Auferstehungskirche St. Pius - eine neue Bestattungskultur

(v.l.) Pia Scholz, die zukünftige Verwalterin des Kolumbariums, Gabi Hinz aus dem Kirchenvorstand von St. Gertrud sowie  Pastoralreferent Ralf Tietmeyer auf der neuen Rampe in der „Baustelle“ St. Pius.
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  • (v.l.) Pia Scholz, die zukünftige Verwalterin des Kolumbariums, Gabi Hinz aus dem Kirchenvorstand von St. Gertrud sowie Pastoralreferent Ralf Tietmeyer auf der neuen Rampe in der „Baustelle“ St. Pius.
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Über 50 Prozent aller Verstorbenen erhalten mittlerweile in einer Urne ihre letzte Ruhe. Diesem Trend in der Bestattungskultur will die Pfarrei St. Gertrud mit einem neuen Angebot Rechnung tragen, der Auferstehungskirche St. Pius.

60 bis 70 Bestattungen jährlich

Im Zuge der Bistumsreform wurde das Gotteshaus an der Ecke Park-/Stresemannstraße 2008 vom damaligen Essner Bischof Felix Genn zur „weiteren Kirche“ erklärt. Während sich der heutige Münsteraner Oberhirte damals noch ersten Pläne für ein Kolumbarium widersetzte, gab es 2011 die Zusage von seinem Nachfolger Franz-Josef Overbeck. Jedoch
muss die Wattenscheider Pfarrei die Umbaukosten von mittlerweile erwarteten 1,2 Millionen Euro selbst tragen. Und die Realisierung des künslerischen Konzeptes von Gabriele Wilpers „Himmlisches Jerusalem“ für etwa 100.000 Euro ist dort nicht eingerechnet, hierfür sind noch einige Spendenmittel erforderlich. „Da sind wir noch sehr am Anfang“, erklärt Pastoralrefrent Ralf Tietmeyer, der in der Auferstehungskirche einige Trauergottesdienste leiten wird.

Samstag: Besichtigung

Seit diesem Frühjahr laufen die intensiven Umbauarbeiten in der 1956 geweihten Kirche. Am Samstag (20.) zwischen 16 und 17 Uhr besteht für die Öffentlichkeit nun die Möglichkeit, den Stand der Umgestaltung zu sehen. Erste markante Neuerung ist die Rampe vom hinteren Eingang/ Taufbecken bis zum früheren Altarraum, der zukünftig für Trauerfeiern genutzt wird. Links und rechts von diesem Hilfsmittel für mobilitätseingeschränkte Menschen sowie für den Transport von Särgen wird nach der ersten Ausbaustufe Platz für rund 1500 Urnenkammern sein, insgesamt ist die Planung auf rund 2000 ausgelegt. „Wir rechnen mit 60 bis 70 Bestattungen jährlich“, erläutert Pia Scholz, die zukünftige Verwalterin des Kolumbariums, „es sind bereits vier für Allerseelen und Tage danach angemeldet“. Der 2. November, 16 Uhr, (Sonntag nach Allerheiligen) ist passenderweise als Eröffnungstermin für die Auferstehungskirche St. Pius ausgewählt.

Diese enthält neben der Rampe in den bisherigen Tauf- und Marienkapellen im hinteren Teil der katholischen Kirche insgesamt drei Abschiedsräume, die zur Aufbahrung der Verstorbenen hergerichtet werden.
Für 20 Jahre werden ab Anfang November Verstorbene, die eine christliche Bestattung gewünscht haben, in den mit Namensschildchen versehenen Urnenkammern eine Ruhestätte finden. Nach Ablauf der Liegezeit bleibt die Asche weiterhin in der Kirche. Diese soll zukünftig täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet sein, bietet wetterunabhängige und pflegefreie Ruhestätten, die einmalig 2600 Euro inklusive Platte kosten werden. Weitere Informationen auch unter Tel. 015737975637 oder (02327)-30150.

(v.l.) Pia Scholz, die zukünftige Verwalterin des Kolumbariums, Gabi Hinz aus dem Kirchenvorstand von St. Gertrud sowie  Pastoralreferent Ralf Tietmeyer auf der neuen Rampe in der „Baustelle“ St. Pius.
Blick von der Orgelempore.
Autor:

Holger Crell aus Wattenscheid

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