Leichtathletik: Dreimal Gold in Franken

Holten Gold und rannten Deutschen Rekord für Vereinsstaffeln (v.l.): Philipp Trutenat, Robin Erewa, Maurice Huke und Robert Hering. Foto: TV 01
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  • hochgeladen von Peter Mohr

Besser als im Vorfeld erwartet schnitten die Leichtathleten des TV Wattenscheid 01 bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg ab. Mit sechs, vielleicht sieben Medaillen hatte Manager Michael Huke gerechnet. Am Ende holten die Blauhemden in Franken drei Titel und insgesamt zehn Medaillen.

"Das ist mehr, als wir uns erhofft hatten, ich bin mehr als zufrieden. Ganz besonders schön waren die Überraschungen, zum Beispiel die Bronzemedaillen für Alexei Mikhailov und Kevin Ugo, damit war nicht unbedingt zu rechnen“, meinte Huke nach den zwei Tagen im Max-Morlock-Stadion.
Über die 200 Meter holte sich Robin Erewa bei der allerletzten Möglichkeit noch die EM-Norm. Die Goldmedaille nahm der mehrfache Deutsche Meister über diese Strecke dabei gern mit: 20,63 Sekunden brauchte der Wattenscheider über die lange Sprintstrecke – einer Nominierung für die Europameisterschaften dürfte jetzt nichts mehr im Wege stehen.
Mit neuem Meisterschaftsrekord und Deutschem Rekord für Vereinsstaffeln rannten Philipp Trutenat, Robin Erewa, Maurice Huke und Robert Hering zu Gold. Die schnellste jemals von einer deutschen Vereinsstaffel gelaufene Zeit: 38,79 Sekunden. Das untermauerte einmal mehr den Ruf des TV Wattenscheid 01 als absolute Sprinter-Hochburg. Die Wattenscheider Zweitvertretung war rund eine Sekunde langsamer: 39,79 Sekunden. Noel Fiener, Kevin Ugo, Alexander Kosenkow und Hürden-Sprinter Erik Balnuweit reichte das aber trotzdem zur Bronzemedaille.

Aus dem Stadion ins Sportstudio 

Gold, ebenfalls mit neuem Meisterschaftsrekord, ging an Pamela Dutkiewicz. Die Wattenscheiderin flog wie in Trance über die 100 Meter Hürden, die Uhr blieb bei 12,69 Sekunden stehen. „Das war der erste Lauf in diesem Jahr, in dem ich meinen Kopf komplett ausschalten konnte, wo ich nur den Körper habe machen lassen“, sagte „Pam“ danach. Eine besondere Ehre gab es auch noch: Die Hürdensprinterin des TV Wattenscheid 01 wurde nach ihrem Wettkampf vom ZDF nach Mainz geflogen, um als Gast im Aktuellen Sportstudio aufzutreten. Einen echten Nervenkrieg musste Daniel Jasinski durchstehen: mit einem gewaltigen Konter im fünften Durchgang schob sich der Wattenscheider Diskus-Hüne dann aber doch noch auf Platz zwei (64,82 Meter) und gewann die Silber-Medaille hinter Christoph und vor Robert Harting.
Silber holte auch Erik Balnuweit über die 110 Meter Hürden. Der Hürdensprinter des TV Wattenscheid 01 hielt das Rennen im Finale bis zum Schluss offen und zeigte großen Kampfgeist. Seine Zeit: 13,52 Sekunden. Ebenfalls Silber ging an Marius Probst, der über die 1.500 Meter in einem sehr langsamen Rennen mit einem starken Schlusssprint fast sogar noch den Titel geholt hätte (3:53,47 Minuten). Ein paar Meter haben dem Wattenscheider U-23-Europameister zum Sieg gefehlt. „Ich bin sehr zufrieden, ich bin Zweiter bei den Deutschen Meisterschaften geworden, hier waren die besten deutschen Läufer dieses Jahres am Start“, sagte Marius Probst, „ich denke, in Berlin sollte das Finale auf jeden Fall drin sein.“
Bronze ging an die 4-mal-100-Staffel der Frauen: Hürdensprinterin Monika Zapalska, Keshia Kwadwo, Juniorin und 200-Meter-Spezialistin Cynthia Oguama und Pamela Dutkiewicz als Schlussläuferin liefen ein gutes Rennen, zum ersten Mal in dieser Besetzung. Die Zeit: 44,17 Sekunden. Eine starke Leistung zeigte auch Hammerwerfer Alexei Mikhailov: Der Wattenscheider Neuzugang gewann Bronze mit einer Serie von drei ganz starken Würfen; der beste Wurf mit einer Weite von 68,90 Metern reichte für den dritten Platz auf dem Treppchen.

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