Leichtathleten üben sich in Bescheidenheit

Das Team des TV Wattenscheid 01 vor der Abfahrt nach Nürnberg. Foto: Kristina Steffens
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  • hochgeladen von Peter Mohr

Der TV Wattenscheid 01 geht an diesem Wochenende nur mit einem Rumpfaufgebot bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Nürnberg an den Start. Auch aus diesem Grund ist man an der Hollandstraße zurück haltend mit den Prognosen. 7 oder 8 Medaillen erwartet Manager Michael Huke in Franken.

Zur Erinnerung: Vor Jahresfrist gab es bei der DM in Ulm immerhin zehnmal Edelmetall - davon viermal in Gold.
In dieser Saison wurden die Blauhemden allerdings vom Verletzungspech arg gebeutelt: Besonders schwer wiegen die Ausfälle von Titel- oder Medaillenkandidaten wie Malte Mohr (Stabhochsprung), Christian Blum (Sprint), Esther Cremer (400 Meter), Pamela Dutkiewicz (100 Meter Hürden) und Eleni Gebrehiwot (Langstrecke).
Dennoch hofft Huke auch noch auf den einen oder anderen „Ausreißer“ nach oben: „Wir haben viele junge Leute dabei, die überraschen könnten.“ Eine davon ist sicherlich Hürdensprinterin Eva Strogies, die zuletzt bei der Universiade in Korea auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Für Diskuswerfer Daniel Jasinski und Kugelstoßerin Denise Hinrichs heißt es in Nürnberg, eine bisher eher durchschnittliche Saison vergessen zu machen.
Anders sieht es traditionell bei den Sprintern aus: Bei den Männern kommt der Titelverteidiger über 100 und 200 Meter sowie mit der 4x100-Meter-Staffel aus Wattenscheid. Für Robin Erewa, Vorjahressieger über 200 Meter, ist das Ziel klar. „Gold, alles andere ist Blödsinn.“

Erewas Respekt vor Reus

Respekt hat er allerdings vor seinem Teamkollegen Julian Reus, der 2014 die 100 Meter gewann und zudem neuer Deutscher Rekordhalter auf dieser Strecke wurde. Doch Erewa gibt sich selbstbewusst: „Julian zu schlagen, das wird natürlich schwer. Er war der letzte Deutsche, der mich schlagen konnte. Aber ich will die Revanche.“
Beide haben über 200 Meter schon die WM-Norm in 20,49 Sekunden unterboten. Der Sprint-Oldie Alexander Kosenkow fährt zuversichtlich nach Nürnberg, wo er über 100 und 200 Meter sowie mit der Staffel antreten will. „Eine Einzelmedaille ist vor allem über 100 Meter drin“, sagt der inzwischen 38-Jährige.

Bereits am Freitag geht die erste heiße Titelaspirantin aus Wattenscheid an den Start - Weitspringerin Sosthene Moguenara. Ihr Wettbewerb findet in den Abendstunden am Hauptmarkt mitten in Nürnbergs City statt. "Ich springe zwar lieber im Stadion, aber ich bin hoch motiviert", so Moguenara.

Autor:

Peter Mohr aus Wattenscheid

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