KOMMENTAR: Millionen verzockt

Risikolose Finanzgeschäfte mit einträglicher Rendite gibt es nicht. Das wissen wir (spätestens) seit der großen Finanzkrise im September 2008. Es mag Zockernaturen geben, die sich trotzdem gern mit einem gewissen Nervenkitzel auf dem Spekulationsparkett bewegen. Dies kann jeder private Anleger für sich selbst entscheiden.

Etwas anders sollte es aussehen, wenn mit öffentlichen Geldern spekuliert wird, wie es die Stadt Bochum getan hat. Da wurde offensichtlich auf das falsche Pferd gesetzt, weil sich das Verhältnis zwischen Euro und Schweizer Franken genau in entgegen gesetzter Richtung entwickelt hat.

Dumm gelaufen? Schlecht beraten worden? Wer haftet? Das entstandene Defizit bewegt sich im hohen zweistelligen Millionenbereich, und dann gibt es auch noch „faule“ RWE-Aktien, die das Stadtsäckel belasten. Tatsächlich ausgesprochen dumm gelaufen, denn im Endeffekt zahlt die Zeche (wieder einmal) jeder einzelne Bürger der Stadt.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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