Jan Fitschens 42 km-Qual bei bestem Segelwetter

Jan Fitschen debütierte beim Marathon in Düsseldorf. FOTO: Peter Mohr
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Starker Wind und sengende Hitze machten Ex-Europameister Jan Fitschen bei seinem Marathondebüt in Düsseldorf zusätzlich zu schaffen. Am Ende belegte er Platz 8 und war bester deutscher Teilnehmer.

Gemeinsam mit über 5000 Marathonläufern ging Jan Fitschen in Düsseldorfer zum ersten Mal auf die Marathonstrecke. Bei Temperaturen von knapp unter 30 Grad und starkem Wind kämpfte sich der 34-jährige nach 2:20:15 Stunden als bester Deutscher auf Platz acht über die Ziellinie. Der Wattenscheider wurde mit dieser Leistung drittbester Europäer dieses Laufes - knapp zehn Minuten hinter dem siegreichen Kenianer Nahashon Kimaiyo.
„Ich bin total erleichtert, dass ich angekommen bin. Mit der Zeit bin ich nicht zufrieden, aber es war einfach nicht mehr drin“, erklärte der 10000 m Europameister von 2007 total erschöpft. In der ersten Rennhälfte startete der erfolgreiche Langstreckler zunächst schnell ins Rennen und lag nach der Hälfte der Strecke mit 1:07:15 Stunden noch auf Kurs für eine Zielzeit um 2:15 Stunden.
Doch die zweite Hälfte gestaltete sich für den langjährigen Schützling von Tono Kirschbaum wesentlich schwieriger. „Bei Kilometer 23 ist meine Gruppe auseinandergefallen und wenn du dann merkst, dass du die angepeilte Zeit nicht erreichst, denkst du auch schon ans Aufhören. Bei einem anderen Marathonlauf hätte ich das vielleicht auch heimlich gemacht, aber in Düsseldorf wurde ich durch das Publikum so unterstützt und angefeuert, da musste ich einfach weiter laufen“, beschrieb der Wattenscheider seine Lage in der zweiten
Rennhälfte.
„Ich will nichts beschönigen, aber es war einfach bestes Segelwetter: Sonne und Wind. Für die Marathonläufer sind das die denkbar miesesten Bedingungen. Jan hat aber wieder einmal sein Kämpferherz unter Beweis gestellt. Wer ihn bei Kilometer 33 gesehen hat, hätte nie gedacht, dass er das Ziel erreichen würde“, so Coach Tono Kirschbaum.
Der Blick wird jetzt schon nach vorn gerichtet: Im Herbst steht der nächste Marathon an. Bei besseren klimatischen Bedingungen soll dann – nach Kirschbaums Wunsch – auch eine deutlich bessere Zeit heraus
springen.

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