Neuer Führerschein für Katastrophenschützer

Dennis Schürmann und Mark Büteröwe (v.l.) können jetzt die mittelgroßen Einsatzfahrzeuge wie den modernen Krankentransportwagen mit dem neuen C1-Führerschein fahren.
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Man stelle sich vor, es kommt in Wattenscheid zu einem Großschadensereignis bei dem der Katastrophenschutz den Rettungsdienst und die Feuerwehr unterstützen muss und das Deutsche Rote Kreuz kann nicht helfen, weil niemand die DRK-Einsatzfahrzeuge fahren darf. Das Problem besteht darin, dass Fahrzeuge für den Katastrophenschutz mittlerweile oft das Format und das Gewicht eines mittleren Lkw haben.

Schulung für Fahrzeuge von 3,5-7,49 Tonnen

Während das für Besitzer des alten Führerscheins der Klasse 3 keinerlei Anlass zur Sorge darstellt, müssen junge Hilfskräfte mit frischer Fahrerlaubnis draußenbleiben - die dürfen solche Gefährte nämlich gar nicht mehr lenken.

Die Führerscheinklassen waren 1999 innerhalb der EU vereinheitlicht worden. Seitdem dürfen mit einem Pkw-Führerschein nur Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen gefahren werden. Für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 und weniger als 7,5 Tonnen ist nun ein Führerschein der Klasse C1 erforderlich.

Land NRW hilft bei Finanzierung

Die Kosten liegen bei rund 1.500 €. DRK-Zugführer Dennis Schürmann:
„Glücklicherweise zahlt hierfür das Land einen Zuschuss, um das Ehrenamt im Katastrophenschutz zu fördern.“ Der 28jährige selbstständige Gerüstbauer ist einer von zwei DRKlern aus Wattenscheid, der nun seinen C1-Führerschein mit der Landesunterstützung erwerben durfte und nun die Einsatzfahrzeuge wieder ausnahmslos fahren darf. „Die sind mitunter schon schnell mal schon ohne Ladung knapp 4 Tonnen schwer.“ Drei von sechs Einsatzfahrzeugen der Einsatzeinheit des WAter Roten Kreuzes sind mittlerweile in dieser Gewichtsklasse angesiedelt, die Zahl der möglichen Fahrer allerdings ist noch überschaubar!

Dank für Engagement

“Die amtliche Fahrerlaubnis hat für die ehrenamtlichen Helfer einen großen Vorteil. Sie können die erworbene Fahrerlaubnis auch privat oder beruflich nutzen, wie bei Herrn Schürmann. Dies ist eine unserer Möglichkeiten, das Ehrenamt zu fördern”, erklärt DRK-Pressesprecher Christian Lange. „Verdiente ehrenamtliche Mitarbeiter können so finanziell beim C1-Führerscheinerwerb unterstützt werden. Es ist für uns auch die Möglichkeit des Dankes für ihr Engagement für das DRK.“

Regulärer Führerscheinerwerb unerlässlich

Das Land hatte sich gegen den sogenannten “Feuerwehrführerschein” entschieden, bei dem lediglich eine organisationsinterne Einweisung und Prüfung stattfindet. “Unsere Fahrzeuge und die räumliche Enge im Straßenverkehr des Ruhrgebietes stellen die Einsatzkräfte gerade bei Einsatzfahrten vor große Anforderungen. Eine sorgfältige Fahrschulausbildung und amtliche Prüfung ist sicher unverzichtbar. Vor den Fahrstunden mit den Ausbildern der Fahrschule Dietz schätzte man die Breite der Fahrzeuge schon echt falsch ein”, betont mit dem zwanzigjährigen Mark Büteröwe auch der zweite C1-Führerscheinneuling beim WATer Roten Kreuz die Notwendigkeit der Schulungen. „Wir waren mit Theorie und Praxis sicher 4 Monate beschäftigt.“

Das Rote Kreuz in Wattenscheid möchte auch in den nächsten Monaten wieder versuchen, weitere Ehrenamtliche durch diesen Führerscheinerwerb fördern zu können. Die entsprechenden Anträge werden gestellt, um das Ehrenamt auch im Katastrophenschutz weiter zu fördern. Im Katastrophenschutz des Verbandes warten interessante Aufgaben vom Betreuungs-, und Sanitätsdienst sowie in den Bereichen "Technik und Sicherheit" oder "Einsatzführung" auf die Mitwirkenden in einer jungen Gemeinschaft von Rotkreuzlern.

Weitere MitstreiterInnen sind immer erwünscht

Wer Interesse an einer Mitarbeit im Roten Kreuz hat, kann in der DRK-Kreisgeschäftsstelle an der Voedestraße 53 Informationen bei Herrn Eisenhuth (Tel. 0 2327-87018) erhalten.

Dennis Schürmann und Mark Büteröwe (v.l.) können jetzt die mittelgroßen Einsatzfahrzeuge wie den modernen Krankentransportwagen mit dem neuen C1-Führerschein fahren.
Auch das Fahren mit dem DRK-LKW ist jetzt erlaubt. Der Führerschein hilft auch privat und beruflich weiter!
Autor:

Christian Lange aus Wattenscheid

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