Corona, Cloppenburg,Putenfleisch, Positiv Test
Corona im Schlachthof: Jetzt auch Fälle in Essen Landkreis Cloppenburg

In einem weiteren Schlachthof im Nordwesten Niedersachsens sind neue Corona-Fälle bekannt geworden: Es handelt sich um einen Betrieb in Essen im Landkreis Cloppenburg. Nach Angaben eines Sprechers von Danish Crown gibt es in dem Schlachthof drei infizierte Mitarbeiter, die in der vorherigen Woche noch negativ auf das Coronavirus getestet worden waren. Außerdem sei ein neuer Mitarbeiter infiziert, der aber noch nicht im Schlachthof angefangen hatte.
Danish Crown hat nach Angaben des Sprechers am Mittwoch bereits 350 Mitarbeiter getestet, die in den Abteilungen der drei Infizierten gearbeitet haben. Die Testergebnisse sollen am Donnerstag vorliegen. Insgesamt arbeiten bei Danish Crown in Essen 1.500 Mitarbeiter. Am Dienstag waren zudem 23 Corona-Fälle im Puten-Schlachtbetrieb Geestland in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) bekannt geworden. Dort sollen alle rund 1.100 Mitarbeiter getestet werden. Die Ergebnisse aus Wildeshausen sollen am Freitag vorliegen.

Otte-Kinast fordert mehr Sicherheits-Anstrengungen
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andwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kienast (CDU) äußerte sich besorgt über die Corona-Ausbrüche in den niedersächsischen Schlachtbetrieben. Sie erwarte von den Unternehmen der Ernährungsbranche, dass die Pandemiepläne auf Wirksamkeit überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Außerdem forderte sie, dass die Kapazitäten in bestimmten Bereichen der Betriebe heruntergefahren werden, um die Sicherheit der Mitarbeiter und der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Oldenburg/Ostfriesland forderte außerdem Tests für alle Mitarbeiter der niedersächsischen Fleischindustrie.
Hintergrund sind die jüngsten Corona-Ausbrüche in einigen Unternehmen der Branche, unter anderem in einem Puten-Schlachthof im Landkreis Oldenburg. Laut dem für Oldenburg und Ostfriesland zuständigen NGG-Chef Matthias Brümmer werden in Teilen der Branche Hygieneregeln locker gehandhabt. Dadurch seien Leiharbeiter, Werkvertragsarbeiter und Stammbeschäftigte in ihrer Gesundheit bedroht.

"Bedrohungspotenzial für Gesundheit der Bevölkerung"
Immer mehr besorgte Betriebsräte melden sich laut Brümmer aus den Betrieben. Leiharbeiter und Werkarbeiter, bei denen niemand die Herkunft erklären könne, seien in den vergangenen Tagen häufig ausgetauscht worden. "Da entwickelt sich ein gewaltiges Bedrohungspotenzial, das den Fortbestand einer ganzen Branche gefährdet und die Gesundheit der Bevölkerung mit bedroht", sagte Brümmer. Das Land lehnt bislang erneute Corona-Reihentests bei den gut 17.000 Beschäftigten in der niedersächsischen Fleischindustrie ab.
Im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch bei Tönnies im nordrhein-westfälischen Rheda-Wiedenbrück sind inzwischen mehr als 1.550 Menschen nachweislich infiziert. Rund 7.000 Mitarbeiter sind unter Quarantäne gestellt. Im Puten-Schlachtbetrieb Geestland in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg) gibt es akut 23 nachgewiesene Corona-Fälle. Dort sollen nun alle 1.100 Mitarbeiter getestet werden. Der Landkreis Oldenburg will noch am Mittwoch über mögliche Konsequenzen informieren.

Quelle: Nachrichten Niedersachsen

Aktueller Nachtrag:
20:03 Dönerproduzent bei Duisburg geschlossen - 17 Fälle +++
Bei einer Dönerfleischproduktion in Moers bei Duisburg sind 17 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtete der Kreis Wesel. Insgesamt habe der Betrieb 275 Mitarbeiter. Die Infizierten seien in Quarantäne, das gelte vorsorglich auch für 43 weitere Personen. Der Kreis ordnete daraufhin Tests bei allen anwesenden Mitarbeitern des Dönerproduzenten an, die Ergebnisse stehen noch aus. Der Betrieb wurde vorläufig geschlossen. Einige wenige Mitarbeiter dürften aber in den kommenden Tagen noch unter Auflagen "bereits angelieferte Frischware weiterverarbeiten, um zu vermeiden, dass diese verdirbt", so der Kreis. Der Betrieb habe ein "hervorragendes Hygienekonzept".

+++ 20:40 Kaserne mit Werkvertragsarbeitern unter Quarantäne +++
Der niedersächsische Landkreis Diepholz hat ein ehemaliges Kasernengelände, auf dem Werkvertragsarbeiter wohnen, vorsorglich unter Quarantäne gestellt. In den Gebäuden in Wagenfeld seien 200 Menschen untergebracht, die in dem von einem Coronavirus-Ausbruch betroffenen Schlachtbetrieb in Wildeshausen im Landkreis Oldenburg arbeiteten, sagte eine Behördensprecherin.

+++ 22:46 Bordelle in den Niederlanden dürfen wieder öffnen +++

Nach mehr als dreimonatiger Schließung dürfen die Bordelle in den Niederlanden ab dem kommenden Mittwoch wieder öffnen. Alle Angehörigen von "Kontaktberufen" dürften ab dem 1. Juli ihrer Arbeit wieder nachgehen, sagte Ministerpräsident Mark Rutte - die betrifft vor allem Sexarbeiter. Dabei sollten die Prostituierten aber stets vorher fragen, ob ein Kunde Symptome einer Covid-19-Erkrankung habe, erklärte die Regierung. Bisher war die Wiederöffnung der Bordelle für September vorgesehen. Felicia Anna von der Sex-Arbeitergewerkschaft im Amsterdamer Rotlichtbezirk begrüßte die Entscheidung gegenüber der Nachrichtenagentur ANP: "Alle freuen sich sehr. Wir haben kein Geld mehr."

Fazit: Na, dann SEX mit Fragebogen?
Quelle:
Coronavirus-Liveticker

Autor:

Dany Uhlig aus Wattenscheid

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