und was die Teddyklinik besonders gerne verschreibt, ist die Kuscheltherapie.

Die Projektpartner von DRK, Martin-Luther-Krankenhaus und Gertrudisschule wollen mit der Teddyklinik nun die Chance nutzen, über und mit den Kindern das Thema Gesundheit, Vorsorge und Behandlung möglichst breit zu streuen und bekannt zu machen, vollkommen praktisch und realitätsnah.

Gruppen können sich für die gut einstündige „Behandlung“ in der Teddyklinik anmelden unter Telefon 02327/87017, Fax 02327/85457 oder per E-Mail unter info@drk-wattenscheid.de.

Projektpartner: Tanja Knopp (Gertrudisschule), Thortsen Junker (DRK) und Svenja Heim (MLK)
Erste Teddyklinik in Wattenscheid
Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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