Nach 1:3-Niederlage gegen Rödinghausen
SGW: Lage wird immer bedrohlicher

Emre Yesilova (rechts) hatte die SGW früh in Führung gebracht. Foto: Peter Mohr
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Auch im fünften Anlauf hat es für die SG Wattenscheid 09 nicht geklappt mit dem ersten Sieg im Jahr 2019. Die Toku-Truppe unterlag am Samstag dem Tabellenzweiten SV Rödinghausen mit 1:3 (1:2). Die Abstiegsränge kommen immer näher.

„Es war ein schwieriges Spiel, und wir haben einfache Lösungen gesucht. Nach dem 1:1 waren wir klar besser und hätten noch höher gewinnen können“, meinte Rödinghausens Coach Enrico Maaßen nach dem Sieg im Lohrheidestadion und traf damit den Nagel auf den Kopf. Der Gast aus Rödinghausen, der im fünften Anlauf den ersten "Dreier" in Wattenscheid schaffte, bevorzugte auf dem unebenen Untergrund oftmals die langen Bälle, während die Toku-Truppe zum wenig probaten Mittel des Kurzpasses griff. Trotzdem erwischten die Hausherren den besseren Start. Zunächst übersah Schiedsrichter Niklas Dardenne ein elfmeterreifes Foul an Nicolas Abdat, dann ging wenig später auf der linken Seite erneut die „Post“ ab. Der diesmal etwas mehr aus der Tiefe agierende Nico Buckmaier hatte aus dem Zentrum einen klugen Pass auf Emre Yesilova gespielt, der in der 9. Minute aus spitzem Winkel – mit freundlicher Unterstützung von SVR-Schlussmann Heimann – ins kurze Eck traf.
Der Treffer gab jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Viele Fehlpässe im Spielaufbau kennzeichneten den Auftritt der Lohrheide-Kicker. Die Gäste wirkten abgeklärt, ließen sich auch durch den Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und drehten nach einer halben Stunde mit einem Doppelschlag binnen 90 Sekunden die Partie. Zunächst glich Lokotsch aus, der schon in der Hinrunde (noch im Trikot des TV Herkenrath) zweimal gegen die SGW getroffen hatte, dann traf Pfanne gar zur Führung. „Beim zweiten Treffer hatten wir mehrere Möglichkeiten vorher zu klären“, monierte Toku das Abwehrverhalten.

Viele individuelle Patzer

Aber auch im Spiel nach vorne war im ersten Durchgang – abgesehen vom Treffer – nur wenig Zielführendes zu sehen. Nach dem Seitenwechsel dann die nächste kalte Dusche, als Schlottke nach einem Stellungsfehler von Nicolas Abdat in der 54. Minute zum 3:1 traf.
„Nach dem 1:3 war es schwer, da Rödinghausen sehr kompakt steht. Die letzte Durchschlagskraft hat uns gefehlt, und der Gegner hat eiskalt die Tore gemacht“, resümierte Farat Toku.
Emre Yesilova (62.) und der eingewechselte Berkant Canbulut (89.) scheiterten in aussichtsreichen Positionen noch an Keeper Heimann. Auf der Gegenseite gab es nach Patzern von Norman Jakubowski und Nicolas Abdat noch „Hochkaräter“ für den Gast. Gegen Meyer konnte Edin Pepic (83.) reaktionsschnell eine höhere Niederlage verhindern.
Unter dem Strich war Rödinghausen in allen Belangen einen Tick besser – zielstrebiger Richtung gegnerisches Tor, energischer im Zweikampfverhalten und einfacher im Spielaufbau. Zudem blieben im 09-Trikot zu viele Spieler unter Normalform. Lediglich Kapitän Nico Buckmaier, Mael Corboz und Emre Yesilova konnten Akzente setzen.

Pepic, Obst, Lach, Jakubowski, Abdat, Corboz, Buckmaier, Taskin (54. Canbulut), Diallo (75. Lobinger), Yesilova (88. Tunga) van Santen.

Tore: 1:0 Yesilova (9.), 1:1 Lokotsch (28.), 1:2 Pfanne (30.), 1:3 Schlottke (53.)

Gelbe Karten: Taskin (20.), Abdat (50.), Canbulut (84.) - F. Kunze (11.), von Piechowski (37.), Pfanne (66.)

Zuschauer: 789

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