SGW - Nach Jahreshauptversammlung und Niederlage in Wuppertal
Führungsriege steht, Mannschaft wankt

Nico Buckmaiers Stoßgebet zum Himmel vor dem Spiel hatte keine positive Wirkung. Foto: Peter Mohr
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Am Freitag sollten auf der Jahreshauptversammlung der SGW die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt werden. Ein neuer Aufsichtsrat steht. Die Mannschaft wankt allerdings bedrohlich nach dem 2:3 am Samstag beim Wuppertaler SV.

Oguzhan Can hat künftig im Aufsichtsrat an seiner Seite Hassan Simsek (Gastronom), Josef Schnusenberg (ehem. Schalke-Präsident), Hans Mosbacher (Chef der Stölting Gruppe), Horst Poganaz (ehem. Schalke-Aufsichtsrat, Victoria Versicherungen) und Gerd Abstins. In Kürze soll auch ein neuer Vorstand inthronisiert werden.
Auf dem Rasen sind die Weichenstellungen allerdings noch nicht sichtbar geworden. Was die SGW in den ersten 45 Minuten im Stadion am Zoo ablieferte, hatte nur wenig mit Regionalligafußball zu tun. Bereits nach zehn Minuten sprang Norman Jakubowski beim Kopfballversuch unter dem Leder hindurch, der quirlige Hagemann hatte freie Bahn und schoss aus kurzer Distanz ein. Die wenigen Offensivmöglichkeiten der Lohrheidekicker konnten im ersten Durchgang keine wirkliche Gefahr entfachen. Mael Corboz zielte am langen Eck vorbei, und Steve Tunga versprang nach einer starken Balleroberung das Leder auf dem freien Weg zum WSV-Tor.
Obwohl Trainer Farat Toku drei Innenverteidiger aufgeboten hatte und auf einen „klassischen“ Stoßstürmer verzichtete, fehlte in der Defensive jegliche Stabilität. Nach einer guten halben Stunde flankte Kapitän Manno von der linken Seite und der aufgerückte Schmetz köpfte ein. Zwei Minuten vor dem Gang zum Pausentee fast eine Kopie des 2:0. Diesmal flankte Topal von links, und Ex-09er Jan-Steffen Meier kam im Fünf-Meter-Raum frei zum Kopfball.
Die Partie schien bereits gelaufen, zu deutlich war die Überlegenheit des WSV. Die Hausherren waren in Sachen Tempo und Zweikampfverhalten stets eine Nasenlänge vorn.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs schwächten sich die Wuppertaler allerdings selbst, als sich der bereits verwarnte Enes Topal auf eine Diskussion mit dem schwachen Referee Ricardo Morais (Luxemburg) einließ und prompt die „Ampel“ sah.
In Überzahl wurden die 09er stärker und konnten durch Nico Buckmaiers neunten Saisontreffer nach einer Stunde verkürzen. Der Kapitän hatte sich an der rechten Torauslinie durchgesetzt und aus spitzem Winkel getroffen.
Drei Minuten später war es wieder Buckmaier, der im Strafraum gegen drei WSV-Spieler zum Abschluss kam, dann aber an einem tollen Reflex von Schlussmann Lübke scheiterte.

Dreimal Aluminium

Eine Viertelstunde vor Schluss traf Buckmaier mit einem Flachschuss nur den linken Pfosten. In der Schlussphase erwachten die Wattenscheider, spielten – dank der Überzahl – energischer in die Spitze. Tyger Lobinger passte von der rechten Torauslinie scharf auf den „zweiten“ Pfosten, und der zur Pause eingewechselte Julijan Popovic staubte ab.
Es kam noch einmal Hoffnung auf im Wattenscheider Lager. Und nach der schwachen Vorstellung in den ersten 45 Minuten hatte die Toku-Elf sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß. Zweimal stand Aluminium im Weg – bei Mael Corboz' Freistoß (85.) und bei Tim Lobingers Schuss aus kurzer Distanz (88.)
Noch steht die SGW knapp über dem Strich, könnte aber im Falle eines Kölner Sieges am Montag bei der U23 des BVB auf Platz 15 abrutschen.

Pepic, Obst, Lach, Jakubowski (46. Lobinger), Schneider, Abdat (46. Popovic), Corboz, Tunga (58. Diallo), Canbulut, Buckmaier, Yesilova

1:0 Hagemann (10.), 2:0 Schmetz (34.), 3:0 Meier (43.), 3:1 Buckmaier (60.), 3:2 Popovic (83.).

Gelbe Karten: Lach (74.) - Topal (30.), Schmetz (41.), Manno (70.), Lübcke (88.)
Gelb-Rot: Topal (49.)

Zuschauer: 2283

Fotos aus Wuppertal

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