Stadtteilbeirat entscheidet über den Stadtteilverfügungsfonds
Daumen hoch für viele Projekte

Die drei Mitglieder des Stadtteilbeirats Stephan Kreft (v.l.), Khadija Delbaz und Henri Cecatka vorm Stadtteilbüro an der Westenfelder Straße 1, in dessen Fenster die zuletzt bewilligten Projekte aushängen.
  • Die drei Mitglieder des Stadtteilbeirats Stephan Kreft (v.l.), Khadija Delbaz und Henri Cecatka vorm Stadtteilbüro an der Westenfelder Straße 1, in dessen Fenster die zuletzt bewilligten Projekte aushängen.
  • hochgeladen von Vera Demuth

Wattenscheider Schüler können in den kommenden Monaten den Straßensport Parkour lernen. Der Stadtteilbeirat hat die Förderung eines entsprechenden Projekts aus dem Stadtteilverfügungsfonds beschlossen. Seit seiner Gründung vor zwei Jahren hat der Beirat über mehr als 40 eingereichte Projektvorschläge beraten und entschieden.

„Ziel ist es, den Parkour-Sport bekannter zu machen. Das Projekt passt zu unserem Leitthema ,Gesundes Wattenscheid'“, erläutert Alexander Kutsch vom Stadtteilmanagement der Sozialen Stadt Wattenscheid-Mitte. Hinzu kommt, dass am Ehrenmal eine Parkouranlage gebaut werden soll. Der vom Progressiven Eltern- und Erzieherverband eingereichte Förderantrag über 3.959 Euro umfasst Lehrerfortbildungen und Workshops, in denen die Lehrer den Schülern Parkour näherbringen.
„Bei der Entscheidung ist uns der Punkt der Nachhaltigkeit wichtig. Es sollen so viele Menschen so lange wie möglich etwas davon haben“, nennt Khadija Delbaz von der AWO ein Kriterium. Sie ist eines von insgesamt ehrenamtlichen 16 Mitgliedern des Stadtteilbeirats und vertritt die Zielgruppe Interkultur und Integration.

41 von 44 Anträgen genehmigt

Von 44 eingereichten Anträgen sind in den vergangenen zwei Jahren 41 genehmigt worden. Dabei war der Beschluss keineswegs immer einstimmig. „Manche Entscheidungen waren sehr knapp“, so Delbaz. Das Parkour-Projekt sah zum Beispiel Stephan Kreft, einer der acht Anwohner, die dem Beirat angehören, kritisch. „Es ist immer schwierig, wenn Erwachsene für Kinder planen.“
Kreft wurde Beiratsmitglied, weil er neugierig war, ob Bürger tatsächlich etwas bewegen würden können. „Ich wollte von innen gucken, ob es ein Feigenblatt ist“, erinnert er sich. Mittlerweile hat er sich davon überzeugt, dass dem nicht so ist, und konnte sogar ein eigenes Projekt – einen Orgelspaziergang – verwirklichen.
Die Zielgruppe der Jugendlichen vertritt Henri Cecatka im Beirat. „Der Stadtteil ist mir wichtig, und ich wollte mich einbringen“, berichtet der 18-Jährige, der in diesem Jahr sein Abitur an der Märkischen Schule gemacht hat. „Außerdem bekommt man einen guten Überblick über Projekte, die angestoßen werden.“

Beratung durchs Stadtteilmanagement

Damit es ein Projekt bis zur Antragsreife schafft, steht das Stadtteilmanagement bereit. Voraussetzungen sind zunächst einmal, dass das Projekt neu ist und im Fördergebiet der Sozialen Stadt liegt. „Wir sprechen das mit den Antragstellern durch und beraten sie“, erklärt Daniela Schaefers vom Stadtteilmanagement. So soll sichergestellt werden, dass ein Antrag strukturiert und kalkuliert ist.
80.000 Euro umfasst der Verfügungsfonds jährlich; die Höchstfördersumme für ein Projekt liegt bei 5.000 Euro. Neunmal hat das Stadtteilmanagement bisher zu einer Sitzung des Stadtteilbeirats eingeladen. Während der Sitzung präsentieren die Antragsteller ihr Projekt, die Mitglieder stellen Nachfragen und machen gegebenenfalls Auflagen. Im Anschluss diskutieren die Mitglieder und fällen ihre Entscheidung.
Zu den genehmigten Projekten in den vergangenen zwei Jahren gehören unter anderem das Sommerfest in der Flüchtlingsunterkunft Emil-Weitz-Straße, Kleidung für die vier Quartiershausmeister, Stadtteilequipment (Musikanlage, Pavillons und Bierzeltgarnituren), Erste-Hilfe-Kurse des DRK für Geflüchtete sowie Schnupperkurse in der Aquarellmalerei.

Kontakt und Infos

Die nächste Sitzung des Stadtteilbeirats ist für Februar oder März 2019 geplant. Das Stadtteilmanagement ist unter Tel. 02327/9197930 sowie per E-Mail an info@wat-bewegen.de zu erreichen.

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