Kommentar zum August-Bebel-Platz
Kompromiss erwünscht

Es ist oft sehr kompliziert, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen.
So stellt sich momentan auch die "verfahrene" Lage um die Neugestaltung des August-Bebel-Platzes dar. Größtmögliche Einigkeit besteht darüber, dass der Platz in seinem heutigen Erscheinungsbild nicht nur städtebaulich nicht mehr "up to date" ist, sondern im Laufe der Jahre eine Art Schandfleck wurde.
Weitestgehend unstrittig ist, dass weniger Autos und mehr Grün die Lebensqualität steigern würden und die Qualität als Aufenthaltsort steigern könnten.
Aber stopp! Wer soll zu welchen Zwecken den Platz aufsuchen? Der ohnehin nicht mehr große Stellenwert als Einkaufsstandort würde (bei einem Zufahrtsverbot mit privaten PKW) weiter sinken. Wer soll dann dort verweilen, um die angedachten Grünflächen zu genießen? Die zahlreichen Umsteiger des öffentlichen Nahverkehrs?
Nein, Wattenscheid hat nicht das Format der Kö oder des Kudamms. Nicht seifenblasenartige Träume von Straßencafés am Bebel-Platz sind vonnöten, sondern eine Stärkung des lokalen Handels. Und zwar mit voller Kraft - und möglichst parteiübergreifend.
Noch ist Zeit, um eine Kompromisslösung zu finden für einen neuen August-Bebel-Platz. Rauft euch zusammen im Sinne Wattenscheids. Wenn nicht jetzt, wann dann!

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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