Kurse der "Lebensrettenden Sofortmaßnahmen": Nicht nur für Führerscheinerwerber, sondern auch zur Auffrischung der Kenntnisse!

DRK-Ausbilder Stefan Kahnert mit DRK-Chef Thorsten Junker (v.l.)
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Das Wattenscheider Rote Kreuz bietet Erste-Hilfe / LSM-Kurse nicht nur für Führerscheinbewerber an, sondern auch für diejenigen, die sich wieder auf den neuesten Stand bringen wollen.

Die meisten Autofahrer in Bochum sind oftmals bereits seit vielen Jahren stolze Besitzer ihres Führerscheins. Glücklicherweise ist in dieser Zeit der Großteil von ihnen auch noch nie in einen Unfall verwickelt gewesen - geschweige denn, dass sie einen Verletzten aus dem Auto hätten ziehen müssen, um ihm dann Erste Hilfe zu leisten.

Viele Menschen sind wegen der fehlenden Übung nicht zu hundert Prozent sicher, in welcher Reihenfolge sie welche Handgriffe im Ernstfall vollführen sollten. Und dann noch diese stabile Seitenlage, die man fast besser aus dem Kreuzworträtsel kennt. Irgendwie das Bein anwinkeln, dann noch auf den Arm aufpassen, den Verletzten herumdrehen und noch irgendwas mit dem Kopf anstellen. Viel genauer sind die Erinnerung oder Kenntnisse vor dem Besuch eines Kurses der „lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort“ bei vielen Teilnehmern nicht.

Regelmäßige Auffrischung des Wissens ist wichtig!

"Da sind Sie sicherlich nicht die einzigen", weiß auch Werner Rautenberg vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), selbst als Erste-Hilfe-Beauftragter im Ehrenamt beim Wattenscheider Rotkreuzverband aktiv. Hierbei bietet er mit seinen Mitstreitern regelmäßig Auffrischungskurse oder Ausbildungen in den lebensrettenden Maßnahmen oder der Ersten Hilfe an. "Die Kurse sind schon wichtig, schließlich hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert und ohne Übung vergisst man einfach zu viel!“

Oft wartet so schon zu Beginn der ersten Ausbildungsstunde die erste Überraschung, wenn Werner Rautenberg in die Runde fragt, was denn die erste Tat sei, wenn man an einen Unfallort kommt. "Zunächst muss das Warndreieck aufgestellt werden, um den Unfallort zu sichern", kommt dabei meist schnell eine
gutgemeinte Antwort, die hier oft die Meinung aller anwesenden Teilnehmer darstellt. "Falsch", so die Antwort des DRK-Ausbilders. "Mittlerweile ist es Pflicht, vor dem Verlassen des Autos eine Warnweste anzulegen. Diese muss also immer in der Fahrgastzelle bereit liegen. Schließlich wollen Sie ja nicht neben dem Verletzten liegen."

"Westenpflicht?", für viele ein völliges Novum. Und das nächste folgt im Kursverlauf schnell auf dem Fuße. Die Helmabnahme bei einem Motorradfahrer, die korrekte stabile Seitenlage bei Bewusstlosen oder die Herz-Lungen-Wiederbelebung sollten nach Kursende kein Problem mehr sein. Diese solide Ausbildungsgrundlage in den Lebensrettenden Sofortmaßnahmen (LSM) ist zudem sehr einfach zu erreichen. „Unsere Ausbildungen vermitteln alles, um bei einem Notfall schnell und sicher das Richtige zu tun“, betont der langjährige Ausbilder Werner Rautenberg. Der Lehrgang selbst dauere nur 4 Doppelstunden.

Kurse im April im DRK-Zentrum

Die Unterrichtung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen am Unfallort findet im DRK-Zentrum an der Sommerdellenstraße 26 statt und umfasst insgesamt 4 Doppelstunden á 90 Minuten. Die nächsten Kurse finden am 05. und 26. April jeweils ab 10:00 Uhr im Ausbildungsraum im Erdgeschoss statt.

Die Teilnahme ist in Deutschland Pflicht für den Erwerb der Führerscheinklassen A, A1, B, BE, L, M, S und T. Auch für den Erwerb der Privatpilotenlizenz (PPL) ist eine Teilnahme erforderlich. Die Kosten betragen 20 €, eine vorherige Anmeldung beim Roten Kreuz ist nicht erforderlich.

DRK-Ausbilder Stefan Kahnert mit DRK-Chef Thorsten Junker (v.l.)
Einige der neuen jungen DRK-Ausbilder: Kyra, Vanessa und Tom (v.r.)

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