CORONAKRISE
Sorge vor häuslicher Gewalt !

In der Coronakrise bereiten sich die Sicherheitsbehörden auf neue Anforderungen vor: Möglicherweise steigen die Fälle häuslicher Gewalt.
Auf engem Raum zusammen und keine Kinderbetreuung - die Auswirkungen der Corona-Krise kann in vielen Familien zu Spannungen führen. Mehr Menschen arbeiten von zu Hause, wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus sind andere entweder von Arbeitslosigkeit bedroht oder bereits entlassen. All das steigert zu Hause den Stress.
Hilfseinrichtungen und Beratungszentren warnen außerdem davor, dass es in den nächsten Wochen zu deutlich mehr Gewalt zwischen Erwachsenen kommen könnte. Möglichst viel Zuhause zu bleiben ist aktuell als Schutzmaßnahme gegen das Coronavirus gedacht. Vor allem für Frauen und Kinder in NRW könnte das aber auch eine Bedrohung darstellen.
Keine Schule oder Arbeit. Keine Freunde zum Reden. Nur unter einem Dach mit einem gewalttätigen Partner oder Elternteil.Viele Kinder und Frauen in NRW sind bereits Opfer häuslicher Gewalt.
Die Viruskrise trifft besonders die Kinder von Müttern und Vätern, die schon zuvor aufgrund von Sucht oder anderen psychischen Störungen kaum in der Lage waren, den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht zu werden warnt der Deutsche Kinderverein.
Die Frauenhäuser in NRW bereiten sich ebenfalls auf einen Anstieg von Fällen vor.Gewalttätige Männer hätten keine Möglichkeit mehr, ihre Aggressionen am anderer Stelle auszuleben und ihre Frauen seien permanent auf engstem Raum mit ihnen zusammen.
Der Kinderverein ruft zudem alle Menschen auf, Mitverantwortung für Kinder zu übernehmen. „Wenn Sie Zweifel am Wohl eines Kindes , oder Beobachtungen der häuslichen Gewalt in Ihrer Umgebung haben, teilen Sie Ihre Sorgen dem Jugendamt oder der Polizei mit. Das geht auch anonym.
.Hilfsorganisationen warnen vor einer möglichen Zunahme Kindesmissbrauch, solange Schulen und Kindergärten geschlossen sind.
Für einige Kinder könnte die Situation lebensbedrohlich werden. Für viele Kinder ist die Schule ein Ort, wo man lernt und sich mit anderen trifft. Für andere ist sie ein sicherer Ort, eine schützende Umgebung, nämlich für Kinder aus unsicheren häuslichen Verhältnissen, wo sie möglicherweise Missbrauch ausgesetzt sind. 2018 gab es laut Polizeistatistik 4000 Fälle von Kindesmissbrauch in Deutschland. Die Zahl von sexuellem Kindesmissbrauch lag mit 14.000 noch deutlich höher.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Kinder keine Erwachsenen sind. Sie haben einen Bewegungsdrang und müssen sich austoben. Solche Maßnahmen lassen sich für kurze Zeit aufrechterhalten. Kinder müssen angesprochen und Teil dieser Informationen werden.Momentan werden Kinder hauptsächlich von Erwachsenen informiert, aber die verletzlichsten unter ihnen erhalten gegebenenfalls nicht die richtigen Informationen, vor allem jetzt, wo sie nicht zur Schule gehen.
Hausbesuche durch Unterstützungsnetzwerke und Sozialdienste werden wegen des COVID-19-Infektionsrisikos derzeit reduziert.Wegen der aktuellen Maßnahmen in Deutschland verlässt der gewalttätige Partner weniger die Wohnung als sonst, was es für das Opfer fast unmöglich macht, Hilfe zu suchen und Beratungsstellen anzurufen

Autor:

Dany Uhlig aus Wattenscheid

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