Regionalliga: SGW fährt mit 3:0 gegen Straelen den Klassenerhalt ein
Erlöst! Fans feierten Toku-Elf

Freude und Erleichterung bei Trainer Farat Toku und "Co" Tim Krickhahn. Foto: Peter Mohr
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Die SG Wattenscheid 09 setzte sich am Samstag vor knapp 1800 Zuschauern in der Lohrheide im „Abstiegs-Endspiel“ gegen den SV Straelen hoch verdient mit 3:0 (0:0) durch und hat damit den Klassenerhalt am letzten Spieltag unter Dach und Fach gebracht.

Trainer Farat Toku musste neben den Verletzten Chang Kim, Herve Unzola und Julijan Popovic auch auf den gelb-gesperrten Nicolas Abdat verzichten. Dessen Platz auf der linken Außenposition in der Viererkette übernahm Steve Tunga, der in seiner ungewohnten Rolle eine prima Leistung zeigte.
In der ersten Viertelstunde geschah nicht viel auf dem Feld. Abtasten, Taktieren und gegenseitiger Respekt dominierten zunächst. Das erste Ausrufezeichen setzte Berkant Canbulut, der nach schöner Vorarbeit von Emre Yesilova das Leder in der 24. Minute direkt nahm und knapp über den Kasten zielte. Acht Minuten später war es erneut Canbulut, der frei vor Straelens Kasten auftauchte, doch das Leder am linken Pfosten vorbei schob. Die SGW übernahm zusehends das Kommando, der Gast aus Straelen, der eigentlich offensiver hätte agieren müssen, konnte nur noch reagieren. Es fehlte jedoch der erlösende Treffer für die Hausherren. Doch weder Canbuluts dritter Versuch (36.) nach Zuspiel von Cellou Diallo noch Yesilovas Außennetz-Treffer (41.) fanden den krönenden Abschluss. Auf der Gegenseite kurz vor dem Pausentee dann die erste Möglichkeit für den Gast, doch Terada hatte sich im 09-Strafraum das Leder zu weit vorgelegt.
Kurz nach Wiederbeginn stockte den SGW-Anhängern dann für einen Moment der Atem, als Schlussmann Edin Pepic einen harmlosen Ball passieren ließ, und „Adi“ Schneider das Leder in höchster Not von der Linie kratzte.
Der Innenverteidiger, der noch einmal eine starke Leistung präsentierte, verlässt die SGW nach exakt 130 Regionalligaspielen in Richtung Essen-Schonnebeck.
Nachdem sich die Aufregung über diesen Patzer gelegt hatte, „klingelte“ es wenig später auf der Gegenseite. Berkant Canbulut zog aus 18 Metern ab und traf zur Führung flach ins linke Eck und krönte damit seine starke Rückrunde, in der er sieben seiner acht Saisontreffer erzielte. Wenig später zog Emre Yesilova von links nach innen, zog mit dem rechten Fuß ab, und das Leder sauste halbhoch ins lange Eck. Für den dritten Treffer zeichnete Cellou Diallo verantwortlich, der zunächst abgeblockt worden war und dann das Leder von der rechten Seite aus spitzem Winkel über den Keeper ins Netz schlenzte. Ein Treffer vom Prädikat „absolut sehenswert“.
In der Folge ließen die Toku-Schützlinge gegen die mehr und mehr resignierenden Kicker von der niederländischen Grenze noch Großchancen von Nico Buckmaier, Cellou Diallo und Jeffrey Obst ungenutzt. An einem Tag wie diesem – Schwamm drüber. Gegen 15.50 Uhr gab es nur noch Jubel im weiten Rund des Lohrheidestadions und die Gewissheit, dass die SGW ein weiteres Jahr in der Regionalliga kickt.
Am Samstag ist Feiern angesagt, danach geht es jetzt für Peter Neururer und Oguzhan Can in die konkreten Planungen für die kommende Spielzeit.
Trainer Farat Toku hatte vor der Partie gesagt, erst ab Samstagabend werde er sich mit dem Thema beschäftigen.

Pepic, Obst, Lach, Schneider, Tunga, Corboz, Tietz, Canbulut (80. Lobinger), Diallo (88. Jakubowski), Buckmaier (87. Taskin), Yesilova.

Tore: 1:0 Canbulut (56.), 2:0 Yesilova (62.), 3:0 Diallo (66.)

Gelbe Karten: keine – M'Bengue (12.)

Zuschauer: 1717

Fotos aus der Lohrheide

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