Die Alzheimer-Gesellschaft verstärkt ihre Aktivitäten in Wattenscheid
Eine Rikschafahrt ist lustig

Die Alzheimer-Gesellschaft hat bei einer Freizeit bereits gute Erfahrungen mit der Rikscha gesammelt.
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  • Die Alzheimer-Gesellschaft hat bei einer Freizeit bereits gute Erfahrungen mit der Rikscha gesammelt.
  • Foto: Jutta Meder
  • hochgeladen von Nathalie Memmer

„Die Wattenscheider haben nach wie vor eine ausgeprägte eigene Identität und wünschen sich Angebote, die auf ihre Situation zugeschnitten sind“, hat Jutta Meder von der Alzheimer-Gesellschaft Bochum die Erfahrung gemacht. „Eine Zweigstelle in Wattenscheid ist derzeit nicht denkbar“, ergänzt sie, „aber wir sind bald regelmäßig im Seniorenbüro Wattenscheid präsent. Außerdem haben wir für Wattenscheid ein ganz besonderes Projekt entwickelt, das bald an den Start geht.“

„Ich wusste gar nicht, dass mein Partner noch so fröhlich lachen kann“, mit diesen Worten kommentierte eine Angehörige auf einer von der Alzheimer-Gesellschaft organisierten Freizeit die Wirkung einer Rikschafahrt auf einen an Demenz erkrankten Menschen. Da lag es für die Alzheimer-Gesellschaft nahe, eine Rikscha für den Einsatz in Wattenscheid anzuschaffen. Der Verfügungsfonds der Sozialen Stadt Wattenscheid-Mitte bewilligte die dafür notwendigen finanziellen Mittel.
Der Projektname „Freude im Alltag – Mit der Rikscha mobil in Wattenscheid“ zeigt bereits, worum es geht: Freude in den Alltag von an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen zu bringen. Zugleich soll das freiwillige soziale Engagement gefördert werden. So wird die Rikscha von einem ehrenamtlichen Mitarbeiter bewegt werden, der das gute Stück auch warten und pflegen wird. Bis dahin ist allerdings noch etwas Geduld gefragt. „Durch die langen Lieferzeiten werden wir noch einige Wochen auf unser Gefährt warten müssen“, verrät Jutta Meder.
Wenn es dann so weit ist, soll die Rikscha für verschiedene Freizeitaktivitäten genutzt werden: Fahrten durch den Stadtgarten, zur Zeche Holland oder in das alte Wohnviertel der Teilnehmenden. „Das bringt Freude in den Alltag von Menschen, für die ein Urlaub, wie sie ihn vor ihrer Erkrankung oder der des Partners verbracht haben, oft nicht mehr denkbar ist“, weiß Jutta Meder. Nicht zuletzt erhofft sie sich von der Rikscha einen niederschwelligen Zugang zur Inanspruchnahme von Beratungs- und Gesprächsangeboten. Und die gibt es für die Wattenscheider bald auch ganz in der Nähe: Ab Anfang August bietet die Alzheimer-Gesellschaft im Seniorenbüro Wattenscheid an der Propst-Hellmich-Promenade regelmäßige offene Sprechstunden an. Zudem bietet das Pflegecafé Angehörigen die Möglichkeit zum Austausch.

Infos
- Die Alzheimer-Gesellschaft ist unter Tel.: 0234 – 33 77 72 zu erreichen.
- Weitere Informationen sind auf: alzheimer-bochum.de zu finden.

Autor:

Nathalie Memmer aus Bochum

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